Hat das Rathaus Schulzendorfs GroĂźprojekte im Griff?

3. März 2017
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Schulzendorf. Das Jahr 2017 ist nur wenige Tage alt, da gibt neue Hiobsbotschaften zu den bedeutenden Bauprojekten in der Gemeinde.

„Wir werden am 1. März 2017 ein Baufeld haben, auf dem wir mit den Kita Arbeiten beginnen können.“, hatte Bauchef Sonntag im Kita Sonderausschuss am 13.12.2016 fest versprochen. Doch nun kommt alles anders.

Seidem beim Kita Neubauprojekt wochenlang so gut wie nichts geschah, sind zu Beginn des Jahres während der Abrissarbeiten Schwierigkeiten aufgetreten, die zu einer Verzögerung führen. “Viele Substanzen waren untrennbar mit anderen Stoffen verbunden, was zu einem höheren Arbeitsaufwand in der Sortierung führte.“, klagt Bürgermeister Mücke. Auch die „extreme Witterung“ sei Schuld dafür, dass der ursprünglich vereinbarte Termin nicht eingehalten werden konnte.

Viele Kommunen setzen Beschleunigungsprämien aus, um Bauprojekt termingerecht abzuschließen. (Foto: mwBild)

Viele Kommunen setzen Beschleunigungsprämien aus, um Bauprojekte termingerecht abzuschließen. (Foto: mwBild)

Stichhaltig sind seine Begründungen allerdings nicht. Dass im Winter die Temperaturen für längere Zeit auch im Minusbereich liegen können und dass bei Abbrucharbeiten dieser Komplexität die Trennung verschiedener Materialien schwierig werden könnte, sollte auch für den Inhaber des Abbruchunternehmens, einem Tischlermeister, vorhersehbar gewesen sein. Wegen des erhöhten Sortierungsaufwands steigen möglicherweise auch die Kosten.

Genau vor diesem Szenario warnen Bau – Experten immer wieder: Die Vergabe von Bauleistungen rein nach dem Preis berge das Risiko, dass sich der vermeintliche Vorteil des Billigbieterprinzips auf lange Sicht in sein Gegenteil fĂĽr den öffentlichen Auftraggeber verkehre.

„Erst planen, dann bauen.“ Was nach einer Binsenwahrheit klingt, wurde vom Rathaus vernachlässigt. Beispiel: Die Arbeiten beim Hortanbau sind in vollem Gang, da wird bekannt, dass im Anbau fast nur kaltes Wasser vorhanden sein wird. Bürgermeister Mücke verteidigt die Kaltwasser Entscheidung, sie sei ein „Geschäft der laufenden Verwaltung“. In Wirklichkeit ist es aber fehlende Kooperationskultur. Nach dem Aufschrei von Eltern und Abgeordneten wurde umgeplant. Und auch hier dürfte die Warmwasser Installation nicht kostenlos zu haben sein. Auch das ist eine Binse: Sachliche und regelmäßige Kommunikation ist ein Schlüssel des Erfolges beim Bauen.

Apropos Kosten: Abgeordnete wollten jüngst wissen, ob die erzielten Ausschreibungsergebnisse für die Bauleistungen der beiden wichtigen Bauprojekte im ursprünglich geplanten Finanzrahmen liegen. Schließlich geht es um Millionen Steuergelder, deren Verwendung überwacht werden muss. Bürgermeister Mücke konnte die Frage nicht beantworten. „Wenn wir Ergebnisse erzielt hätten, die zur Beunruhigung führen sollten, hätten wir uns geäußert.“, so das Gemeindeoberhaupt. Nach einem exakten Kostencontrolling durch die Verwaltung hört sich das nicht an.

Bleibt zu hoffen, dass Bewohner und Nutzer beide Projekte nach ihrer Fertigstellung nicht nur mit den Worten KOSTENEXPLOSION und TERMINVERZUG verbinden.

4 Responses to Hat das Rathaus Schulzendorfs GroĂźprojekte im Griff?

  1. Insider
    4. März 2017 at 08:45

    @Patriot: Das hat mit Rot, Schwarz oder Grün vordergründig nichts zu tun. Ausschließlich die Qualität der Mitarbeiter im Bauamt ist entscheidend.Und für die ist Herr Mücke zuständig.

    Ende November wird der Hortanbau nie fertig.Wir haben März und vom Rohbau ist weit und breit mnichts zu sehen. Die Gemeindevertreter lassen sich nach Strich und Faden veräppeln. Was ihnen Sonntag erzählt glauben sie. Das Bauamt sollte vollständig aufgelöst werden. Es kann nicht besser mit ihren teuren Mitarbeitern. Wenn jetzt der Abbruchmensch der Kita Nachforderungen stellt, dann frage ich mich, wie Frau Eder den Inhalt der Ausschreibung verfasst bzw. freigeben konnte. Sämtliche Leistungen des Bauamtes an Dienstleister und Firmen übergeben und ausschließlich leistungsorientierte Honorierung vereinbaren.

  2. Patriot
    3. März 2017 at 16:11

    egal welches projekt was unter obhut der roten durchgefĂĽhrt wird scheitert! siehe BER nur wird dort keiner zur rechenschaft gezogen …es sind ja nur steuergelder!! aber es gibt ja noch immer genug leute die nicht lernen und diese immer wieder wählen !!! so lange diese nicht bestraft werden wird sich nichts ändern !!!!!!!

  3. Ramsauer
    3. März 2017 at 10:30

    Kein privater Bauherr könnte es sich leisten, so zu bauen.

  4. Arno NĂĽhm
    3. März 2017 at 09:05

    Man man man; diese Unfähigkeit stinkt zum Himmel :( :( :( aber warum wundert mich das nicht (BER etc.???) Typisch für Berlin/Brandenburg :(

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