Ohne Glanz und Gloria: Energie Cottbus siegt im DFB Pokal gegen den 1. FC Magdeburg!

4. August 2013
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Energie Cottbus hat seine Pflichtaufgabe im DFB Pokal erfüllt, allerdings ohne zu glänzen. Gegen den Viertligisten 1. FC Magdeburg gewannen die Lausitzer mit 1:0. Trotz optischer  Überlegenheit und mehr Ballbesitz wurden die Lausitzer erst in der Schlussphase durch einen Treffer von Erik Jendrisek ihrer Favoritenrolle gerecht.  Negativer Höhepunkt der Partie: Chaoten im Cottbus Block sorgten für eine Spielunterbrechung.

Die Lausitzer waren nach dem 4:0 Sieg gegen Paderborn in der Liga mit breiter Brust an die Elbe angereist. Doch ihr Plan, einen frühen Treffer zu erzielen ging nicht auf. Die Magdeburger Defensive hatte sich nämlich recht gut auf die Cottbusser Torkanone Sanogo eingestellt. Meist wurde die außer Gefecht gesetzt. Nur einmal im ersten Abschnitt konnte sich der Ivorer gefährlich in Szene setzen, er scheiterte jedoch in der 9. Spielminute an Torhüter Tischer.

Andreas Petersen, Vater des früheren Energie Kickers Nils Petersen, hatte seine junge Elf bestens eingestellt. Geschickt stellte sie die Räume zu, stand vor dem Strafraum kompakt und machte es so dem Favoriten richtig schwer zu heißen Torraumszenen zu kommen.

12.044 Zuschauer sahen bei über 40 Grad im Stadioninneren einen Klasse Pokalfight. „Es war eine super Atmosphäre im Stadion, die Magdeburger und auch unsere Fans haben für eine tolle Stimmung gesorgt.“, sagte Erik Jendrisek nach dem Spiel.

Cottbus Trainer Bommer reagierte zur Halbzeit und brachte zu Beginn der zweiten Hälfte den quirligen Steven Rivic, er sollte für mehr Druck nach vorn sorgen. Doch das Bild vom Spielverlauf änderte sich nicht viel. Der Favorit aus Cottbus biss sich an der tief stehenden Magdeburger Defensive die Zähne aus. Die Hausherren spielten sich sogar einige gute Möglichkeiten heraus, doch zu ungenau waren die Abschlüsse.

Marco Stiepermann, der in der 67. Spielminute eingewechselt wurde, sorgte für neuen Schwung bei den Cottbussern. Fortan wurde es in der Magdeburger Hälfte turbulenter. Sechs Minuten vor Schluss marschierte der Eingewechselte zur Grundlinie, flankte in den Strafraum, wo Jendrisek völlig unbedrängt zur erlösenden Führung für die Lausitzer einschoss.

 „Ich habe heute mein erstes Pflichtspiel Tor gemacht. Die Vorlage von Marco Stipermann war hervorragend. Es war heute bei dieser Hitze ganz schwierig gut zu kombinieren.“, resümierte der Torschütze nach dem Abpfiff.

„Wir haben nicht zwingend genug nach vorn gespielt. Das Tor hat gefehlt. Und so kommt dann ein solches Spiel zustande.“, konstatierte Energie Kapitän Uwe Möhrle.

Nüchtern fiel das Fazit von Alexander Bitroff aus: „Wir haben  1:0 gewonnen, sind eine Runde weiter und der Verein hat Einnahmen erzielt.“

Für einen Eklat sorgten einige Chaoten im Cottbus Block. Kurz nach dem Beginn der zweiten Halbzeit zündeten Unverbesserliche Feuerwerkskörper und warfen Böller auf das Spielfeld. Schiedsrichter Daniel Siebert musste die Partie unterbrechen. Bittroff nach dem Spiel: Die Fans haben uns in dem Spiel sehr sehr gut unterstützt. Böller und Pyrotechnik müssen aber nicht sein, denn das wird Konsequenzen für den Verein haben.“

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