Meinung: Die Linke – Schwierigkeiten mit der Attacke

27. April 2020
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Die „Nationale Initiative gegen verworrenes Geschreibsel und jede Art von Belästigung“ des Herrn Wippold, hat jetzt mit dem Kreisgeschäftsführer Detlef Edler eine unerwartete Verstärkung erhalten. Ich bin begeistert.

Diese glühenden Anhänger von gelebter Demokratie und Toleranz einer weltoffenen Kreisgeschäftsstelle, die alle Menschen lieb haben, kann man sich als Förderer nur wünschen.

Alles nur ein Missverständnis?

Dr. Dieter FütingEs soll aufgeklärt werden: Denn Die Linke im Landkreis Dahme – Spreewald, genauer – der Kreisgeschäftsführer Detlef Edler und der Kreisvorsitzende Michael Wippold – haben sich neu formiert und greifen direkt an.

Wer der eigentliche Gegner ist, lassen sie zunächst noch offen. Jeder hat doch schließlich das Recht, Gegner der Kreisgeschäftsstelle in Königs Wusterhausen zu sein.

In einem Schreiben des Herrn Edler vom 21.11.2018 an die lieben Genossen*innen des Bundesvorstandes und der Bundestagsfraktion wird er deutlicher: Er fordert auf, den „Focus auf den politischen, den gesellschaftlichen Gegner zu richten.“ Wir gegen die, heißt die unscharfe Losung.

Puh, das ist erst einmal eine intellektuelle Leistung, denke ich. Aber ich bin verunsichert. „Den Focus auf den Gegner richten.“ Das Wort Focus ist doch eine Eigenschreibweise in Versalien, also ist eine Marke, ein Firmenname. Ein deutschsprachiges Nachrichtenmagazin heißt Focus. Wen könnte dieser Kreisgeschäftsführer meinen? Will er, dass die lieben Genossen*innen Nachrichtenmagazine auf den Gegner werfen? Und wenn, ob das Angst macht?

Doch es muss auf jeden Fall ein politischer, ein gesellschaftlicher Gegner sein. Ob das auch ein politischer Feind ist, lässt Herr Edler gekonnt offen. Aber was ist nun ein gesellschaftlicher Gegner? Ist das jemand, der die gesellschaftliche Ordnung in Gefahr bringt? Bürgerproteste und soziale Bewegungen, Aktionsformen und nationale Initiativen gegen verworrenes Geschreibsel und jede Art von Belästigung – so etwas?

Doch jetzt verstehe ich alles besser. Edler und Wippold sind einfach nur richtige Revolutionäre. Geschreibsel ist nun mal nicht so ihre Sache, aber ein revolutionäres Motto haben sie. Zum 1. Mai heißt es: Illegal, legal,scheißegal. Gute Kreisgeschäftsführer und gute Kreisvorsitzende in der Kreisgeschäftsstelle in Königs Wusterhausen sind sicher auch immer gute Populisten. Müssen es sogar sein.

Warum? Weil sie gern ihre Blickrichtung ändern. Zum Beispiel die Blickrichtung auf die Bürgermeister der Stadt. Einen SPD-Bürgermeister fanden sie super, einen parteilosen nicht so sehr. Der amtierende Bürgermeister ist ihr Gegner, ist der politische und der gesellschaftliche Gegner.

Wer so ist, wie es Die Linke in der Geschäftsstelle in Königs Wusterhausen ist, darf sich zum Establishment rechnen, darf zum Königs Wusterhausener Kreis gehören.

Tarnen und täuschen ist das Brot der Kreisgeschäftsstelle. Doch es ist ein hartes Brot, und sie werden sich die Zähne daran ausbeißen. Und dann noch zusätzlich der Ärger mit dem verworrenen Geschreibsel „irgendeines Dr. Dieter Füting“.

Aber wir haben dafür jetzt die nationale Initiative. Sie soll leben, hoch soll sie leben.

3 Responses to Meinung: Die Linke – Schwierigkeiten mit der Attacke

  1. 26. Juni 2020 at 14:14

    @Klaus Mädler

    Dr. Dieter Füting schreibt für die Fortgeschrittenen
    und die Fortschrittlichen selbstredent.

    Wegen IHRES letzten Satzes kann Herr Füting
    eine Entschuldigung von Ihnen erwarten, so finde ich.

  2. Dr. Dieter Füting
    26. Juni 2020 at 13:03

    Es ist das alte Lied, doch immer wieder neu.
    Und wer nichts Neues lernt, der bleibt dem Alten treu.

    Für die wirklichen Populisten, Machtgeilen, Vorteilssuchenden, Bemitleidenswerten, Dummen, Verborten und Rechthaberischen
    sind deren Kritiker wie selbstverständlich
    populistisch, machtgeil, vorteilssuchend, bemitleidenswert, dumm, verbort und rechthaberisch.

    Wen wunderts?
    Sie können ja nicht anders.
    Und sie wissen, dass sie nicht ernst genommen werden.
    Das macht sie ideologisch, hochmütig, ungerecht und angriffslustig wider Willen.
    Denn sie haben ja was, was der andere nicht hat.
    Denn sie wollen ja was, was der andere nicht will.
    Denn sie verstehen ja nicht, was der andere versteht.
    Es ist ihnen eben nicht zu helfen.

  3. Klaus Mädler
    26. Juni 2020 at 10:43

    Oha, man sich wirklich fragen, warum so etwas veröffentlicht wird.

    Die “Publikationen” von Herrn Fueting sind bestenfalls Polemik – sachkundige Argumente, die zu den jeweiligen Überschriften passen findet man kaum – wahrscheinlich ist es aber wirklich nur wirres Geschreibsel eine bemitleidenswerten älteren Herrn.

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