Knallhart-Bilanz: 19 Beschwerden, Datenpannen, Ehrenbürger. (Ende)

17. Januar 2026
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Am beliebtesten ist Bürgermeister Mücke (SPD-nominiert) bei Funktionären der polnischen Partnergemeinde Kargowa. 2017 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Kommune. Der damalige polnische Bürgermeister Jerzy Fabis nannte die Gründe: „Er hat einen unschätzbaren Beitrag, nicht nur für die Zusammenarbeit unserer Völker, auch für das Ansehen von Kargowa in Europa geleistet.“

Eine zweifelhafte Begründung, denn im September 2008, als im Schulzendorfer Gemeinderat über die Aufnahme von Partnerschaftsbeziehungen zur polnischen Gemeinde debattiert wurde, sprach sich Mücke gegen sie aus.

Mückes Glücksschwein brachte ihm kaum Glück. (Bildmontage mwBild)

Mückes Glücksschwein brachte ihm in seiner Amtszeit kaum Glück. (Bildmontage mwBild)

Unter seiner Führung spürte die Bevölkerung von Schulzendorf kaum etwas von den internationalen Beziehungen, lediglich leere Worte auf dem Papier und amüsierte Funktionäre, die sich gegenseitig auf die Schultern klopfen.

In der Amtszeit von Bürgermeister Mücke wurden zwölf Dienstaufsichtsbeschwerden gegen ihn beim Landkreis Dahme-Spreewald und sieben vor der Gemeindevertretung erhoben.

Den wohl spektakulärsten Rechtsbruch beging Mücke, als er bei der Ausgabe von „Gelben Säcken“ an Bewohner den Straßennamen und Hausnummer registrierte und speicherte. Sowohl Die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht und die Gemeindevertretung rügten Mückes Rechtsverstoß.

In einer anderen Affäre rüffelte Brandenburgs oberste Datenschützerin Mücke für seine rechtswidrige Position, er müsse Grundstückseigentümer nicht informieren, wenn die Gemeinde Fotodokumentationen von ihren Grundstückseinfahrten anfertigt.

Bauprojekte: Mücke war ins Scheitern verliebt

Kein bedeutendes Bauprojekt in Mückes Amtszeit verlief ohne Pannen, Bauverzug und Kostenexplosionen: Das 16 Kilometer Straßenbauprojekt, der Bau der Johanniter-Kita, die Horterweiterung und der Schulanbau.  Auch die jüngsten Ereignisse um die Beinahe-Katastrophe in der Grundschule lassen den Verdacht aufkommen, dass in der Bauverwaltung kein System herrscht, wo Rathausmitarbeiter ordnungsgemäß arbeiten können.

Genau das attestierte das Arbeitsgericht Cottbus Bürgermeister Mücke im Fall der Abrechnung von Hilfeleistungen der Feuerwehr.

Mücke Bilanz zum Schulprojekt: Monatelanger Bauverzug, Kostenexplosion und Zoff vor Gericht. (Bildmontage: mwBild/Bliefert)

Markus Mücke, der unter vorgehaltener Hand als „der Unbeliebte“ gehandelt wird, geht als Bürgermeister in die Geschichtsbücher der Gemeinde, der polarisierte und es nie schaffte, Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Positionen zu schlagen. Parteipolitik, persönliche Eitelkeiten und ein völlig fragmentiertes Verwaltungssystem machten ihn zum Buhmann.

Markus Mücke “hat fertig”!

One Response to Knallhart-Bilanz: 19 Beschwerden, Datenpannen, Ehrenbürger. (Ende)

  1. Tiefbau
    18. Januar 2026 at 09:11

    Um eine Gemeinde führen zu können, braucht man ein Team. Auch deshalb schon, weil man nicht alles wissen kann . Ein Team muß man aber wie ein Kapitän führen können- sonst kann ein Schiff nicht auslaufen.

    Da Schulzendorf nur die “Pflichtaufgaben” betrachtete und politisch eher wie der Bundestag reagiert, könnte solch schwache Type wie Mücke nur überleben. Als Beispiel ist da seine Wiederwahl zu nennen, wo infolge eines gehasste Gegenkandidat von den Schulzendorfern – zu einem falschen Bild seiner Wahl führte. Mücke hatte nur Glück, dass auch die Bürger und GVs sich alles haben gefallen lassen. Sonst wäre seine Abwahl sehr früh real gewesen.
    Mückes Leistung ist mit kurzen Worten beschrieben : Ich bin Herr Mücke vom Arbeitsamt und somit bin ich Supermann, ich will Achtung , aber ich bezeichne dich als nichts.
    Mücke ist gescheitert, denke auch privat. Er wird Schulzendorf sehr bald verlassen- Schulzendorf hatte für ihn nie eine Bedeutung – vielleicht nur zur EGO – Pflege.

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