8.Mai – Witteck mit irreführendem Vergleich!

10. Mai 2026
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Miersdorf/Zeuthen. Auch in diesem Jahr wurde an das Ende der nationalsozialistischen Diktatur am Ehrenmal in Miersdorf gedacht. In der Nacht zum 9. Mai 1945 wurde in Berlin die Kapitulationsurkunde unterschrieben und an die Rote Armee übergeben. Damit endete der Zweite Weltkrieg für Europa.

Schülern der Gesamtschule „Paul Dessau“ eröffneten den Gedenkakt. (Foto:mwBild)

Schülern der Gesamtschule „Paul Dessau“ eröffneten den Gedenkakt. (Foto:mwBild)

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Etwa 50 Teilnehmer nahmen letzten Freitag an der Gendenkstunde teil. Aus Zeuthen waren Vertreter aller politischen Kräfte gekommen: Linke, CDU, Bürger für Zeuthen, SPD und Grüne. Schulzendorf Abgeordneter schwänzten!

Das Ehrenmal in Miersdorf wurde 1947 als Ehrenfriedhof errichtet und erinnert an die gefallenen Soldaten der Roten Armee sowie an zahlreiche Zivilpersonen, die bei den letzten Kämpfen um Berlin im April/Mai 1945 ihr Leben ließen.

Schulzendorfs Bürgermeister Markus Wittek (CDU) hielt eine Gedenkansprache, die bei einigen Teilnehmern für Kopfschütteln sorgte. Er zog einen irreführenden Vergleich. Witteck wörtlich: „Der russischen Angriff auf die Ukraine, mit welchen Argumenten auch immer er versucht wird zu rechtfertigen, ging, so wie von Hitler Deutschland, von einer Person aus.“ Ein oberflächlicher Vergleich, denn historische, geopolitische und ideologische Kontexte sind grundlegend verschieden.

Bürgermeister Witteck auf dem Weg zur Gedenkrede. (Foto:mwBild)

Bürgermeister Witteck auf dem Weg zur Gedenkrede. (Foto:mwBild)

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Witteck attackierte die „amerikanischen Freunde“, wo der „mächtigste Mann der Welt wahllos Länder überfallen und zerbombt“ hat. Der neue Bürgermeister weiter: „Der 8. Mai soll ein Tag der Hoffnung sein, die Hoffnung in einer friedvollen Welt zu leben.“

Was Witteck vergaß zu erwähnen: Es waren nicht Amerikaner, nicht Franzosen und nicht Engländer. Es war die damalige Sowjetunion, die die Hauptlast im 2. Weltkrieg mit 27 Millionen Toten, darunter 11 Millionen Soldaten trug.

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Der Schulzendorfer traf bei einer Siegesparade in Moskau den Major der Artillerie Andrej Antonowitsch Filipow. Er schaffte es 1945 bis Berlin. "Wir haben Hitler besiegt." (Foto: mwBild)

Der Schulzendorfer traf bei einer Siegesparade am 9. Mai in Moskau den Major der Artillerie Andrej Antonowitsch Filipow. Er schaffte es 1945 bis Berlin. “Wir haben Hitler besiegt”, so der Major. (Foto: mwBild)

5 Responses to 8.Mai – Witteck mit irreführendem Vergleich!

  1. Rheuma Kai
    12. Mai 2026 at 11:10

    Der Föderationsrat stimmte einstimmig dafür, Putin den Einsatz russischer Streitkräfte im Ausland zu erlauben. Das war die unmittelbare rechtliche Grundlage für den späteren Großangriff auf die Ukraine. Putin als Alleinakteur des Krieges hinzustellen, stimmt nicht.

  2. Manne
    12. Mai 2026 at 08:52

    @Olli: Die allergrößte Verantwortung dafür trägt jemand ganz anderes.

    Den 8. bzw. 9. Mai mit aktuellen Themen zu vermischen – sofern Herr Wittek das getan hat, ich kenne den originalen Wortlaut der Rede nicht – finde ich schwierig. Deshalb finde ich es auch schwierig, wie sehr in Moskau der 9. Mai 1945 mit aktuellen Themen vermischt wurde und wird.

  3. Olli
    11. Mai 2026 at 15:23

    Ich finde es hervorragend, das in Zeuthen am 8.Mai an die Rote Armee erinnert wird.Dass die Beziehungen Russlands zu Deutschlande und dem Westen so zerrüttet sind, dafür tragen deutsche Politiker ein ganzes Stück Mitverantwortung. Danke Zeuthen!

  4. Zweifler
    Zweifler
    11. Mai 2026 at 14:41

    Blockpartei CDU eben. Ganz auf Linie.

  5. Rudi
    10. Mai 2026 at 21:21

    Markus ist also geblieben, und geht der Tradition nach, Wichtig sein zu wollen, BER seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Ich hatte die letzen Tage Gespräche mit Leuten auch Zeuthen, Eichwalde und KW. Sie fragten- Markus ist immer noch da ?

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