Seitensprung: Serie – Die Grünen in kritischer Sicht

19. Januar 2023
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Oh Gott, möchten zweifelnd mit Hamlet die Grünen rufen, wir könnten in einer Nussschale befangen sein und uns doch für Könige des unendlichen Raums halten.

Sie müssen so denken, weil sie nach ihrer Rolle in der Politik und nach dem Gesicht suchen, das sie hatten, ehe die Welt erschaffen wurde. Im Moment haben sie weder ihre Rolle noch ihr wahres Gesicht gefunden. Sie bleiben Suchende.

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Auch heutzutage ist die Sache für die Grünen nicht einfacher geworden: Sie befinden sie sich wieder einmal im Zwiespalt zwischen Fakt und Fiktion, und sie müssen These und Antithese gleichzeitig vertreten: Einerseits das Klima retten, andererseits das Weiterlaufen von Atommeilern und Kohlekraftwerke beschließen.

Einerseits gegen Krieg und Waffenlieferungen in Kriegsgebiete sein, andererseits Waffen liefern, den Krieg forcieren und die Systemfrage mitentscheiden wollen. Lebensfremd und Menschenfeindlich. Und so predigen sie: „Den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen. Allein bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.“ (1 Korinther 9, 22).

Wir sehen: Die Grünen sind im Garten der Pfade, die sich verzweigen. Sie wollen „Lichtung“ und „Leitwolf“ sein und schielen auf den schönen Namen „Lichtwolf“, der ihnen gestohlen wurde. Denn der Namen „Lichtwolf“ ist zusammengesetzt aus dem Heideggerschen Begriff für das Ereignis der Wahrheit ( „Lichtung“ ) und dem Tier, das weiß, wo es langgeht: dem Leitwolf.

Das sind die Grünen nicht. Sie sind eher die Aktivisten, die das Faktische zerstören. Gelernt haben sie es auch von der U. S. – Präsidentschaftswahl 2016. Spätestens seit dieser Wahl herrscht allgemein die Sorge um die Zerstörung des Faktischen, die sich die Grünen zunutze machen wollen. Sie denken, zwischen Fakt und Fiktion kennen sie sich aus.

Und der verunsicherte Bürger braucht schließlich ihre Hilfe, denn sie sind ja sind die Spezialisten der Zerstörung der Politik. Man sieht doch: Fake News überfluten Internet und Printmedien mit Inhalten, die als Wahrheiten dargestellt werden, obwohl sie wissenschaftlichen Erkenntnissen oder Datenerhebungen widersprechen.

Zunehmend wird deutlich, dass einige Akteure im Politik – und Medienbetrieb sich überhaupt nicht mehr auf das Faktische verpflichten lassen. Wahr ist nicht länger, was durch Tatsachen belegbar ist, sondern was gut zur Erwartungshaltung passt. In dieser gelebten postfaktischen Wirklichkeit der Grünen gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Fakten und Fiktion.

 Sie haben die „Grenzen der Interpretation“, wie sie Umberto Eco beschreibt, ausgelotet: „Eine Fälschung ist etwas nicht wegen seiner inneren Beschaffenheit, sondern kraft seiner Identitätsbehauptung. Fälschungen sind somit vor allem ein pragmatisches Problem.“ Wer sich mit der Politik der Grünen auch nur für einen kurzen Augenblick ernsthaft beschäftigen möchte, muss wissen, dass er sich in ein Labyrinth aus Symbolen begibt.

Jeder Text der Grünen ist, genau wie jede mündliche Unterhaltung, eine Sprachbehandlung mit fingierten politischen Wahrheiten, eine fiktive Parteibesprechung. Dabei wirken sie nicht einmal unsympathisch. Doch sie sind nur gewählt, gelernt haben sie das Fach Politik und Staatslenkung in Ausnahmezeiten natürlich nicht. Aber soll das ein Grund sein, weshalb man mit ihnen Nachsicht haben muss? Nein, natürlich nicht.

33 Responses to Seitensprung: Serie – Die Grünen in kritischer Sicht

  1. Peter Schulze
    4. Februar 2023 at 19:09

    Seit wann sind Friedensdemos eigentlich so erklärungsbedürftig? Da geht es wohl immer um Abrüstung, um sofortige Verhandlungen, um Beendigung der Intervention, usw. Warum sollte das ausgerechnet hier anders sein? Und warum sollte jemand auf Regierungs-Linie gegen diese Politik demonstrieren?

    Wie sich jeder vorstellen kann, sind gerade wir als Bürgerinitiative für Selbstbestimmung nicht uneingeschränkt auf Regierungskurs. Dass für uns ´Die rote Linie´ schon lange überschritten ist, dafür stehen wir jede Woche sowieso auf der Straße. Wir sind nun halt wer wir sind, das können und wollen wir nicht abstreiten.

    Jetzt heißt es für uns alle aber einfach „ZUSAMMEN STEHEN FÜR FRIEDEN“.
    So ist die Demo im Auftrag der Ini angemeldet; das kann man bei der Versammlungsbehörde auch nachfragen und verifizieren. Flyer die das noch etwas spezifizieren, sind im Umlauf.
    Ich zitiere auszugsweise, was wir so oder ähnlich hier demnächst auch als Pressetext einreichen woll(t)en:
    “Die Bürgerinitiative erteilt Krieg, Tod, Leid und Zerstörung eine klare Absage und möchte den sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen erreichen.
    Die Bürgerinitiative fordert von der Regierung auch die Aufnahme sofortiger Friedensverhandlungen, den Erhalt des Wirtschaftsstandortes Deutschland sowie eine Aufarbeitung jahrelanger verfehlter Politik.”

    Ich sage es ganz ehrlich: am Allerliebsten wäre uns vermutlich allen eine riesen Demo von einer Partei die per se für Frieden einsteht und der man nicht pauschal irgendwas böses unterstellt, weil deren Position diesbezüglich immer unumstritten war. Aber diese Partei gibt es offensichtlich nicht mehr und jemanden dem man vertrauen kann, dass er keine Hintergedanken hat oder damit verdient – gibts halt auch nicht.
    Also selbst machen; was bleibt einem anderes übrig.

    Ein Punkt ist mir persönlich noch ganz wichtig: Es soll niemand überredet werden, gelockt, oder sonst was. Wer Skrupel hat ein Risiko einzugehen ´mit den falschen zu demonstrieren´, der soll bitte gern in der Haltung der Stillen Mehrheit bleiben und einfach nichts tun. Sicher ist sicher!
    Oder selbst ´ne Demo anmelden. Da kommen wir dann auch gern hin. Denn es geht um die Sache!

  2. Pusteblume
    4. Februar 2023 at 16:13

    Frau Hartenstein hat wohl recht, wofür oder wogegen man ist und warum, sollte genau beschrieben werden. Das sehe ich auch so.

  3. B. Hartenstein
    3. Februar 2023 at 12:48

    @ Herr Schulze,
    Eine Friedensdemo also, mittels Menschenkette. Vom Prinzip her eine gute Sache. Doch es entstehen gleichzeitig auch viele Fragen, aus der vorhandenen Realität geboren.
    Ich glaube, es gibt kaum einen Menschen, der den Frieden im allgemeinen ablehnt. Doch welchen Frieden meinen Sie denn mit Ihrer Demo ? Gegen wen richten sich Ihre Forderungen ? Und meinen Sie den gesellschaftlichen oder den militärischen Frieden ? Den ersteren werden Sie kaum auf diese Weise erreichen. Wenn ich mir da irren sollte … Chapeau !
    Beim militärischen Frieden schauen wir auf die Ukraine, oder ?
    Aber auch da gibt es keine eindeutige Linie. Geht es um das schnelle, möglichst sofortige Beenden des Leides der Menschen der Ukraine ? Oder um den militärischen Sieg der Ukraine ? Also für oder gegen welche Linie demonstrieren Sie, denn beide gleichzeitig ist eine Illusion.
    Da diplomatische Vermittlungsversuche kaum bzw. so gut wie gar nicht erfolgen durch Staatsvertreter in Europa, wird das Leid der Menschen weiter gehen bis ein militärisches Ergebnis vorliegt. Eine schreckliche Vorstellung. Argumente über eine alleinige Schuld eines Kontrahenten halte ich für absurd. Beide Kontrahenten tragen ihre Schuld zum Entstehen des Konfliktes; dem einen Kontrahenten sind die Nerven durchgegangen, der andere Kontrahent hegt nie geahnte Machtansprüche. Es bedarf klarer Worte, um diesen Gordischen Knoten zu lösen.
    Unsere Regierung hat sich durch ihre Handlungen klar auf die Seite der militärischen Lösung gestellt. Wer schweres Kriegsmaterial für Kampfzwecke liefert, macht das mit dem Zweck, den Sieg zu erringen und nicht den schnellen Frieden. Selbst die Grünen als “Friedenspartei” mit viel Erfahrung auf Friedensdemos sprechen vom Krieg, wie Frau Baerbock und Herr Hofreiter und forcieren mit ihren sehr unüberlegten Worten die Kriegstreiberei nur als dass sie den Frieden als schnelle notwendige Lösung sehen.
    Wenn Sie also am 11. Februar Ihre “Friedensdemo” durchführen, gegen wenn richten Sie Ihre Forderungen, wen klagen Sie an, wo ist hier Ihre “rote Linie ” ?
    Wenn ich mich in Ihre Menschenkette stelle würde, würde ich die gesamte Regierung der Kriegstreiberei, der Unmenschlichkeit und der Ignoranz des Leidens von Menschen – sowohl Ukrainer als auch Russen – anklagen.
    Was also ist Ihr Motto, um Menschen – wie Sie sagen – von der Couch zu locken ?

  4. Pusteblume
    1. Februar 2023 at 13:14

    Es gibt zwar den Wunsch nach Umdenken in der Politik, ein anderes Handeln zu erzwingen, aber es gibt keine gesellschaftlichen Kräfte, die Alternativen schaffen.

  5. Peter Schulze
    1. Februar 2023 at 11:03

    @Frau Hartenstein: Die Menschenkette ist vornehmlich mal eine Friedensdemo.
    Sie ist eben entstanden aus einem Zusammenschluss der Corona-Maßnahmen Gegner aus Schulzendorf und Bestensee. Aber das soll im Hintergrund stehen und man muss eines mal sehen: gäbe es andere Friedensdemos, hätte ich keine anmelden müssen. Selbst zu der Friedens-Demo Donnerstags am Brunnen KW, die von den Linken organisiert wird, kommt nur eine Handvoll Menschen. Der Rest macht diese verächtlich oder ignoriert sie gekonnt. Anscheinend braucht es einen Veranstalter der bürgerlichen Mitte. Und da sehe ich uns schon eher als andere parteigetriebene. Zumindest kann ich meiner Wahrnehmung nach keine Zustimmung zu diesem Krieg verzeichnen. Daher bleibt die Frage warum es nur so wenige Demos gibt und warum diese nicht aus allen Nähten platzen.

  6. B.Hartenstein
    27. Januar 2023 at 10:21

    Sorry vertippt. Menschkette ist gemeint, nicht Menschenrechte.

  7. B.Hartenstein
    27. Januar 2023 at 10:19

    Menschenrechte? Ok, Herr Schulze ,aber welche Menschen mit welchen Zielen bilden diese Kette? Sie sagen: gegen den Irrsinn.
    Recht unklar. Den Irrsinn finde ich heute in fast allen Facetten in der Gesellschaft.
    Das letzte Mal, als ich Teil einer Menschenkette war, war das Ziel politische Veränderungen in der DDR. Gegen oder für welche Ziele steht Ihre Kette?

  8. Peter Schulze
    26. Januar 2023 at 12:57

    Achso, Herr Dr. Füting. Ich hatte es erst so gelesen, als dass Sie ´Putin´ für die Verrohung unserer Gesellschaft verantwortlich machen wollten. Ich möchte daher nicht behaupten, dass ich das richtig verstanden hatte, aber so erklärt auf jeden Fall – und es entspricht dem Turn zur Sprache den man noch hätte vertiefen können in dem Kontext (was wir an anderer Stelle schon getan haben).
    Ich stimme absolut zu, dass die Geschehnisse eines Kriegs auf die Menschen zurück wirkt, auch ohne dass eine Kugel im näheren Umfeld verschossen wurde. Und auch ich sehe genau das als die größte Gefahr. Wir produzieren schon wieder neurotische Generationen. Dabei sind die letzten noch nichtmal von uns gegangen. Schlimm! Ich hoffe Sie diesmal richtig verstanden zu haben.

  9. Dr. Dieter Füting
    26. Januar 2023 at 12:17

    Sehr geehrter Herr Peter Schulze,
    danke für Ihren Widerspruch, für Ihre Kritik; sie ist ehrlich, offen und gut begründet.
    Leider bin ich nicht in der Lage, spontan auf Ihren Widerspruch so profunde zu antworten, wie er es eigentlich verdient hätte.
    Ich bin wohl auch nicht befugt so zu antworten, denke ich, als wäre ich Hannah Arendt.
    Was ich ausdrücken wollte, war eigentlich als Kritik an die Grünen gemünzt, die Putin sofort mit einem Faschisten gleichsetzen und somit jede inhaltlich Debatte für völlig absurd qualifizieren. Über einen Faschisten und schon gar nicht mit einem Faschisten spricht man nicht. Man schießt sofort zurück.
    Meine Sorge ist, dass die Wirkung dieser Sprache auf unser Denken und Fühlen verheerend sein kann. Es ist eine absolut verteufelnde Sprache, die nicht hinter der Sprache des Aggressors zurücksteht. Diese Sprache verbaut den Weg zum Dialog und vergiftet damit jeden Versuch zum friedlichen Ende des Krieges.

  10. Peter Schulze
    26. Januar 2023 at 08:48

    Liebe Frau Hartenstein. Am 11.02. werden wir um 15 Uhr eine Menschenkette für den Frieden bilden. Los geht´s am Bahnhof Wildau. Man kann die Leute die das veranstalten ja finden wie man will – aber sie veranstalten zumindest etwas um diesem Irrsinn die Stirn zu bieten. Denn eins ist klar: in unser aller Namen werden hier kaum noch Entscheidungen getroffen. Ich würde mich freuen ein paar Leute dort kennenzulernen.

    Herr Dr. Füting: Da Sie nun Hannah Arendt ausgepackt haben, was bei dem Thema eigentlich passieren musste, möchte ich die doch sehr hölzerne Definition von Eco und die etwas plump hingelegte Arendt auch noch rasch mit Adorno updaten, der das Bild dann etwas runder zeichnet aus meiner Sicht.
    Adorno und mit ihm die gesamte Frankfurter Schule bis in die jüngste Zeit, gehen davon aus, dass die Aufklärung die Ursache des Holocaust war. Die Schoah (als dieses jüngste, undenkbar Böseste aller Zeiten) gar ein zwangsläufiges Momentum der Aufklärung.
    Wie kann das sein?
    Es geht um unser Denken – wir hatten das hier schon anderer Stelle diskutiert. Und mit dem Denken verbunden sind eben auch Handlungen. Beides wirkt natürlich auch zurück mit Sprache, aber das soll ein andermal thematisiert sein. Was den Holocaust betrifft, so beschreibt Adorno in seiner ´Dialektik der Aufklärung´ mit Artikeln z.B. zur von ihm so genannten Kulturindustrie, dass die Aufklärung als Prozess die Menschen zwar in ein höheres, weil wissenschaftlicheres Denken geführt hat. Dabei gibt es aber seiner Meinung nach ein Moment des Kippens, an dem aus diesem Denken eben kein kritisches Denken mehr hervor geht, sondern ein blindes Vertrauen in z.B. die Wissenschaft als solcher. Die Frankfurter sehen dieses Moment zum Beispiel in den wissenschaftlichen Erklärungen der Nazis, die sich selbst als die Speerspitze modernen Denkens betrachteten. Aus heutiger Sicht ein einziger Irrsinn. Denkt man jedoch an die Corona Zeit als einen neuen Gipfel dieses wissenschaftshörigen, unkritischen Denkens, kann einem Angst und Bange werden.
    Die Aufklärung jedenfalls, so könnte man es kurz fassen, schafft mit ihrem Drang nach Fortschritt und Wissen, Institutionen die dann mehr oder minder entfesselt wirken. ´Institutionelle Vernunft´ nennen es die Frankfurter, was dann zum Tragen kommt. Die Menschen denken irgendwann nicht mehr in Kategorien des Seins, sondern nur noch unter den Prämissen der Institutionen.
    Wer will abstreiten, dass wir wieder an so einem Punkt sind? Das jedenfalls meine ich, wenn ich mit dem Wort ´Diktatur´ auf Demos um mich werfe.
    Es ist für mich dringend an der Zeit uns von der Diktatur unseres eigenen Denkens wieder zu befreien. Die Aufklärung ist eine gute Idee, wenn wir kritisch bleiben. Lassen wir uns treiben vom Fortschritt, enden wir im Schlimmsten. Arendt hat so wie sie oben gelesen wird, eigentlich nur hinsichtlich des Theorems als Solchem recht. Denn natürlich ist Faschismus so gedacht wie oben beschrieben nicht radikal im Sinne von Marx, der Radikalität als handgreifliche Pflicht gegen den Menschen beschreibt, um eine Reform anzustoßen. Sobald die institutionelle Vernunft aber gegen uns selbst zurückwirkt, wird sie schneller handgreiflich, also radikal, als wir es uns wünschen können. Dann werden Menschen vergast. Dann werden Waffen entgegen jedem ´nie wieder´ geliefert. Dann werden Kritiker wieder mundtot gemacht und geächtet. Ob wir das Ganze dann als Faschismus der gegen uns wirkt wahrnehmen oder gar verklären – das selbst unterliegt ab einem bestimmten Zeitpunkt den Regeln der gerade gelebten Verblendung. Und das kann man seit Jahren (wieder?) auf der ganzen Welt beobachten.
    Geschichte wiederholt sich. Und wer sie nicht kennt, ist verdammt sie erneut zu durchleben. Oder so ähnlich…

  11. Obelix
    26. Januar 2023 at 04:21

    Zitat Annalena Bearbock” Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland” 24.01.2023 im Europarat in Straßburg. Wer ist denn wir? Nicht in meinem Namen!

  12. Feigling
    25. Januar 2023 at 19:27

    Man wird den Eindruck nicht los, dass Leute Krieg schön finden. Wenn die Panzer mit ihren Leibern bestückt werdem, fühlen sie sich wohl noch als Helden. Wenn Sie beim Widerstand eins auf die Mütze bekommen, dann schreien sie nach Mutti.

    Bei einer gefühlten Wahlbeteiligung von 50 % – haben die Grünen 10 % der Wählerstimmen. Und dann erzählen sie uns, sie können alles bekommen. Es wird einen schmerzhaften Fall dieser Westpartei geben – auch in Schulzendorf. –

  13. B.Hartenstein
    25. Januar 2023 at 16:19

    Herr Schulze, na das klingt ja richtig spannend. Viel Glück bei Ihren Unternehmungen.

  14. Dr. Dieter Füting
    25. Januar 2023 at 12:32

    Das Ur – Faschistische, wie Sie es, Andreas, mit Umberto Eco beschreiben, ist nach Hannah Arendt “das Böse, das aber niemals radikal ist, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbare Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten.”
    Das ist, denke ich, die Hauptgefahr für uns, die von “Putins – Krieg” in der Ukraine ausgeht. Diese Wirkung des Krieges verändert auch unser Fühlen und Denken radikal zum Bösen. Anzeichen gibt es genug! Jeder Diskurs über den “Faschisten Putin” und die irrationale Gefahr, die vom Krieg ausgeht, sollte die innere Dialektik bedenken. Träumen hilft nicht, denn Träume werden niemals wahr.

  15. Peter Schulze
    25. Januar 2023 at 08:32

    Andreas, bis auf wenige Ausnahmen erfüllen heute auch westliche Länder diese Punkte der Liste von Ecco. Vorneweg wohl Deutschland.

    Zu den kritischen Kommentaren zur Demo kann ich nur sagen erstmal besser machen; haben wir überhaupt nichts dagegen. Aber ihr macht ja weiterhin genau gar nichts, außer hier herum jammern.
    In der BRD wurde man vor Kurzem übrigens auch noch abgeführt. Die Verklärung der Umstände ist schon hahnebüchen. Und jetzt gibt es neue Gesetze die die Meinungsfreiheit einschränken. Wir demonstrieren trotzdem weiter. Der BM oder Passanten sind schon lange keine Kategorien mehr in denen wir denken. Aber dahinter kommt ihr auch noch.

  16. B. Hartenstein
    24. Januar 2023 at 13:22

    Aha – auf die Straße ? Und wie lautet das Motto und was ist das Ziel ?
    Bitte nicht vergessen, die BRD ist nicht die DDR. Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen im Bezug auf aktive freie Demonstration.
    Wenn ich mich in der DDR auf den Alex mit einem Schild “Nieder mit Honecker und der Stasi” gestellt hätte, wäre ich spätestens nach 5 Min. abgeführt worden und man hätte mich lange, lange nicht mehr gesehen.
    Wenn ich dasselbe heute tun würde mit einem Schild “Nieder mit der Regierung und ihren Kriegstreibern” würde ich nur ein mitleidiges Lächeln der Passanten erringen oder ggf. die Nachfrage der Polizei, ob mein Stehen genehmigt ist.
    Oder meinen Sie, unsere “Parlamentarier” incl. des BM würden vor Angst von dannen laufen ?

  17. Andreas
    24. Januar 2023 at 11:44

    Als kleiner Seitenaspekt lohnt sich ein Blick auf die 14 Merkmale des Ur-Faschismus nach Umberto Eco:

    – Kult der Tradition
    – Ablehnung der Moderne
    – Handlung um der Handlung willen
    – Ablehnung von Uneinigkeit und Diskurs als Verrat
    – Angst vor Differenz
    – Appell an eine frustrierte Mittelschicht
    – Besessenheit von einer Verschwörung
    – Verachtung sogenannter “Eliten”
    – Pazifismus ist Handel mit dem Feind
    – Verachtung für die Schwachen
    – Heldenverehrung
    – Machismus
    – Selektiver Populismus
    – Neusprech

    Russland erfüllt heute alle!

    So schwer es manchen hier und in unserem Land auch fällt, dies zu akzeptieren: Russland will keinen Frieden in der Ukraine! Das ist nach fast einem Jahr Krieg, Tod, Zerstörung, Vergewaltigung etc. überdeutlich. Seitens Russland gilt das Motto: “Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.”

    Das ist die bittere Realität und mit der müssen wir leider umgehen.

  18. Dr. Dieter Füting
    24. Januar 2023 at 10:15

    Bitte beachten Peter Schulze:
    Dem großen Elefanten juckt der Protest nicht, denn er weiß, jeder Protest kann schnell verpuffen. Und Protest muss gut organisiert sein, denn er lebt von der Öffentlichkeit. Deshalb geht es immer um die genaue Botschaft und um das Wie des Protestes.

  19. Peter Schulze
    23. Januar 2023 at 22:11

    Nicht jammern, nicht flennen. Auf die Straße! Bevor es endgültig zu spät ist. Was die Parlamentarier vom Bürgerwillen halten beweisen sie täglich. Was hält euch nur auf den Sofas?

  20. B.Hartenstein
    23. Januar 2023 at 21:07

    Ja, ja die Deutschen und ihr Hang zum Militär. Ein ganz fatales Verhältnis. Vielleicht hätten wir uns nach 1945 ähnlich wie Österreich auch die Neutralität begeben sollen. Oder Churchill hatte doch recht, als er in Potsdam/Alliierten-Konferenz verlangte, Deutschland in 365 Teile zu zerschlagen, damit nie wieder eine militärische Gefahr von Deutschland ausgehen kann? Wie können Menschen so leichtfertig mit dem Wort Krieg umgehen? Ist die Erde in ganz Europa nicht ausreichend genug mit Blut getränkt?

  21. Dr. Dieter Füting
    23. Januar 2023 at 19:09

    Grüne an die Front?
    Zuerst ein Griff in die Geschichte: “Germans to the front.” lautete schon oft die Aufforderung. Schon vor 100 Jahren! Dass damals die Deutschen in erster Reihe in China kämpfen durften, war als Ehre gedacht. Sie hatten eine “Schmach” zu vergelten.
    Und ebenfalls hundert Jahre ist es her, dass Wilhelm II. verkündete: “Pardon wird nicht gegeben, Gefangene werden nicht gemacht…Niemals wieder darf es ein Chinese wagen, etwa auch nur einen Deutschen scheel anzusehen.”
    Was blieb war der Hass auf die Fremden.
    Das könnte wieder so kommen, sehr geehrte Frau Hartenstein, wenn wir Baerbock und Hofreiter an die neue “Ostfront” schicken, an der jetzt unsere Demokratie verteidigt werden soll. Zwar soll nie wieder ein Russe es wagen, uns sein Gas schicken zu wollen, aber wer erklärt der ganzen Welt, was feminine deutsche Außenpolitik bedeutet. Das kann doch keiner! Dass können nur die Grünen!

  22. B. Hartenstein
    23. Januar 2023 at 16:27

    o ist es, Herr Dr. Füting !

    Wie sagte Goethe einmal :

    “Der Dummheit seiner Epoche entkommt kein Mensch !”

  23. B. Hartenstein
    23. Januar 2023 at 16:25

    @ Bürger
    Frau Baerbock hat sich das Außenministerium auf eigenen Wunsch gesichert und auch aufgrund ihrer hohen Meinung über ihre eigene Kompetenz hierfür. Ok, das ist schon ein wenig seltsam, aber seltsam gehört wohl zum Credo der Grünen.
    Ein wichtiges Ministerium für das Bild von Deutschland in der Welt. Ein harter Job, wenn es gilt den Krisen auf dieser Welt entgegen zu treten.
    In der Geschichte der BRD gab es schon mehrere Auenminister, die Großes geleistet haben, wie Genscher mit der Ostpolitik – ohne die es keine geeintes Deutschland geben würde, Joschka Fischer mit seiner Diplomatie im Nah-Ost-Konflikt, ohne die es wohl heute mehr Schutt und Asche geben würde als Menschen, auch Steinmeier, ohne den es kein Nuklearabkommen gegeben hätte mit dem Iran. Frau Baerbock ist nun knapp ein Jahr im Amt, spricht mit Freund und Feind, hat gute Presse. Ohne sie … ja, was wäre eigentlich ohne sie ? Würde die Welt im Chaos versinken, die Gefahren noch größer werden ? Ok, sie hat gute Umfragen, die Presse meint es gut mit ihr, doch politisch hat sie erstaunlich wenig erreicht. Ja, sie prangert Vieles und Viele an, Putin, Erdogan, die Chinesen, den Iran. Aber geht sie die Probleme auch tiefer an mit all der Kraft ihres Amtes ? Nimmt sie sich ausreichend Zeit für die einzelnen Probleme ? Ich glaube nicht. Mir kommt sie vor wie ein Starkünstler auf Welttournee. Heute hier morgen da. Immer
    voll in “action”, immer voller “power”, lospoltern und mit dem Finger auf die Bösewichter der Welt zeigen ….. und dann … “time is money” … jeten zum nächsten Termin. Da bleibt wenig Zeit für tiefgründige Politik und Diplomatie in den Krisengebiete. Das ist auch zu wenig Zeit, um sich exaktes Wissen über die Verhältnisse in den Krisengebieten anzueignen, um kompetent dann handeln zu können. Nein, ich halte Frau Baerbock für keine gute Außenministerin. Mit Hetze und Oberflächlichkeit baut man kein Vertrauen und Anerkennung in der Welt auf. Aber damit reiht sie sich in die Riege ihrer Grünen Ministerkollegen und einzelner Beiseite-Gestellten (siehe Hofreiter) ein. Reden über Krieg und haben bestimmt eine Kaserne von ganz weitem gesehen. Am liebsten würden sie doch anordnen, dass Soldaten mit schwerem Geschütz sofort gen Ukraine marschieren, um dort die “Sache” in die Hand zu nehmen. Welch eine Farce und welch ein Leichtsinn. Warum ziehen sich Herr Hofreiter und Frau Baerbock nicht die Uniform an und leisten ihren Militärdienst in Konfliktgebieten, z.B. in Mali und das mind. für 1 Jahr und am besten nehmen sie das Relikt der Vergangenheit Frau Strack-Zimmermann gleich mit. Wenn sie dann nach 1 Jahr immer noch nicht genug haben von der Kriegstreiberei … ja, ich weiß auch nicht, wie man solche Menschen zur Vernunft bringen kann.

  24. Dr. Dieter Füting
    23. Januar 2023 at 15:49

    Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist die Politik erklärt.

  25. Bürger
    23. Januar 2023 at 10:22

    Angesichts der über 200.000 Toten in der Ukraine ist Frau Baerbock für Panzerlieferungen anstatt diplomatisch zu vermitteln. Deutschland sollte sich aus der Belehrung der Welt heraushalten. Sie sollte zurücktreten und danach auf die Knie gehen und die Menschheit um Vergebung bitten bevor es zu spät ist.

  26. Bürger
    21. Januar 2023 at 18:37

    Dr. Dieter Füting: Gesunde Menschen können nicht Narzissten verstehen und man kann Sie auch nicht heilen. Sie müssen aus der Partei entfernt werden.

  27. Dr. Dieter Füting
    21. Januar 2023 at 15:01

    Ja, ich denke schon, dass auch die Grünen das Narzissmus – Problem für sich entdecken werden. Wenn es so weit sein sollte, werde ich auch als Nichtmitglied ihrer Partei um Aufnahme ihrer Narzissmus – Selbsthilfegruppe bitten. Ich bin mir sehr sicher, dass ich dann viel besser grüne Politik verstehen werde. Und ich möchte sichergehen, dass ich nie wieder auf einen Narzissten der Grünen hereinfalle.

  28. Bürger
    21. Januar 2023 at 09:11

    Die toxische Macht der Narzissten: und wie wir uns dagegen wehren
     
    von Marie-France Hirigoyen
    Beschreibung
    Die heutige Welt begünstigt Narzissten – so die These der Psychoanalytikerin und Bestsellerautorin Marie-France Hirigoyen. Narzissten gewinnen immer mehr Macht in unserer Gesellschaft und vergiften das Zusammenleben, von der Politik über die Arbeitswelt bis hinein in die Familien. Hirigoyen deckt die Ursachen dieser fatalen Entwicklung auf und erklärt, wie wir dem Vormarsch des Narzissmus entgegentreten können.

    Je ungehemmter unsere Zeit auf Performance, Wettbewerb und Konsum setzt, desto mehr verstärkt sie die narzisstischen Züge der Einzelnen und umso häufiger spült sie die größten Narzissten auf die höchsten Posten. Die Erziehung unserer Kinder, die Selbstinszenierung in den sozialen Medien, das florierende Persönlichkeitscoaching – all dies und mehr hat es dem Narzissmus erlaubt, sich tief in unserer Gesellschaft einzunisten. Marie-France Hirigoyen erklärt, was einen gesunden Narzissmus von einem pathologischen unterscheidet, welche Symptome Narzissten entwickeln und wieso manche von ihnen größenwahnsinnig, andere dagegen höchst verletzlich sind. Die Folgen des herrschenden Narzissmus reichen von Machtmissbrauch bis zu permanenten Lügen und Tricksereien. Hirigoyens Buch wappnet uns gegen den Narzissmus in unserer Welt und zeigt, wo die Gegenmittel zu finden sind.

  29. Dr. Dieter Füting
    20. Januar 2023 at 17:15

    Ja, Frau Baerbock liebt die Komödie. Und die Komödie dauert, solange sie dauert, und endet in platter Maskerade. Sie zelebriert die Kommunion ihrer Politik im Gefühl, eine neue Menschheit zu bilden. Und sie scheint zu hoffen, dass eine Zeit komme durch grünen Bürgersinn, in die sich alle Menschen verlieben.

    Es ist nur mit Spott zu ertragen, wie sie genügsam das teure Bio – Essen kultivieren, nur noch mit dem Fahrrad unterwegs sein wollen, aufhören Alkohol zu trinken – hin zu einer gesunden Wirtschaft. Zurück zu einer Ökonomie von Opa, ins goldene Zeitalter des Kleinbürgertums.
    Und so sitzen sie gern im handgemachten Pullover auf der Terrasse eines Ethno – Cafe’s und trinken einen Frucht – Cocktail. Später werden einige die Erde des Schulgartens etwas auflockern, während andere ein bisschen Töpfern. Man zelebriert eben die neue Menschheit. Sehr harmlos mitunter, diese Grünen. Doch dann spielen sie mal zur Abwechslung den “Kleinen Weltkrieg”, das einem angst und bange werden könnte.

  30. Zweifler
    20. Januar 2023 at 15:57

    Gespräche und Verhandlungen sind wichtiger denn je. Aber das allein wird nichts nützen. Die USA und ihre Vasallen mit ihren Rüstungskonzernen werden schon dafür Sorgen, da# der Krieg noch weitergeht.
    Denn wo alte Panzer und Waffen abgegeben werden, müssen irgendwann Neue gekauft werden.

  31. BingeLaden
    BingeLaden
    20. Januar 2023 at 14:30

    Frau Baerbock von den Grünen hat dafür gesorgt, dass Deutschland indirekt in den Ukraine Krieg eingreift. Mich überrascht das nicht. Denn wenn eine Außenpolitikerin ohne außenpolitische und diplomatische Bildung ein Land in der Welt vertritt, kann nichts zur Friedensregelung herauskommen. Deutschland, wir alle geraten damit ins Visier von Russland. Dass Putins Krieg abscheulich ist, wird wohl kaum einer bestreiten. Ich verurteile ihn auch, obwohl ich die Motive verstehen kann.
    Mit noch mehr Waffen Frieden schaffen ist ein Irrglaube von Frau Baerbock und der Bundesregierung. Ich bleibe dabei, man muss mit Putin ins Gespräch kommen. Mit Despoten in der Welt führen wir den Dialog doch auch. Und eine Frage müssen wir uns alle stellen. Wer kommt denn nach Putin? Vielleicht ein Präsident vom Schlag Kadyrow? Na dann Gute Nacht Europa!!!

  32. B. Hartenstein
    20. Januar 2023 at 13:42

    Mich wundert es auch, dass sich kein Aufschrei seitens der Grünen hier findet. Aber vielleicht stehen sie über den Dingen. Man weiß es ja nicht …
    Die harmonischste Partei war sie seit Gründung als Bündnis 90/Grüne noch nie.
    Bündnis 90 gründete sich 1991 aus dem Zusammenschluss einiger Bürgerbewegungen der DDR als Partei war auch vertreten in der letzten Volkskammer der DDR. Interessant nachzulesen sind auch die Aussagen im Wahlprogramm von 1990 – sehr interessant. Leider blieb nichts davon übrig.
    1993 vereinigten sich Bündnis 90 aus der ehem. DDR mit den Grünen der Bundesrepublik Deutschland zur Partei Bündnis 90/Grüne auf der Grundlage zweier gleichberechtigter Parteien. Auch das scheiterte im kürzester Zeit. Die Ursachen hierfür ?
    Historiker für Parteienpolitik können sicher Auskunft geben. Geblieben ist der Name. Sowohl inhaltlich als auch kompetente Vertreter aus dem Teil Bündnis 90 sind nicht mehr zu finden.
    Ich finde das schade. Vielleicht wäre die Entwicklung dieser Partei weniger radikal verlaufen.

  33. Dr. Dieter Füting
    19. Januar 2023 at 16:32

    SCHWEIGEN bei den Grünen, die jeder als Zustimmung zu den Beiträgen und Kommentaren im Schulzendorfer werten sollte. Keine Meinungsäußerung, um zu widerlegen, abzulehnen.
    Gibt es denn wirklich keine Persönlichkeit bei den Grünen, die Widerspruch einlegen kann? Das wäre schon sehr schade und sehr peinlich. Und es würde ein übles Licht auf die Grünen werfen.
    Wäre ich ein Grüner, könnte ich diesen Vorwurf nicht unwidersprochen lassen.

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