Schulzendorf. In einer Gemeinde, in der die Sicherheit der Kinder oberste Priorität haben sollte, bahnt sich ein politisches Drama an. Nach der Beinahe-Katastrophe in der Grundschule, wo Stahlträger und Glasscheiben herunterzustürzen drohten, wurde 2025 ein zeitweiliger Ausschuss ins Leben gerufen, um die seit mindestens 2020 bekannten Schäden am Schuldach zu klären und zukünftige Gefahren an kommunalen Liegenschaften zu verhindern.
Doch jetzt, wo die öffentliche Empörung darüber längst nicht abgeebbt ist, droht die Fraktion Linke/Grüne mit einem Antrag zur Auflösung des Aufkläringsausschusses. Der Grund: Man sehe „keinen Plan“ und erkenne kein „dringliches Aufklärungsinteresse“, so Andreas Körner (Grüne).
Da stellt sich eine Frage: Wie kann man bei solch gravierenden Sicherheitsrisiken so kaltschnäuzig agieren? Dieser Schritt scheint eine klare Abkehr von jeglichem Verantwortungsbewusstsein zu signalisieren.
Bereits 2025, als der Ausschuss beschlossen wurde, wetterten SPD, Linke und Grüne gegen ihn und pochten darauf, alles im Ortsentwicklungsausschuss zu besprechen. Ein Ansatz, der in Anbetracht der komplexen Ereignisse mehr als naiv erscheint. In den Reihen der drei Fraktionen sitzt nicht ein Gemeinderat mit fundiertem bautechnischem Sachverstand.
Ein Blick zurück zeigt, wie wichtig eine detaillierte Untersuchung ist. Der Untersuchungsausschuss von 2017 in Zeuthen, der sich mit dem drohenden Einsturz des Sporthallendachs beschäftigte, konnte beweisen, dass solche ernsten und umfassenden Themen in turnusmäßigen Ausschusssitzungen nicht adäquat behandelt werden können.
Es bleibt zu hoffen, dass der Gemeinderat nicht nachgibt und den Aufklärungsausschuss bestehen lässt. Die Sicherheit der Kinder darf nicht zur politischen Spielwiese von SPD, Linken und Grünen verkommen! Morgen um 18.30 Uhr tagt erstmals der Ausschuss unter Leitung von Peter Schulze (Gemeinsam für Schulzendorf).


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