Schlosskonzerte : Auf Augenhöhe mit dem Alten Meister!

6. Oktober 2021
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Königs Wusterhausen. Mit Künstlern allererster Güte fand am vergangenen Sonntagabend das Konzert „Back to Beethoven“ mit dem internationalen Stargeiger Yury Revich und Fiorenzo Pascalucci am Klavier statt. „Trotz schwerer Zeiten entwickelt sich das Festival erfolgreich“, konstatierte Gerlint Böttcher, Pianistin und Initiatorin der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen und fügte trocken hinzu: „Erst in der Carnegie Hall – und jetzt in Königs Wusterhausen“.

Zwei Ausnahmekünstler: Yury Revich (re.), Violine, und Fiorenzo Pascalucci, Klavier, Foto: Schlosskonzerte

Zwei Ausnahmekünstler: Yury Revich (re.), Violine, und Fiorenzo Pascalucci, Klavier, Foto: Schlosskonzerte

Auch wenn diese Aussage vielleicht bei dem einen oder anderen ein Schmunzeln hervorruft, so beglückt Böttcher ein treues Publikum alljährlich mit hochkarätigen Künstlern der Musikszene. Und die Besucher wissen es sehr zu schätzen, dass sie weder den Weg nach New York noch Berlin antreten müssen, um in den Genuss solch guter klassischer Konzerte zu kommen.

Und so war es auch am Sonntag: Revich zelebrierte das Spiel auf der Princess Aurora, einer Stradivari von 1709. „Es ist technisch schon faszinierend!“, bemerkte ein Konzertbesucher in der Pause, „Ich habe nachgerechnet, dass dieses Instrument 312 Jahre alt ist. Dann habe ich überlegt, wer schon alles auf ihr gespielt hat.“

Wer auch immer es war, Revich ist ein würdiger Nachfolger und beherrscht dieses Instrument mit all seinen Facetten. Mit großer Souveränität entlockte er der Stradivari Töne, die so rein und sinnlich waren, dass sie einen tief im Innersten berührten. „Dabei beeindruckt sein Mut zur leeren Saite“, resümierte eine Konzertbesucherin die stillen Momente. Sie hob auch das Miteinander von dem Geiger und Pianisten hervor, das perfekt aufeinander abgestimmt war. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Pascalucci wirkte sehr geradlinig und spielte geradezu behände die Beethoven-Sonaten auf dem Klavier. Ein wunderbarer Klang, wohl temperiert und keineswegs untergeordnet zur Geige – ganz im Gegenteil: „Der Pianist verlieh dem Ganzen noch etwas Farbe“, so ein weiterer Gast.

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Die bekanntesten Sonaten Beethovens, darunter die berühmte „Kreutzersonate“ und die „Frühlingssonate“, waren ein perfektes Programm für die beiden Ausnahmekünstler. Sie meisterten es energiegeladen, voller Kreativität und mit großer Strahlkraft – begleitet mit viel Freude am Spiel und einer Portion Humor. Es war ein Genuss, ihnen zu folgen. Das Publikum war begeistert – geradezu euphorisch von der wundervollen Musik und der formvollendeten Darbietung. Sie würdigten die Musiker für ihre überragende musikalische Glanzleistung mit frenetischem Applaus.

Weitere Informationen: http://schlosskonzertekoenigswusterhausen.de.

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