Fraktionschef Körner – Von seinen Mitstreitern im Stich gelassen

15. Februar 2018
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Andreas Körner, Zugpferd und Vorsitzender der Fraktion SPD/Schulzendorf pur/Grüne, die diesen Namen nicht verdient, war am Dienstag im Gemeinderat bitter enttäuscht.

Andreas Körner (Foto: mwBild)

Andreas Körner (Foto: mwBild)

Der Grund: Seine Fraktionskollegen ließen ihn in der so wichtigen Sitzung, in der es um den 12 Millionen Haushalt 2018 der Bürger Schulzendorfs ging, im Stich: Bernhard Thoma (SPD), Dirk Krölke (SPD), Patrick Boll (Schulzendorf pur) und Thorsten Keller (Schulzendorf pur) schwänzten.

Seit August 2008 saß noch nie der Vorsitzende einer Fraktion, ohne seine politischen Mitstreiter, in einer Sitzung des Gemeinderates Schulzendorf.

Kritik dazu kam vom Finanzexperten der „Stillen Fraktion“, Hans – Georg Bäumer (Die Linke). Er monierte, dass Mitglieder der Körner – Fraktion schon in der Sondersitzung zu Haushaltsfragen „durch Abwesenheit glänzten“. Offenbar würden sie die Dinge „nicht allzu ernst nehmen“, was einer Missachtung des Gremiums gleich kommen würde, meinte Bäumer.

Andreas Körner dazu: „Ich finde es ärgerlich, wenn ich in wichtigen Sitzungen allein da sitze. Ich würde mir auch wünschen, sie (die Mitglieder seiner Fraktion – die Red.) wären öfter anwesend.“

6 Responses to Fraktionschef Körner – Von seinen Mitstreitern im Stich gelassen

  1. Struppi
    18. Februar 2018 at 02:41

    Gemeindevertreter beschließen nicht das Gehalt des BM.
    Das Einkommen geht nach Einwohneranzahl.
    Einen fetten SUV fährt der Blender jetzt.
    Wer hat diesen Menschen nur gewählt!

  2. Waltraut Griese
    17. Februar 2018 at 13:55

    Herr Körner es ist sehr positiv, dass Sie sich so engagieren. Das Problem der Grünen ist, dass sie gern und viel bauen und umsetzen wollen, aber nicht sagen können, wo das Geld herkommen soll. Und wenn Sie Baumaßnahmen für den Friedhof ansprechen, dann gehört auch zur Wahrheit, dass mit Sicherheit die Friedhofsgebühren massiv angehoben werden. Da würde ich Sie bitten, die Bürger zu befragen, in welchem Umfang Investitionen vorgenommen werden sollen. Überall wird ihnen in die Tasche gegriffen, alles wird teurer, aber das Geld, dass den Menschen zu Verfügung steht, vermehrt sich nicht. Außer beim Bürgermeister, der wurde auf A 16 hochgestuft. Haben Sie dem auch zugestimmt?

  3. Andreas Körner
    16. Februar 2018 at 19:12

    Ich stimme Herrn Knuffke zu, dass der Haushalt bereits im Dezember hätte verabschiedet werden können. Damals hatte m.E. die Zählgemeinschaft ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht und die Verabschiedung verschleppt. Die vierstündige Sitzung am Dienstag war zwar sehr anstrengend und es gab eine Reihe von gar nicht so popeligen Entscheidungen, die ich für falsch halte und die der Gemeinde teuer zu stehen kommen werden. Im Ergebnis war die Sitzung aber aus meiner Sicht keineswegs Zeitverschwendung. Unsere Haushaltsanträge für das Lehrerzimmer in der Schule, für Parkplätze an der Patronatskirche, für Instandhaltungen in Kitas und zur Ausbesserung von Straßen/Brücken fanden am Ende Mehrheiten. Und das ist gut so. Leider wurden viele unserer Vorschläge von der großen Zählgemeinschaft Linke, CDU und Bürgerbündnis abgelehnt. Dazu gehören z.B. Mittelerhöhungen zur Neugestaltung und Instandhaltung des Friedhofs, zur Sanierung der Schrottpiste in der Freiligrath-Str., zur Verbesserung der Straßenbeleuchtung und zum Lückenschluss des Gehwegs in der Thälmann-Str. (zwischen Kirche und Brücke).
    Dass die Fraktionsgemeinschaft von SPD/pur/Grüne nur durch mich (und drei sachkundige Einwohnerinnen) vertreten war, hat mich – für jeden ersichtlich – anfangs selbst sehr geärgert. Am Ende lag es daran, dass drei Kollegen krank waren und ein Kollege beruflich verhindert war. Ich hätte es gut gefunden, wenn mich nicht nur einer sondern alle vorher informiert hätten. Aber „geschwänzt“ hat keiner. Und auch das ist gut so.

  4. Anwohnerin
    16. Februar 2018 at 12:11

    Vieleicht ist Herr krölke schon weggezogen aus schulzendorf
    Dies empfiehlt er ja alteingesessenen achulzendorfern
    Schöne gemeindevertreter!

  5. Interessierter
    16. Februar 2018 at 10:41

    Frank Knuffke,
    es entspricht nicht den Tatsachen, was sie hier verkünden.
    Ihre Polemik ist schon fast krankhaft.
    Ausser Pöbeln und Poltern, können sie augenscheinlich nichts besseres.
    Wann kommt von ihnen denn ein guter Vorschlag zum Gemeindewohl?

  6. Frank Knuffke
    15. Februar 2018 at 19:48

    Ich frag mich allerdings auch,warum ich mir das angetan habe.Das war wohl die gruseligste Sitzung seit langem.Der Haushalt war im Dezember 17 fertig und beschlussreif.Nur war das der „Stänker-Fraktion“ ein Dorn im Auge und Herr Bäumer lies die Beschlussfassung ohne konkrete und substanzielle Einwände zu nennen,platzen,einfach so….
    Die Änderungen,welche man nun unbedingt im Haushalt sehen wollte waren geradezu lächerlich,alles popelige Kleinigkeiten,welche man hätte jederzeit im Gemeinderat auch so hätte beschliessen können.Es ging einzig und allein darum,die Macht der „Stänker-Fraktion“ zu demonstrieren und die Verwaltung mit ihrem Haushaltsentwurf auflaufen zu lassen.Die Sitzung war die reinste Zeitverschwendung,weshalb ich das Fernbleiben der anderen Gemeinderatsmitglieder durchaus verstehen kann.

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