Zeuthen. Seit Monaten wehren sich eine Bürgerinitiative und NABU-Aktivisten gegen Pläne einer Mehrheit im Gemeinderat, in der Miersdorfer Dorfstraße einen neuen EDEKA-Markt zu errichten. Unterstützt werden Kritiker von den Grünen, der SPD und der fraktionslosen Christine Wehle.
In ihrem Feldzug gegen das Projekt scheuen sie sich offenbar auch nicht, in die Trickkiste zu greifen. Mit einer Mischung aus Kreativität und Protest verbreiten die Aktivisten in der Öffentlichkeit ein Modell des Dorfkerns in Miersdorf, dass mehr schlecht als recht die Realität abbildet.
Auffällig ist, dass Kirche, Bibliothek und andere Objekte ziemlich detailgetreu dargestellt werden. Dagegen ist das EDEKA-Projekt weit entfernt von dem, was tatsächlich entstehen soll. Man könnte fast meinen, hier wird absichtlich ein verzerrtes Bild gezeichnet, um die Öffentlichkeit zu manipulieren.
Modellbauerin Kerstin Bethke: „Ich habe nie zuvor Modelle gebaut, konnte mit der dünnen Pappe für die kleineren Häuser ganz gut umgehen, mit der dicken Pappe des ehemaligen Kartons, aus dem das Projektmodell besteht, trotz mehrmaliger Versuche leider nicht.“
Was steckt wirklich hinter dieser Inszenierung?
Man brauche den neuen EDEKA-Markt nicht, lautet ein Hauptargument der Kritiker. SPD-Gemeinderat Jens Burgschweiger propagierte, dass die Eigentümerin des bestehenden Marktes an einer Modernisierung interessiert sei. Einziges Problem? Belege bleiben aus!

So wird die “EDEKA-Baracke” von den NABU-Aktivisten in der Öffentlichkeit dargestellt. (Foto Bethke)
Zeuthens NABU-Chefin Juliane Bauer lehnt den Neubau ab und sagt klar, was sie über Konsumverhalten denkt: „Ich bekomme alle Waren meines täglichen Bedarfs und Vertrauens im Zeuthener Bioladen Löwenzahn. Hier werden Nachhaltigkeit und Regionalität auf schlappen 60 Quadratmeter gelebt.”
Ob sich tausende Verbraucher der Region ihre Sicht vom Einkaufen überstülpen lassen wollen, ist fraglich.

Am besten man baut solche Projekte unterirdisch.
Ein Edeka am alten Standort in Zeuthen auf bereits versiegelter Fläche, ein Bioladen und ein Rewe sind vollkommen ausreichend für diesen Ort.
Laut Bundesumweltamt sollen bei Planungen unnötige Flächenverbräuche vermieden werden!!!
In einigen Städten Deutschland wurden Flächenmanager beauftragt, bereits versiegelte Flächen und Leerstände zu kartieren, um diese vorrangig zu nutzen.
Auch Zeuthen sollte dort mit guten Beispiel vorangehen.
Wir werden sehen, ob Zeuthens Gemeindevertreter über genügend Weitblick verfügen.
Ein Edeka am alten Standort in Zeuthen auf bereits versiegelter Fläche, ein Bioladen und ein Rewe sind vollkommen ausreichend für diesen Ort.
Laut Bundesumweltamt sollen bei Planungen unnötige Flächenverbräuche vermieden werden!!!
In einigen Vorzeigestädten Deutschland wurden Flächenmanager beauftragt, bereits versiegelte Flächen und Leerstände zu kartieren, um diese vorrangig zu nutzen.
Auch Zeuthen sollte dort mit guten Beispiel vorangehen,
@lanh Die Redaktion des Schulzendorfers ist überschaubar – da kann man die international üblichen Schreibweisen für Redakteurinnen ruhig mal lockerer sehen. Der eigentliche Punkt ist ein anderer: Die glühende Parteinahme der Redaktion für privatwirtschaftliche Renditeinteressen und kommunalpolitisches Rechthabenwollen steht im direkten Kontrast zu unserem Engagement für ein lebenswertes Miersdorf – in Zeuthen, in ZEWS und in der gesamten Region.
Wenn wir ernsthaft darüber diskutieren sollen, ob die propagandistisch zurechtgekämmte Dachschräge eines Bauklotzes irgendetwas an dessen Gesamtwirkung ändert – an diesem massiven, landschaftsvergewaltigenden Fremdkörper – dann sage ich nur: Mission erfüllt. Denn damit ist sichtbar, wie grotesk die Debatte inzwischen geworden ist.
Und noch einmal klar: Wenn die Mehrheit in Miersdorf oder deren Zeuthener Gemeindevertretung meint, man müsse dem Ort gleich zwei industrielle Lebensmittelausgabestellen vor die Nase setzen, dann ist das wohl die Art von kapitalinteressengeleiteter Demokratie, die man bekommen hat, wenn man keine klaren Prioritäten für Lebensqualität, Verkehrsreduzierung und Naturschutz setzt. Der bestehende Markt – plus die Perspektive seines Weiterbetriebs auf dem ohnehin schon stark vorbelasteten und aber weiter ausbaufähigen 7.000-m²-Grundstück – wird eher zu einer Verdoppelung des Autoverkehrs führen als zu irgendeiner Steigerung des ortsnahen Wohlbefindens. Dazu kommen die üblichen Beifänge: Abholzung der Allee, Zerstörung des Hankelwaldes, ein stetiger Strom an motorisierten Angebotsblättchen-Pilgern.
Und nun soll im Eichwalder Klimaschutz-Kleinwald dieselbe EDEKA-Nummer noch einmal durchgezogen werden – gerade einmal 100 Meter vom Bestandsmarkt entfernt?
Wir sagen dazu ganz klar: NEIN.
Reaktion…zuerst wäre interessant, wer hat diesen Artikel verfasst.
Welche Interessen stehen hinter dieser privaten oder politischen Meinung der Redateur*in?
Man sollte sachlich bleiben und Realitäten, wie die Größe des entstehenden Edeka-Marktes nicht klein reden.
Das Modell ist exakt nach den Angaben erstellt worden.
Bitte den Namen des/der Redakteurin dazu schreiben.
Anonym ist nicht gut!