Enttarnt: Bürgermeister Mücke plant Grundsteuer-Hammer!

29. März 2021
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Erst die anvisierte Kostenexplosion bei den Friedhofsgebühren. Jetzt kommt der nächste Hammer. Bürgermeister Markus Mücke (SPD-nominiert) will den Bürgern noch weiter in die Tasche zu greifen.

Und alles sechs Monate vor der Bundestagswahl!

Die Grundsteuer B, die für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude oder Wohnungen erhoben wird, soll um rund 25 Prozent nach oben klettern. Der Hebesatz soll 2021 von 340 Prozent auf 409 Prozent steigen. Dadurch werden über 150.000 Euro mehr in Gemeindekasse gespült. 2020 wurden die Einnahmen aus der Grundsteuer B mit rund 641.000 Euro beziffert, 2021 sollen es 798.000 Euro sein.

Zum Vergleich: In Zeuthen beträgt der Hebesatz 365, in Eichwalde 375 Prozent.

Im April wird der Gemeinderat über die Raffgier-Steuer entscheiden. Wie werden die Fraktionen zum dreisten Vorstoß stehen?

Die Grünen schlugen bereits 2020 die Werbetrommel für die Steuer Explosion. Irgend jemand muss schließlich Zeche zahlen, argumentierten sie damals. Sie fanden allerdings keine Mehrheit. Abstimmungstendenz: Für Steuererhöhung.

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Grundsteuer.

Die CDU wehrte sich seit Jahren gegen eine Mehrbelastung der Grundstücksbesitzer. Ob das auch heute noch so ist, ist völlig ungewiss. Denn mit ihrer einstigen Berechenbarkeit ist es längst vorbei. Fraktionschef Kolberg hat das zuletzt mit seiner Wendehals-Politik in Sachen Altanschließer bewiesen. Abstimmungstendenz: Alles ist möglich.

Für den einstigen Finanzexperten der Linken, Hans-Georg Bäumer, Prokurist eines mittelständischen Unternehmens, war eine Grundsteuererhöhung indiskutabel, so lange die Gemeinde über ein dickes Sparbuch verfügt. Heute sind über 10 Millionen Euro in der Gemeindeschatulle. Problem: Bäumer wurde 2019 nicht mehr in den Gemeinderat gewählt. Bei den Linken sitzen daher nur noch mit Familienbudgets vertraute Freizeitpolitiker am Tisch. Abstimmungstendenz: Für Steuererhöhung.

Das BürgerBündnis sprach sich in der Vergangenheit stets gegen Mehrbelastungen der Bürger aus. In den letzten Monaten ergriff es bei öffentlichen Belangen Partei für die Bewohner. Abstimmungstendenz: Gegen Steuererhöhung.

In den Reihen der SPD saß im letzten Jahrzehnt kein Kenner der Finanzen. Auch heute nicht. Die Genossen unterstützten stets kritiklos den Kurs des von ihnen nominierten Bürgermeisters Mücke. Abstimmungstendenz: Für Steuererhöhung.

Im Gegensatz zu Klaus Schmidt gilt AfD-Fraktionschefin Sigrid Herion als verlängerter Arm von CDU-Chef Kolberg. Ihr Ehemann Peter, der aus gesundheitlichen Gründen 2019 seine AfD-Kandidatur abbrechen musste, kam aus der CDU und ist mit Kolberg gut bekannt. Abstimmungstendenz: Herion stimm wie CDU.

20 Responses to Enttarnt: Bürgermeister Mücke plant Grundsteuer-Hammer!

  1. Bernd Puhle
    10. April 2021 at 17:05

    Wenn der Hebesatz der Grundsteuer B in Eichwalde 375% und in Zeuthen 365% beträgt, dann ist er für Schulzendorf mit 340% doch genau richtig. Eine Erhöhung auf 409% wäre völlig unangemessen. Was hat denn Schulzendorf schon zu bieten. Herzlich wenig. Außerdem steht in den nächsten Jahren (spätestens 2025) sowieso bundesweit eine grundlegende Reform der Grundsteuer an. Weshalb will man da jetzt die völlig überforderte Gemeindeverwaltung mit einer Neuberechnung der ganzen Grundsteuerbeträge belasten?

  2. B. Hartenstein
    5. April 2021 at 13:41

    @Jörg
    Anfang der 90ziger Jahre lag bereits ein Investoren-Antrag zum Bau von sozialgestützten Wohnungen für dieses Gebiet vor. Ähnlich denen wie in Rudow, Neudecker Weg. 15 Jahre Mietzuschuss vom Land, 15 Jahre Mieterhöhungsbremse, dann Umwandlung in Eigentumswohnungen. Also 30 Jahre Zeit für Mieter über die Zukunft nachzudenken.
    Leider platzte dieser Vorschlag, SPD mit der Mehrheit im Gemeinderat lehnte das ab.
    Ja, ja Schulzendorf hat viele solcher Geschichten …. vor und nach der Wende ……

  3. B. Hartenstein
    5. April 2021 at 13:33

    @Lärmgegner
    Na dann haben wir ja etwas gemeinsam – die 70 Jahre Erfahrung in und mit Schulzendorf.
    In diesem Sinne noch ein schönes restliches Osterfest

  4. Bürger zweiter Klasse
    5. April 2021 at 10:46

    Wenn man den Hals nicht voll bekommt…
    Ansonsten braucht man nichts für’s Volk machen, Abzocken reicht.

  5. Jörg
    5. April 2021 at 09:34

    Wie 1989 in Leipzig – Das Volk spricht seine Wut aus und die jungen Muttis rufen nach der Staatsmacht, weil durch die Demos die Kinder wohl nicht schlafen können. Ego – Pflege vom Feinsten

    Der Ritterschlag ist keine Erfindnung der Neuzeit Gemeinde – ein Parzellierungsvorschlag gibt seit ewta 1930. Der Ritterschlag könnte genauso aussehen wie der Zeuthener Winkel – aber diese könnte – gibt es eben nicht. Selbst Dr. Burmeister wollte dieses Gebiet nutzen – als Siedlungsbiet für die Vertriebenen aus dem Absiedungsgebiet Einflugschneise BBI.

    Die Schulzendorfer Geschichte ist geprägt mit dem Investor Israel, ein Kapitel deutscher Unrechtsgeschichte – und sie wird seitn 100 Jahren ständig neu geschrieben. Vater Israel würde den Satz bestimmt auch unterschreiben – Wenn Du was Gutes tun willst, wirst du nur schlecht gemacht.

    Tschüß

  6. uwe rappe
    5. April 2021 at 08:41

    @ Suse – Neu hier ? Die Wessis in der Gemeinde wollen Radwege und Gehwege für den Ritterschlag und LED- Beleuchtung für die neue Straßenbeleuchtung in Mühlenschlag.

    Die anderen Gebiete in Schulzendorf interessieren nicht, da werden die Gehwege und die Straßenbeleuchtung zurückgebaut und Straßen durch Baumaßnahmen zerstört – geschweige instandgesetzt. Mit wird aber übel, wenn Leute wie Sie derartige Dinge runtgerbrechen und eine Brille brauchen – um derartige Dinge zu sehen.

  7. Lärmgegner
    5. April 2021 at 08:21

    @ Suse Da Sie keine Ahnung vom Planungsrecht und städtebaulichen Verträgen haben, Beethovens 9 Sinfonie nur für sich auslegen, Baukonzernen die Gier der Maximalprofilwirtschaft auf Kosten der Allgemeinheit mit Beifall bedenken und vermutlich noch Beifall klatschen, wenn Menschen ihre Grundrechte ( Nachtruhe am BER z.B. ) genommen werden – kann man nur dem EX – Bürgermeister von Neu Köln zitieren : Wer mit den Finger auf andere zeigt, zeigt mit mindestens drei Finger auf sich . Schämen Sie sich für derartige billigen Unterstellungen !

  8. Suse
    4. April 2021 at 23:21

    Mir wird auch übel, wenn ich lese wieviel Hass hier über das neue Wohngebiet verbreitet wird. Eine Antidiskriminierungsstelle wäre in der Gemeinde wohl mal angebracht. Beseitigt doch mal endlich Eure Mauer in den Köpfen. Das ist doch hier nur ein einziger Ost-/Westkonflikt, der hier ausgetragen wird. Echt traurig! Aber leider immer noch wahr!

  9. Lärmgegner
    3. April 2021 at 17:02

    @ B. Hartenstein Schulzendorf ist verloren- hier hat sich die ganzen Jahre nichts geändert. Jeder gute Ansatz wird politisch zerrieben. Die BM haben sich immer an die Spitze von Vorhaben gestellt , um jeden Widerstand in ihrem Sinne zu kanalisieren und zu brechen. Jetzt wird Werbung im Ritterschlag gemacht, um dort Wählerstimmen einzusammen – weil die alten Schulzendorfer nicht mehr zur Wahl gehen- sie sind erschöpft, frustriert und sauer.

    Ich bin vor 70 Jahren in Schulzendorf geboren und hier aufgewachsen – Leider

    In der Einflugschneise des BER s gibt es aus technischen, wirtschaftlichen und politischen Gründen kein Schutz der Bevölkerung vor Malle – Flugzeugen, jedoch Ausgangsbeschränkungen – um diesen Flugzeugdreck intensive geniesen zu können. Haben Sie von unserem Dorfschulzen und dieser GV schon mal was anderes gehört, als das Nachblaba von Berlin oder Potsdam oder der eigenen Verwaltung.?

    Selbst auf dem Friedhof hat man nicht mal Ruhe von diesem Unvermögen !

  10. B. Hartenstein
    3. April 2021 at 13:27

    @Lärmgeger
    Ich weiß nicht, ob Sie Alteingesessener, also hier geboren sind. Wenn nicht, sind Sie auch ein Zugezogener.
    Was können die Menschen, die hier leben möchten, dafür, dass unsere Verwaltung und der GV-Vorsitzende so ein schlechtes Beispiel abgeben ?
    Es sind doch die “Alteingesessenen”, die Mücke und Co. incl. Gemeinderat gewählt haben, oder nicht ? Vielleicht machen es die Zugezogenen besser und lassen sich nicht blenden von Tanzstunden oder selbstherrlichem Geschwätz.
    Als ich gestern mal so durch den Ritterschlag gegangen bin, gebe ich Ihnen in einem Recht, die Architektur im Bezug auf eine Gartenstadt hat das Ziel voll verfehlt.
    Aber, wie gesagt, dafür können die Menschen nicht, die dort wohnen. Ich weiß, dass Einige aus z.B. Kreuzberg, Tempelhof hierher gezogen sind. Und da ist alles besser als dort, sogar ein Ritterschlag.
    Ich leiste auch keine “Hilfsarbeit” – für niemanden !- ich bitte nur um Fairness anderen Menschen gegenüber, die für die Unfähigkeit unserer Politiker nichts können.
    Lassen Sie uns doch zusammen lieber etwas tun, damit sich das in ein paar Jahren ändert.

  11. Lärmgegner
    3. April 2021 at 09:08

    Und wieder eine Wirbelschleppe über Schulzendorf , ist ja nur über den Eichberg – ganz weit weg – bis das der erste Dachziegel fällt. Einstein würde sich bstimmt sicher sein, das die Maskenpflicht eingeführt würde, um den Menschen den Dreck von den Flugzeugen zu ersparen.

    Aber das kostet eben – und Mücke reagiert richtig – soviel Luxus muß der Schulzendorf eben über Mehrsteuern bezahlen. Dafür liegen jetzt auch noch die Kundekotbeutel auf den Postkästen in der Parmannstraße. Die Kultur in Schulzendorf ist nicht mehr zu steigern ! Danke Herr Kolberg, Danke Herr Mücke, Danke Herr Körner, Danke Frau Tauche – sie sind eben nur für sich zuständig und alles andere sind eben Einzelmeinungen . Rosinenpicken 365 Tage im Jahr

    Danke für die Anteilnahme, die Selbstzufriedenheit und das Verständnis für Sich .

  12. Lärmgegner
    3. April 2021 at 08:48

    @ B. Hartenstein Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben- Verständnis ist in dieser Gemeinde aufgebraucht. Die Zugezogenen Kolberg und Mücke innteressien sich einen Dreck um die Sorgen der Altgemeinde Schulzendorf – machen aber Führungen durch den Ritterschlag o.a. für die Renter , um nicht fehlende Defizite angesprochen zu werden. Diese Entwicklung wird dazu führen, wie z.B. die Entwicklung in Hoherlehme – wo eine Gemeinde selbst noch ihren Ortsnamen eingebüßt hat. Danke für Ihre Hilfsarbeit !!!

  13. B. Hartenstein
    2. April 2021 at 21:58

    @Gollum
    Das war jetzt aber ein Hieb unterhalb der Gürtellinie. Solche Bemerkungen fördern bestimmt kein gegenseitiges Verständnis.
    Schade!

  14. Lärmgegner
    1. April 2021 at 14:19

    @Fatma Darzi Was soll das ? Petra hat es doch eindeutig geschrieben : Wegen der häßlichen Einheitshäuser Häuser – Schulzendorf ist eine Gartenstadt – sehen Sie sich unser Wappen an ! Und es ist mit unterschiedlichen Häuserformen gewachsen ! Die Copomutersiedlung Ritterschlag hat nichts mit unserer Gemeinde zu tun, wo man nicht mal weiß, ob man im richtigen Haus ist. Und falls Sie es immer noch nicht verstanden haben, uns erinnert diese Siedlung an Marzahn mit Plattenbauten ohne einen Bezug zu einer Gemeinde. Oder gibt es im Ritterschlag z.B. Obstbäume ?

  15. Insider
    31. März 2021 at 07:42

    Wer auf die Seite der Gemeinde geht und sich den Haushalt 2021 anschaut,da genau die Ausgaben für die Gemeindevertretung ansieht, wird feststellen, dass sie von 25.000 Euro auf 65.000 steigen (Seite 17, Punkt 17).

  16. Jo
    30. März 2021 at 15:01

    Mann kann nur weinen wenn man das hier liest! Einfach mal zur Gemeindevertreter Sitzung gehen und alle mitnehmen und nicht hier rumheulen!

  17. Jörg
    30. März 2021 at 07:37

    JA und, die Gleichgültigkeit der Schulzendorfer wird es den Bürgermeister das zu tun, wozu er Lust hat. Kreuzberger Verhältnisse wird er wohl schaffen wollen- da wo jeder macht was er will und die Polizei auch nur wegschaut.

    Die Kultur in Schulzendorf hat und wird sich nicht verändern. Wer es sich leisten kann, wird Schulzendorf allein wegen dem BER verlassen. Alle anderen werden die hohen Friedhofsgebühren wohlwollend für die Mückekultur befreiwillig zahlen.

    Die, die sich um Schulzendorf gekümmert haben, sind von den Bürgern noch abgewählt worden. Alles unglaublich.

  18. Olli
    30. März 2021 at 06:57

    Zig Millionen in der Rücklage, die Gehälter im Amt steigen drastisch, Geld wird für ungerechtfertigte Prozeße aus dem Fenster geworfen und der Bürger darf die Mißwirtschaft von Verwaltung und der GV mit einer höheren Grundsteuer bezahlen. Schämt ihr Euch nicht?

  19. Lärmgegner
    29. März 2021 at 22:00

    Alles schön im Luftkurort Schulzendorf . die Menschen sollen alles bezahlen, damit die da oben in vollen Zügen Flughafen leben können.

    Anstatt sich mal um lebenswichtige Dinge zu kümmern- die Südbahn kann ja ab 2.4.2021 wieder in Betrieb gehen – wird eine Sau nach der anderen durch den Ort gejagt, die alle Insektenstiche haben.

  20. Kalle Licht
    29. März 2021 at 17:18

    In einer Gemeinde, wo Straßenleuchten 1997 – also vor 25 Jahren abgebaut und nicht ersetzt wurden, wo Straßen nicht in standgesetzt werden, wo Brücken vergammeln oder abgerissen werden, wo bei Schäden nur Verkhrsschilder aufgebaut werden – dafür will man für Lohnkosten noch mehr Geld haben. Wie bescheuert sind denn die Schulzendorfer noch, sich soetwas gefallen zu lassen ?

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