RVS – Bus überrollt Igel – Passanten und Schüler schockiert!

13. März 2026
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Schulzendorf. Am Mittwochnachmittag gegen 15:45 Uhr wurden Passanten und Schulkinder in der Illgenstraße Zeugen eines Unfalls. Ein Bus der Regionalen Verkehrsgesellschaft (RVS) fuhr von der Busstation Grundschule in Richtung Ernst-Thälmann-Straße. Die Route befand sich auf der 30er-Strecke, die Sichtverhältnisse waren laut Augenzeugen gut, die Lichtverhältnisse klar.

Auf Höhe der Illgenstraße 5 stand zu diesem Zeitpunkt am Straßenrand ein Igel. Der Bus befand sich rund 5 Meter von dem Überquerungspunkt entfernt. Als der Igel die Fahrbahn überquerte, wurde er vom Bus überrollt. Der Bus fuhr weiter, der Igel blieb auf der Straße liegen. Das Bild, das sich vorbeilaufenden Schülern und Passanten bot, war grausam.

Das Foto wurde verzerrt, weil es für Betrachter verstörend wirken könnte. (Foto:mwBild)

Das Foto wurde verzerrt, weil das Orginal für Betrachter verstörend wirken könnte. (Foto:mwBild)

Der Busfahrer konnte identifiziert werden. Wie RVS-Geschäftsführer Siegfried Richter gegenüber dem Schulzendorfer mitteilte, ist der Kollege seit vielen Jahren bei der RVS beschäftigt und bekannt als angenehmer, engagierter und hilfsbereiter Mitarbeiter. Auf Vorwürfe und das Foto des überrollten Igels hin zeigte sich der Fahrer bestürzt und konnte zunächst nicht glauben, dass er es war. Nach Angaben des RVS-Chefs habe der Fahrer den Igel nicht gesehen und das Überrollen nicht bemerkt.

Matthias Rackwitz, Chef des NABU Dahmeland e.V., dem das Igel Foto voergelegt wurde, zum Unfall: „Das Bild ist wirklich schwer anzusehen. Aber wenn der Igel erst wenige Meter vor dem Bus auf der Straße war, hat der Fahrer ihn wahrscheinlich gar nicht rechtzeitig sehen können. Straßen sind für kleine und langsame Tiere leider extrem gefährlich, selbst wenn man ein Fahrzeug langsam bewegt.“

Der Unfall wirft Fragen zum richtigen Verhalten von Fahrzeugführern bei nahenden Tieren auf. Experte Rackwitz ruft dazu auf, noch aufmerksamere Fahrweise zu zeigen, besonders in Zeiten erhöhter Tierwanderungen. Zeuthens Bürgermeister Martens (Die Linke) hat vor diesem Hintergrund in der Elbestraße 10 km/h Schilder aufstellen lassen, damit Fahrzeugführer dort auf die derzeitige Krötenwanderung sensibilisiert werden.

3 Responses to RVS – Bus überrollt Igel – Passanten und Schüler schockiert!

  1. Fridolin Bummser
    30. März 2026 at 13:11

    Das Ende der Unschuld in Schulzendorf: Wenn der Igel zur Staatsaffäre wird

    Man möchte meinen, die Weltgeschichte hielte den Atem an. Vergessen wir Kriege, Inflation oder den Klimawandel – am 11. März 2026 blieb die Zeit in der Illgenstraße stehen. Ein Igel. Ein Bus. Ein Drama in drei Akten, das selbst Shakespeare vor Neid erblassen ließe.

    Es ist bewundernswert, mit welcher Präzision die “Redaktion” dieses traumatische Ereignis seziert. Da wird die Sichtweite analysiert, die Entfernung zum “Überquerungspunkt” auf fünf Meter genau bestimmt und die moralische Integrität des Busfahrers durch den Geschäftsführer persönlich beglaubigt. Dass der Fahrer den Igel nicht sah? Ein Skandal! Wahrscheinlich hätte er bei Tempo 30 eine Vollbremsung hinlegen müssen, die 40 Schulkinder durch die Windschutzscheibe katapultiert hätte – aber hey, Prioritäten müssen gesetzt werden. Ein Stachelritter schwebt in Gefahr!

    Besonders rührend: Das Foto wurde “verzerrt”, um uns vor dem Anblick der grausamen Realität zu schützen. Danke dafür. Man stelle sich vor, ein Kind hätte in der Natur gesehen, wie ein Wildtier von einem tonnenschweren Fahrzeug überrollt wird. Ein Glück, dass der NABU-Experte Rackwitz herbeigerufen wurde, um die hochkomplexe wissenschaftliche Erkenntnis zu teilen, dass Straßen für kleine, langsame Tiere “leider extrem gefährlich” sind. Wer hätte das gedacht? Sherlock Holmes ist ein Amateur dagegen.

    Und während in Zeuthen Bürgermeister Martens bereits die 10-km/h-Schilder für Kröten poliert, fragt man sich: Reicht das? Sollten wir die Illgenstraße nicht komplett überdachen? Oder vielleicht jedem Igel eine Warnweste und ein reflektierendes Stachel-Coating verpassen?

    Es ist tröstlich zu wissen, dass wir in einer Zeit leben, in der ein platter Igel ausreicht, um Passanten in eine kollektive Schockstarre zu versetzen. Es zeigt, dass unsere Sorgen ansonsten so verschwindend gering sein müssen, dass die Fauna-Verkehrs-Statistik zur Breaking News mutiert.

    Schulzendorf, bleib stark. Wir sind in Gedanken bei den Zeugen, die diesen Anblick ohne psychologische Betreuung überstehen mussten.

  2. Bürger zweiter Klasse
    18. März 2026 at 16:40

    Zebrastreifen wäre mal eine Maßnahme :-)

  3. Verkehrspolizist
    14. März 2026 at 10:40

    Hatte der Igel – so wie unsere Kinder – etwa keinen Zebrastreifen auf der Strasse?

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