Schulzendorf/Schönefeld. Grüne, Linke und SPD aus Schulzendorf stimmten am 29.05.2024 mit ihrer Mehrheit im Gemeinderat holterdiepolter für den Bau einer gemeinsamen Grundschule mit der Gemeinde Schönefeld.
Der von Ex-Bürgermeister Mücke (SPD-nominiert) unterstützte Ideologiebeschluss wurde trotz Bedenken von Rathaus Finanzchef Alexander Reech, ohne stichhaltige Alternativen betrachtet zu haben, ohne das klar war, ob die Gemeinde überhaupt für die nächsten 40 Jahre jährlich einen Bedarf an 180 Schulplätzen hat und ohne geprüft zu haben, welche Belastung durch die gesundheitsgefährdenden Ultrafeinen Partikel (UFP) am Schulstandort entstehen werden, gefasst.

Waltersdorf: Hier sollen bald 250 Kinder in Containern die Schule besuchen. Hentschel schweigt! (Foto:mwBild)
Die Gemeinde Schönefeld errichtet derzeit in Waltersdorf, an der Kreuzung Schulzendorfer Straße/Königs Wusterhausener Straße, eine Containerschule, in der Schüler, bis das „Leuchtturmprojekt“ errichtet ist, interimsweise untergebracht werden sollen.
Abgeordnete aus Schulzendorf sind nicht nur davon überrascht. Auch darüber, dass die Gemeinde dafür rund 1,7 Millionen Euro zahlen muss
Der Standort stellt wegen der gesundheitlichen Gefahren für 250 Kinder ein Risiko dar. Es ist ein Ort, über dem eine Glocke von massenhaft schädlichen Ultrafeinen Partikel (UFP) schweben dürfte und wo von startenden Flugzeugen auf der „Hoffmann-Kurve“ Lärmpegel von über 70 db(A) gemessen werden.
„Der Standort in Waltersdorf wurde gewählt, da dieser die Anforderungen an Baurecht und Größe erfüllt.“, erklärte eine Rathaussprecherin gegenüber dem Schulzendorfer. Und weiter: „Eine Risikoabschätzung in Bezug auf eine potentielle UFP-Belastung ist im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens nicht erforderlich. Der Standort wurde mangels Alternativen im Einvernehmen mit der Gemeinde Schulzendorf ausgewählt.“
Aber muss man wirklich nur das überprüfen, was gesetzlich vorgeschrieben ist?
Der Bürgermeister von Schönefeld, Hentschel, ließ die Frage nach der Gesundheitsförderung des Interimsstandorts unbeantwortet. Ein deutliches Zeichen, dass im Eiltempo Entscheidungen getroffen werden, ohne dabei die Gesundheit der Kinder umfassend zu berücksichtigen.
Zunächst war geplant, den Interimsstandort in der Gemeinde Schulzendorf, in der Nähe der Schulzendorfer Grundschule zu errichten. Doch die mit den Eigentümern der Flächen geführten Gespräche führten nicht zum gewünschten Erfolg.
Schönefeld will prüfen, ob UFP-Messungen künftig auch innerhalb der Klassenräume durchgeführt werden können. Der Schulzendorfer meint: Vorsicht wäre besser als Nachsicht!
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