Schulzendorf. Nach unserem Bericht über die geplante Datenfabrik mit mehr als 100 Megawatt Leistung hat sich Bürgermeister Markus Witteck (CDU) dazu geäußert. Seine Worte bringen in einem Punkt Klarheit:
Nach seinem Amtsantritt hat es ein Treffen mit dem Vorhabenträger im Rathaus gegeben. Dabei sei deutlich geworden, dass der ursprünglich vorgesehene Standort neben der Kreuzkirche nicht tragfähig sei.
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Neues Grundstück, alte Fragen
Die Idee einer Datenfabrik in der Region ZES wird aber weiterverfolgt, obwohl sich Mitglieder des Ortsentwicklungsausschusses bereits Ende 2025 deutlich gegen das Vorhaben ausgesprochen hatten. Witteck räumt ein, dass die ablehnende Haltung bekannt sei. Die Bedenken hätten sich vor allem gegen den Standort, die Größe des Projekts und die bislang ungeklärte Identität des Betreibers gerichtet.
Der Vorhabenträger wisse, dass er den Gemeindevertretern entsprechende Informationen liefern müsse, wenn er mit seinem Projekt weiterkommen wolle, so der Bürgermeister.
Doch warum wird eine Projektidee überhaupt weiterverfolgt, solange wesentliche Informationen fehlen und politischer Widerstand erkennbar ist? Wittecks Antwort: Der Gemeinde gehe es derzeit lediglich darum, dem Vorhabenträger die Bedenken zu Standort, Größe und Herkunft der Daten mitzuteilen. Weitere Fragen sollen erst behandelt werden, wenn ein Alternativstandort gefunden ist.
Wirtschaftsministerin im Spiel – aber keine Planung?
Auch das Gespräch mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement bestätigt Witteck. Dabei sei es unter anderem um die grundsätzliche Frage gegangen, wer einen notwendigen Stromanschluss bereitstellen müsste und in welchem Zeitraum dies möglich wäre, unabhängig davon, wo in Schulzendorf eine Datenfabrik entstehen könnte.
Gleichzeitig betont der Bürgermeister, dass die Gemeindeverwaltung selbst keinerlei Planungen betreibe. Es gebe dafür weder einen Auftrag noch ausreichende personelle Kapazitäten. Auch Aufträge seien bislang nicht erteilt worden. Für die Gemeinde seien deshalb keine Kosten entstanden, versichert Witteck.
Bürger sollen später informiert werden
Einen Zeitplan für die Projektidee gibt es laut Witteck nicht. Sollte der Vorhabenträger ein geeignetes Grundstück finden und sollten die Rahmenbedingungen, insbesondere Stromversorgung und Kühlung passen, wolle er die Öffentlichkeit informieren. Gemeinsam mit der Gemeindevertretung solle dann geprüft werden, in welcher Form die Bürger beteiligt werden können und müssen.
Das klingt nach Transparenz für einen späteren Zeitpunkt. Doch gerade bei einem Vorhaben dieser Größenordnung stellt sich die Frage, wann die Öffentlichkeit eingebunden wird: erst dann, wenn wesentliche Weichen bereits gestellt sind, oder schon bevor aus einer Projektidee konkrete Planungen werden?
Die Datenfabrik ist also nicht vom Tisch. Sie könnte lediglich einen anderen Standort bekommen. Und damit beginnt die Diskussion möglicherweise erst richtig.

Obelix, der Kandidat hat 100 Punkte.
„Beim Weißen Fleck hat die Gemeinde die Anlieger zahlen lassen, während der Investor nur einen Bruchteil trug — und danach wurde sein Wald kurzerhand zu Bauland umgewidmet. Ein Muster, das man sich merken sollte. Falls sich zeigen sollte, dass das Datenfabrik-Gelände demselben Investor gehört, ist die Entscheidung in Schulzendorf ja quasi schon gefallen: Beim Weißen Fleck haben die Anlieger gezahlt. Bei der Datenfabrik zahlt eben ganz Schulzendorf über Strompreise, Infrastruktur und die Flutgrabenaue. Man muss nur die Augen aufmachen.”
Lieber Herr Witteck, ich habe Ihnen 2025 mein Vertrauen in der Hoffnung geschenkt, dass der Spuk von Mücke endlich ein Ende hat. Enttäuschen Sie mich bitte nicht. Lassen Sie nicht zu, dass in der Gemeinde ein Projekt entsteht, dass Ziel von linken Extremisten werden kann. Wie mir bekannt wurde, ist Ihre Parteifreundin Boy von der Firma Boy ein Anhänger des Vorhabens. Bringen Sie bitte diese Frau zur Vernunft, sie soll die Bürgerinteressen vertreten und nicht die unbekannter Investoren.