BER – Flugrouten: Hoffmann Vorschläge in der Warteschleife!

14. Oktober 2013
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Heute beriet die Fluglärmkommission über die Konsequenzen aus dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin Brandenburg. Das hatte Nachtflüge über die Gemeinde Blankenfelde Mahlow in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr als rechtswidrig erklärt.

Einer, der den Mitgliedern der Fluglärmkommission (FLK) gut bekannt ist hatte gleich fünf Vorschläge im Gepäck – Marcel Hoffmann aus Eichwalde! Unter anderem sollen die Ortschaften Mahlow und Blankenfelde nördlich umflogen werden. „Die Anzahl der stark betroffenen Bürger würde sich drastisch von über zehntausend auf wenige Hundert verringern.“, argumentiert der Eichwalder Pilot.

Die Vorschläge von Marcel Hoffmann befinden sich in der Warteschleife! (Foto: Wolff)

Die Vorschläge von Marcel Hoffmann befinden sich in der Warteschleife! (Foto: Wolff)

Auch für eine Optimierung für den Ostabflug von der Südbahn plädiert der frühere Banker. Im Anschluss an die nach ihm benannte „Hoffmann – Kurve“ könnten Maschinen weiter nach Süden, dem Verlauf der Autobahn A13 bis hinter Bestensee folgen und erst hinter dem Pätzer Hintersee nach Osten abzudrehen. Königs Wusterhausen und Wildau würden nach Hoffmanns Argumenten damit entlastet werden.

Seine Vorschläge zielen nicht auf konkrete Flugroutenänderungen ab. Vielmehr möchte er, dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) Lärmberechnungen des Vorschlages anstellt um sie später mit den festgelegten Flugrouten vergleichen zu können. Erst dann könne man nach seiner Sicht Entscheidungen fällen.

Mehrere Umlandgemeinden hatten sich für die Prüfung der Hoffmann Vorschläge stark gemacht. Doch auf Grund mehrerer Anträge zur Geschäftsordnung wurde Marcel Hoffmann die Möglichkeit genommen, seine Ideen vorzutragen. Die Mehrheit der Mitglieder der FLK wollten zum jetzigen Zeitpunkt nicht darüber reden. Hoffmanns Vorstellungen wurden zwar nicht ad acta gelegt, doch deren Behandlung wurde „auf unbestimmte Zeit“ verschoben.

„Damit bleibt die gewonnene Zeit aus der Bauverzögerung ungenutzt und viele Orte werden auch künftig niedrig überflogen werden, obwohl es vermieden werden könnte.“, konstatiert Hoffmann gegenüber dem Schulzendorfer.

Ein Antrag, überhaupt nicht mehr über Flugrouten zu diskutieren, wurde dagegen abgelehnt.

4 Responses to BER – Flugrouten: Hoffmann Vorschläge in der Warteschleife!

  1. Dr.Stein
    16. Oktober 2013 at 23:58

    Sowohl “Hoffmann`s Erzählungen” wie auch die Wildauer Gegenlärm-
    Vorstellungen basieren auf dem Sankt-Florian-Prinzip.
    Hiernach soll die volle Wucht allen Flugverkehrs mit seinen grauen-
    vollen Folgen die Anwohner der Westseite der Südbahn und der Ostseite der Nordbahn (mit Bohnsdorf,Karolinenhof, Müggelheim, Hessenwinkel) treffen, die geradezu in die Lärmhölle geschickt werden. Der Standort ist falsch,da hilft keine Hoffmann-Kosmetik!
    H.Stein (Müggelheim)

  2. wachtmeister
    15. Oktober 2013 at 20:44

    Herr Hoffmann ist Ex-Banker und kein Pilot, sondern Hobbypilot – das bin ich auch. Aber seitdem im letzten Jahrhundert der brandenburger Ex-Pfarrer und Möchtegern-Sozialdemokrat Stolpe vor dem berliner Ex-CDU-Politiker Diepgen in seiner “Standhaftigkeit” niederkniete, habe ich selten soviel Schwachsinn gelesen, wie
    von dieser sogenannten „Hoffmann – Kurve“.
    @BingeLaden hat recht, Herr Hoffmann feilscht wie auf einem Basar, und hier geht es um die Gesundheit der Bürger – aber in allen Umlandgemeinden! Haben Ex-Banker eine Moral? Schäm dich, Herr Hoffmann, und unsere alle Hoffnung stirbt zuletzt…..

  3. Kerstin Walter
    15. Oktober 2013 at 11:31

    Die Zusammensetzung der FLK stand schon mehrfach in der
    Kritik. Dieses Abstimmungsergebnis ist ein weiterer Beweis dafür. Wie kann man bei der extremen Belastung der direkten Anliegergemeinden gegen aktuelle Vorschläge zur Prüfung und Berechnung lärmschonender Flugverfahren und möglicher Optimierungen von Flugrouten stimmen? Diesmal waren nicht die Gesellschafter des BER unsere Feinde, sondern unsere eigenen “Volksvertreter”.

    Wer so handelt, hat sich disqualifiziert.

    Kerstin Walter

  4. BingeLaden
    BingeLaden
    15. Oktober 2013 at 09:25

    Der Beratungsverlauf ist Ausdruck dafür, dass das Solidarprinzip unter den Bürgermeistern längst unter den Tisch gefallen ist. Jeder kämpft für sich, sollen die Blankenfelder doch ihren Lärm behalten. Hauptsache über unsere Gemeinde wird nicht geflogen.Herr Hoffmann, Ihre Kurve hat Schulzendorf entlastet, das ist richtig. Aber Ihr BB – Model wird Bohnsdorf mehr belasten, das ist jedenfall mein Eindruck. Und da komme ich auf den Ursprung zurück. Der Flughafen steht am falschen Fleck, alle Politiker, alle Verantwortlichen in Ministerien, Ärzte, Gutachter haben das inzwischen zugegeben. Doch niemand tut etwas dagegen! Nein, es wird wie auf dem Basar darüber gefeilscht, wie der Lärm möglichst gerecht(?) verteilt werden kann. Eine verlogene Debatte!

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