Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen! – ein Kommentar.

3. April 2014
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Im Beschattungsskandal einer Familie wird mancher sagen, herausgekommen ist in der Sondersitzung ja in der Tat nicht viel. Einige Abgeordneten haben das Vorgehen der Verwaltung kritisiert. Markus Mücke sieht das anders.

Viel Lärm um nichts? Diese Sicht dürfte dem Bürgermeister und seiner Souffleuse gefallen. Markus Mücke musste sich nämlich Hilfe von „ganz oben“ holen. Kein Wunder, schließlich ist er nicht Bürgermeister geworden, weil er so kompetent ist.

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!

Tatsächlich erinnert Mückes Aufklärungsarbeit zu den Bürgervorwürfen ein bisschen an das bekannte Sinnbild der drei Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen! Bauchefin Nulle war erst gar nicht zur Aufklärungsrunde erschienen, weil es rechtlich nicht nötig war. So etwas müssen sich Bürger anhören! Da stimmt doch etwas nicht!

Gemeindevertreter der Fraktionen vom Bürger Bündnis, der CDU, Die Linke und der SPD waren da viel deutlicher. Sie sprachen sich für eine bürgernahe Verwaltungsarbeit aus und distanzierten sich von Vorgehensweisen, die längst der Vergangenheit angehören.

Die guten Erfahrungen, die Waltraut Mann (Die Linke) mit der Verwaltung in der Vergangenheit machte, will niemand in Abrede stellen. Ganz und gar nicht. Viele Schulzendorfer sind da auf ihrer Seite. Dennoch hat sie am Thema Bürgergängelei vorbeigeredet und keine Position bezogen. Warum nicht? Da stimmt doch etwas nicht!

Und dann gibt es den Fraktionsvorsitzenden jener Partei, die die Sondersitzung zusammen mit der CDU angeschoben hat: Dieter Gronau von den Linken. Der Volksvertreter verlässt vorzeitig die Sitzung, in der es um Bürgerfreiheiten geht. Da stimmt doch etwas nicht!

Aber das stimmt: Der Aufschrei der Betroffenen, von Bürgern und Gemeindevertretern hat etwas gebracht! Bewohner wurden sensibilisiert auf Fehlverhalten der Verwaltung zu achten, Gemeindevertreter sind aufgestanden und intervenierten, Bauchefin Nulle wurde gerüffelt, sie muss ihre Handlungen gegenüber den Bürgern „verständlicher“ durchführen, das Fahrzeug der Gemeinde wurde als solches mit einer Aufschrift gekennzeichnet.

Das ist doch ein Anfang, oder nicht?

4 Responses to Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen! – ein Kommentar.

  1. Realist
    4. April 2014 at 16:48

    @ K. Hoffmann
    Ich bin absolut Ihrer Meinung. Bei Menschen, die nicht ein solches Amt bekleiden, wäre die Akte auf keinen Fall geschlossen worden. Zumal Mücke und Nulle nicht nur gegängelt, sondern auch jeden Kieselstein der Familie bei der Bauaufsicht zur Anzeige gebracht haben sollen. Auch da werden sie ihre Vettern zu sitzen haben…
    Das muss man sich mal vorstellen: Seine eigenen Bürger nicht ansprechen, aber ständig zur Anzeige bringen. Und die Krönung: die Vettern bei der Bauaufsicht bitten, den Anzeigenerstatter nicht zu erwähnen.
    Ich bin fassungslos, was die sich leisten können und wünsche allen Betroffenen viel Durchhaltevermögen.

  2. K.Hoffmann
    4. April 2014 at 14:38

    Ich kann dem Ausgang nichts positives abringen, da wird viel hinein interpretiert. Ich empfinde die Vorgehensweise vom Bauamt unmöglich. Und es gibt keinerlei Konsequenzen.

  3. Tiefflieger
    Tiefflieger
    4. April 2014 at 12:56

    Wichtig ist, dass die Verwaltung merkt So geht man nicht mit Bürgern um! Dass sich Gemeindevertreter verschiedener Parteien nahezu einig sind und das auch demonstrieren, das ist für mich das Positive.

  4. Schulzendorferin
    3. April 2014 at 19:40

    Sehr guter Kommentar, der es auf den Punkt bringt. Sicherlich ist das eine oder andere geschehen, auch wenn mir die tatsächlichen Konsequenzen für das Verhalten gegenüber dieser und anderen Familien fehlen.
    Fakt ist, vom Wegsehen, Vertuschen oder Fisch sucht Fahrrad Kommentaren von Frau Mann, kommt man nicht weiter. Da lobe ich mir Namen wie Kolberg, Thieke, Wilhelm, Burmeister, Puhle, Tauche, Fricke. Ich weiß auch schon, wen ich wählen werde, damit so viele engagierte Samariter wie möglich in der Gemeindevertretung ihren Platz einnehmen.

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