Schulzendorf. Seit Jahren steht er kompromisslos auf Seiten der Bürger, wenn es um ihre Interessen in der Region geht: Reinhard Bolduan, der unbequeme Bürgerrechtler gegen rechtswidrige Altanschließerbeiträge, belastetes Grundwasser und der Überbauung in der Gemeinde. Jetzt hat er erneut für Aufsehen gesorgt. Diesmal jüngst im Gemeinderat, wo er das geplante Schulprojekt mit der Gemeinde Schönefeld scharf kritisierte.
Der Grund? Der ausgewählte Schulstandort liegt in der Ultrafeinstaub-Abgasfahne des Flughafens BER! Und das ist kein kleines Problem: Wissenschaftliche Studien belegen nach den Worten von Bolduan, dass diese winzigen, gesundheitsschädlichen Partikel bis zu sieben Kilometer vom Flughafen entfernt messbar sind. Und nur ein paar hundert Meter vom BER entfernt sollen bald Kinder zur Schule gehen. „Die Gesundheit wie vieler Kinder wollen Sie aufs Spiel setzen?“, fragte Bolduan den anwesenden Schönefelder Bürgermeister Hentschel unmissverständlich.
Doch anstatt qualifiziert zu antworten, polterte ihm ausgerechnet vom Grünen-Politiker Andreas Körner scharfe Gegenwehr entgegen. Körner bezeichnete Bolduans Sorgen als „populistische Panikmache“ und warf ihm vor, die Bevölkerung nur zu verunsichern. „Sie sind dickköpfig“, fauchte er, „es gibt keine besonderen Auffälligkeitswerte!“ Die Fakten sagen etwas anderes.
Die hässliche Körner Attacke zeigt: Zwischen Bürgerrechtler und Politiker fliegen die Fetzen und mitten drin stehen die Kinder, deren Gesundheit auf dem Spiel steht. Ob der Schulstandort wirklich sicher ist, bleibt umstritten. Klar ist aber: Wer Augen und Ohren verschließt, riskiert mehr als nur schlechte Schlagzeilen.
Körner, der im Deutschen Bundestag Spitzenpolitikern der Grünen beratend zur Seite steht, fällt mit einem Stil gegenüber Bürgerrechtler Bolduan auf, der alles andere als politiktauglich wirkt.
.


Das schreiben Leser