Igelhilfe: Wie eine Schulzendorferin zum Lebensretter wird!

29. März 2026
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Letzten Sonntag rief die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED e.V. deutschlandweit zum Hilfstag für Lebenshöfe, Tierheime und Auffangstationen auf. Ein ein wichtiger Tag, der auf das oft unterschätzte Engagement für unsere pelzigen und stacheligen Freunde aufmerksam machen soll. Im Fokus steht dabei auch die Tierschutzbildung von Kindern und Jugendlichen, etwa durch die Online-Ausbildung für angehende Tierschutzlehrkräfte.

 v.l.: Lian Hoffmann (ANIMALS UNITED e.V.), Ilona (Igelhilfe Schulzendorf), Lynn Hoffmann (ANIMALS UNITED e.V. Foto: Lynn Hoffmann

v.l.: Lian Hoffmann (ANIMALS UNITED e.V.), Ilona (Igelhilfe Schulzendorf), Lynn Hoffmann (ANIMALS UNITED e.V. Foto: Lynn Hoffmann

Doch während große Organisationen bekannt sind, gibt es auch stille Helden des Alltags wie Heike aus dem Schulzendorfer Kastanienweg 22. Sie hat 2018 die Igelhilfe Schulzendorf e.V. ins Leben gerufen und kämpft seitdem mit voller Kraft fürs Überleben der kleinen Stachelwesen. Ein besonders dramatischer Fall ist der von Igel Anja: Am Straßenrand gefunden, drehte sie sich unaufhörlich im Kreis. Eindeutig ein Zeichen eines Schleudertraumas nach einem Überfahren. Ohne Heikes unermüdlichen Einsatz wäre Anja heute nicht mehr unter uns.

Die Story von Heike liest sich wie aus einem Drama: Durch Zufall kam sie zu ihrer Mission, als sie zwei verletzte Igel fand und nicht wegsehen konnte. Ihre Hingabe ist grenzenlos. 90 % ihres Gehalts steckt sie monatlich in die Igelstation, dazu kommen zahllose Stunden ihrer Freizeit. Während andere Urlaub machen oder entspannen, sorgt Heike dafür, dass aktuell 26 Igel bei ihr versorgt werden; weitere 30 haben ihre engagierten „Pepplerinnen“ aufgenommen.

Das Geld ist knapp, Spenden sind seit Jahresbeginn rar, doch Heike bleibt standhaft: „Verantwortung kann man nicht einfach beiseiteschieben“, sagt sie. Gerade an Feiertagen stehen Menschen vor ihrer Tür und bringen verletzte Tiere. „Nein“ sagen ist keine Option. Die Igelhilfe versorgt täglich 56 hungrige Mäuler, fast alles auf eigene Faust.

Dabei brauchen die kleinen Stacheltiere dringend Unterstützung: Igel sind vom Aussterben bedroht, da sie kaum noch Futter finden. Was sie aus Verzweiflung fressen, macht sie krank. Wer einen Garten hat, sollte ihn igelfreundlich gestalten, rät Heike.Das würde Stationen wie ihrer enorm helfen.

Wer selbst helfen will, findet auf den Facebook-Seiten „Igel Hilfe Schulzendorf – für Igel in Not“ und „Igelhilfe Schulzendorf Tipps, Tricks, Hilfe – Das Original“ wertvolle Infos. Die Botschaft von Heike ist klar: Jeder kann zum Helden werden, für die kleinen Wildtiere direkt vor der eigenen Haustür!

Unser Gastautor Lynn Hoffmann arbeitet ehrenamtlich für die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED e.V.

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