Gemeinde bietet Gratis – Shuttle durch Zeuthen

7. Januar 2019
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Kostenlos mit dem Fahrdienst Zeidler durch Zeuthen: Von heute an ist das möglich! Für zunächst vier Wochen verkehrt der Gratis – Bus von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 Uhr bis 12 Uhr. „Wird das Projekt von den Zeuthenern angenommen, ist eine Ausweitung wahrscheinlich.“, sagt Nadine Selch, Zeuthens CDU – Fraktionschefin.

In wenigen Augenblicken heißt es für Michael Wolter, Nadine Selch, Sven Herzberger, Karl Uwe Fuchs und Jonas Reif (v.l.): Einsteigen, die Türen schließen. (Foto: mwBild),
In wenigen Augenblicken heißt es für Michael Wolter, Nadine Selch, Sven Herzberger, Karl Uwe Fuchs und Jonas Reif (v.l.): Einsteigen, die Türen schließen. (Foto: mwBild)

Folgende Haltestellen werden bedient: Schulstraße (Ecke Alte Poststraße) – Heinrich-Heine-Straße (Höhe Hausnummer 5) – Miersdorfer  Chaussee (Sparkasse) – Miersdorf, Dorfstraße (Kirche) – Miersdorfer Chaussee (Sparkasse) – Heinrich-Heine-Straße (Höhe Hausnummer 5) – Schulstraße (Ecke Alte Poststraße). Eine Runde durch Zeuthen dauert genau 40 Minuten.

Über 22 Sitzplätze verfügt der moderne Bus. Auch Mobilitätshilfsmittel von Fahrgästen mit Handicap finden in ihm Platz.

Anlass für das Projekt: Gewerbetreibende rund um den S – Bahnhof Zeuthen machen seit langem die Umbaumaßnahmen zu schaffen. Kunden bleiben aus, weil sie extreme Umwege in Kauf nehmen müssen, um ihre Einkäufe zu erledigen, den Wochenmarkt zu besuchen oder Kaffee und Kuchen zu genießen. Die Folge: Umsätze sind teilweise erdrutschartig in den Keller gesackt.

Der erste Fahrgast steigt ein. (Foto: mwBild)
Der erste Fahrgast steigt ein. (Foto: mwBild)

Im Sommer 2018 trafen sich Zeuthens FDP Chef Karl Uwe Fuchs und Bürgermeister Herzberger mit Gewerbetreibenden, sie berieten über Auswege aus der Krise. Die Idee eines Bus Shuttles wurde geboren. Die Fraktionsgemeinschaft Grüne/FDP brachte einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat ein, der die Unterstützung aller Abgeordneten fand. Gut 2.000 Euro stellt die Gemeinde Zeuthen für den Shuttlebetrieb bereit.

„Grundsätzlich sind Baumaßnahmen natürlich ein unternehmerisches Risiko. Hier ist die Lage aber anders. Da ein Großteil der Gewerbetreibenden betroffen ist, geht es auch um die Sicherung unseres Ortszentrums. Wir wollen einen Leerstand in unserem Ortskern vermeiden, weil dies langfristige Auswirkungen für Zeuthen hätte. Darüber hinaus unterstützen wir damit gerade ältere Menschen.“, konstatiert Karl Uwe Fuchs.

Pünktlich 10.15 Uhr, der Bus hält vor der Sparkasse. (Foto: mwBild)
Pünktlich 10.15 Uhr, der Bus hält vor der Sparkasse. (Foto: mwBild)

Bürgermeister Sven Herzberger lud heute zur Jungfernfahrt ein und hieß die ersten Fahrgäste willkommen. Bleibt nur noch zu wünschen, dass viele Zeuthener das Angebot annehmen und die Gewerbetreibenden aufatmen können.

Übrigens, Herzberger stellte wieder einmal unter Beweis, dass er ein Bürgermeister mit Visionen ist. Er denkt über einen Rundverkehr Eichwalde – Schulzendorf – Zeuthen nach.

Hier geht es zum Fahrplan.

7 Responses to Gemeinde bietet Gratis – Shuttle durch Zeuthen

  1. Frank Knuffke
    11. Januar 2019 at 09:12

    Werter Herr Reif
    Erst mal ist es interessant,festzustellen,daß jetzt,wo das Kind in den Brunnen gefallen ist,keiner mehr was von der Forderung nach barrierefreiheit an unseren Bahnhöfen wissen will.Aber gut,die Forderung nach Erneuerung und Modernisierung unserer Bahnhöfe ist im Grunde genommen ja nicht falsch.Das Problem ist ein anderes.Auf Grund der vollkommen verrückten Politik ist es der öffentlichen Hand gar nicht mehr möglich anspruchsvolle Bauvorhaben termingerecht durchzuführen.Eine beispiellose Regelungswut,bürokratische Vorschriften und Zuständigkeiten machen jedes öffentliche Bauvorhaben zu einem Abenteuer bzw.ganz unmöglich.Dies führt auch dazu,daß sich gute Baufirmen gar nicht mehr mit der öffentlichen Hand einlassen.Die Idiotie,die dort herrscht,nimmt keiner mehr hin,schon gar nicht das Risiko,dabei unverschuldet Pleite zu gehen.Desweiteren werden Fachleute in Deutschland immer knapper,weil a)Steuern und Abgaben zu hoch sind b)das Bildungssystem komplett ruiniert ist,was dazu führt,daß keine Fachleute mehr nachwachsen und c)immer mehr gute Fachleute auswandern,alles hinschmeissen oder in Rente gehen.Seit 2015 ist ein besonderer Exodus bemerkbar,da seit der Migrationswelle der Staat nicht einmal mehr die Sicherheit gewährleisten kann.Kurz gesagt,unser Land stürzt ab,auch und gerade wegen der links-grün versifften Politik sind wir auf dem Weg ins Chaos.Unsere Bahnhöfe sind dabei nur ein Symptom,das wird noch viel schlimmer.In wenigen Jahren ist die noch verfügbare Facharbeiterschicht schlichtweg verschwunden,von daher können sie sich ihre Pläne für eine Unterführung im Forstweg getrost in die Haare schmieren….es wird niemand mehr da sein,der das logistisch und arbeitsmäßig bewerkstelligen kann……Und Schuld an all dem hat die Politik…..

  2. Jonas Reif
    8. Januar 2019 at 16:07

    Zur Erinnerung, Herr Knuffke: Ich habe geschrieben, dass die Bahn den Fußgängertunnel selber erneuern wollte und die Gemeindevertreter in Zeuthen darauf gedrungen haben, dass zumindest Fahrstühle gebaut werden. Die Bahn hatte anfänglich argumentiert, dass man angesichts des zweiten Abgangs zur Forstwegschranke darauf verzichten könne. Wenn, dann sind die Zeuthener Gemeindevertreter also nur für die Fahrstühle verantwortlich. Und an denen liegt es nun wirklich nicht, weshalb es jetzt zu Bauverzögerungen kommt.

  3. Frank Knuffke
    8. Januar 2019 at 14:57
  4. 8. Januar 2019 at 14:56

    Wenn ich mir die Bevölkerungsentwicklung ansehe ist die Forderung nach einem barrierefreien Zugang sinnvoll.

    Leider ist nicht nur am BER die eigentlich typisch deutsche Zuverlässigkeit bei Planung und Ausführung verloren gegangen.
    Aber beide Bahnhöfe haben gute Chancen vor dem BER fertig zu sein.

    Das nächste große Thema wird sein wie schaffen wir eine Überquerung der 4 Gleise für den Autoverkehr ohne Schranken.

  5. Petra
    Petra
    8. Januar 2019 at 14:14

    Ich beneide die Zeuthener für ihren Bürgermeister. Da wird für die Bürger etwas auf die Beine gestellt. Wir haben eine Flasche an der Spitze, unsere GVs streiten sich 2 Jahre um eine Vergabestelle,4 Jahre um Vorflächen, die Verwaltung lauert Falschparker auf und verteilt Knöllchen, anstatt wirklich erzieherisch einzuwirken, toll was?

  6. Jonas Reif
    8. Januar 2019 at 12:46

    Falsch, Herr Knuffke: Die Bahn hat selber die Erneuerung der Fußgängertunnel vorgeschlagen. Die Gemeindevertreter haben in Zeuthen darauf gedrungen, dass auch Rampen bzw. dann letztlic Fahrstühle gebaut werden. Für die Bauverzögerungen ist allein die Bahn bzw. das beauftragte Bauunternehmen verantwortlich.

  7. Frank Knuffke
    8. Januar 2019 at 07:04

    Bei dem ganzen Chaos möchte ich daran erinnern,wer das Ganze eingerührt hat.Es waren die Gemeindevertreter von Eichwalde und Zeuthen,welche seit Jahren wie die Papageien geplärrt haben….wir brauchen einen „barrierefreien“ Bahnhof und sind der Bahn damit auf den Keks gegangen….und nun? stehen wir da mit diesen Baustellen,von denen keiner weiss,ob die überhaupt noch fertig werden….

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