Meinung: Die Dinosaurier sind nicht ausgestorben

18. November 2020
Von

Dr. Dieter FütingEin Kommentar zu „Einer gegen die Demokratie“, der Freitag, 20.08.2020 von Lennart Laberenz.

Man könnte meinen, alles sei verloren. Die Dinosaurier sind nicht ausgestorben, nicht in KW. Hier leben sie weiter und machen eben in der SVV Politik. Politik, wie man sie im Jurassic – Park macht.

Zwei Fragen stehen für alle Staunenden im Raum vor der nächsten SVV -Versammlung:

  • Sind alle diese Konflikte nötig, weil sie in KW zu einem neuen Konsens führen?
  • Oder sind wir in einer Eskalationsspirale?

Landrat Loge gibt den Ton vor. : Vielleicht ist die Demokratie auf so jemanden (gemeint ist Swen Ennullat ) nicht vorbereitet.“

Auf so einen Gedanken muss man erst einmal kommen. Ganz hohe Denk- und Wissensschule. Die SVV – Mehrheit nickt, aber sieht ratlos aus. Man hat sich verbunden gegen Ennullat. Laune löst, was Laune knüpft, sagt Schiller wohl dazu.

Der Hochmut des Landrates mit seinem gespiegelten offenen Weltbild kommt daher wie die diskursive Oberaufsicht. Er hat doch wohl die herrschenden Diskurse zu setzen, wer denn sonst? Und nur wer da reinpasst, kann seine Interessen vertreten. Die Klassenfrage ( in der Provinz ) heißt also:

Wer bestimmt die korrekte Sprache? Per se ist das zunächst Herr Lennart Laberenz vom „Freitag“: Linksliberal, wie seine Wochenzeitung, anspruchsvoll und klug, liefert Hintergründe, ruft zum gesellschaftlichen Dialog auf und trägt mit kritischen und konstruktiven Meinungen dazu bei, wie es im Impressum heißt.

Bürgermeister Swen Ennullat (Foto:mwBild)

Bürgermeister Swen Ennullat (Foto:mwBild)

Wow. Eine richtige Instanz. Super. Was schreibt er denn zur Sache?Er schreibt, dass sich alles Negative an der Person Swen Ennullat festmacht. Ennullat geht es um den frontalen Angriff auf Strukturen, um eine Politik der Zerstörung. Und es geht um Einschüchterung.

Er schreibt, dass sich alles Negative an der Person Swen Ennullat festmacht. Ennullat geht es um den frontalen Angriff auf Strukturen, um eine Politik der Zerstörung. Und es geht um Einschüchterung.

„Der Orgelton ( Hervorhebung D. F. ) ist, dass andere ihn und seine Arbeit behindert hätten, oder, dass es Mächte gäbe, die sich in die eigene Tasche wirtschafteten…die Verschwörung der Anderen.“

Wir erleben in Echtzeit die Zerstörung eines Menschen. Das ist die Tragik der Geschichte. „Wenn man die fragt, die mit Ennullat in der SVV arbeiten müssen, sagen sie, dass er mit aller Unbedingtheit Recht haben will…Macht spüren, gekränkte Eitelkeit und Narzissmuss.“

Also, nicht nur Ennullat soll zerstört werden. Seine Unterstützer sind auch zu disqualifizieren. „Der Bürgermeister wurde von Menschen gewählt, die wenig von Ortsfremden und Leuten mit anderen Ansichten halten.“

Halt! Jetzt ist Schluss!

Die Klassenfrage: Wer bestimmt die korrekte Sprache? – ist entschieden. Wenn die Demokratie nicht liefert, wird sie eben irrelevant.

 

 

 

7 Responses to Meinung: Die Dinosaurier sind nicht ausgestorben

  1. Dr. Dieter Füting
    21. November 2020 at 08:52

    Sehr geehrter Herr “Lärmgegner”,

    ja es ist so, wie Sie es sagen, leider.
    Aber sie ( die Politiker, die es nicht gut mit uns meinen, auf allen Ebenen, zu vielen Fragen ) werden uns nicht zum Schweigen bringen…
    Sehr, sehr viele Menschen werden für lange Zeit mit dieser menschenfeindlichen Entscheidung, einen Großflughafen in dicht besiedelter Landschaft zu bauen, leben müssen.
    Es ist unverantwortlich gewesen von diesen Politikern, nicht zu rechtfertigen, nicht zu entschuldigen, was sie angerichtet haben und anrichten werden. Sie haben nicht an die Menschen gedacht, wie sie es immer vorgeben. Denn sie haben andere, spezielle Interessen.
    Aber wir sollten nicht auch noch in ihre Fallen stürzen, die sie überall aufstellen. Wir dürfen nicht zynisch werden, dann haben sie ein weiteres Mal gewonnen. Bleiben wir aber zornig, aufrichtig und offen.

    Beste Grüße
    Dieter Füting

  2. Lärmgegner
    20. November 2020 at 18:12

    @ Dr. Dieter Füting Ja die Aluvögel, die singen nach Auffassung der Planespotters in den besten Tönen- bei jedem Wetter.

    Der Rasen ist grün, nein rot – wenn ein Vogelschlag bei den Flugzeugen auftritt, oder war des doch der Treinstoff von den Flugzeugen ? . Und es fallen auch Leute vom Himmerl, leider sind sie erfroren- weil sich sich in den Radkästen versteckt hatten.

    Und Eisbrocken, von den Klos und am 14.8.1972 und 12.12.1986 ganze Flugzeuge. Ist doch schön, wie die Politiker egal welcher Partei sich darum bemühen, fast so wie bei C 19- eben zu anders.

    Und falls es noch nicht aufgefallen ist, auch Künstler sind jetzt ihrer lauten Stimmen von der Politik beraubt. alles wie vor 40 Jahren- alles irgendwie schon mal erlebt. Weiter ? Wie weiter – wenn Flugzeug im Garten !?

  3. Dr. Dieter Füting
    20. November 2020 at 12:39

    Lieber Jörg,

    die Vögel singen auch bei Regen. Denn sie spüren: die Sonne wird wieder scheinen.

    Sollen sie doch über mich lachen, wenn ich sie kritisiere. Und sollen sie doch abwinken. Sollen sie doch denken, dass ich im Dunklen bin und sie im Licht stehen. Diese Leute haben sich schon immer geirrt. Die Geschichte beweist es.
    Ich bin ein freidenkender Mensch. Das genügt mir. Wer ist mehr?

    Es ist eine Illusion, vielleicht sogar ein Wahnbild. Aber ich denke mir eine Gemeinschaft ohne Intrigen, Scheinheiligkeit, Rechthaberei und Lügen.
    Und ich habe auch gelernt, dass es ist nicht wirklich möglich ist, etwas Relevantes über die Zukunft zu sagen. Nicht einmal über die Zukunft meines Heimatortes. Denn die Gegenwart verschlimmert sich rasend schnell. Tag für Tag. Manche meinen, wir brauchten eine Revolution. Denke ich nicht. Mir reicht für’s erste ein neues Woodstock.
    Was auch immer passiert, aufgeben kommt nicht in die Tüte. Weiter, immer weiter.

  4. Jörg
    20. November 2020 at 07:32

    Nachschlag https://www.youtube.com/watch?v=_ReYkepNKzM

    Also gibt es jetzt die Meldung, dass Menschen sich im Bundestag bedrängt und beleidigt gefühlt haben. Hm, was machen die den ganzen Tag mit uns ? Frage an Sie Dr. Füting

    Die Luft ist noch verschmutzer als 1989.

  5. Jörg
    20. November 2020 at 07:15

    @Dr. Füting Und schreiben hilft doch auch nicht. Die Lachen doch nur drüber, oder Gegenseite winkt ab. Selbst wenn man mit Gesetzen oder Vorschriften kommt, bekommt man selbst auch beim Schulzendorfer.de die Antwort – kann ja nicht stimmen, die *** halten sich nicht dran.

    Aber es stimmt schon – Müntzer oder Luther ist auch nicht unsere Frage- Antwort bzw. allein auf der Straße stehen oder in der Menge ist ein Unterschried , aber auch keine Lösung für Leute ohne Massenbewegung.

    Euren Bürgermeister kann man aber auch nicht helfen, denn seine Manschaft ist auch nicht ohne.

    Die beste Lösung ist : Wir tauschen die Bürgermeister, Schulzendorf kriegt Euren und Ihr Mücke. Dann sind beide weg.

  6. Dr. Dieter Füting
    19. November 2020 at 18:03

    Lieber Jörg,

    nein, es ist nicht Wut, es ist bittere Enttäuschung über die gnadenlose Art, wie Swen Ennullat politisch und menschlich zerstört wird. Was ich mache und wie ich mich engagiere hat also nicht unbedingt mit politischen Botschaften zu tun, sondern mit meiner Anteilnahme an der Not und der Zwangslage eines Menschen, der auf dem Schafott der “Demokraten in KW” spüren soll, was es heißt, ihre Kreise zu stören.

  7. Jörg
    19. November 2020 at 09:30

    @Dr. Füting Ihre Zeilen zeugen davon, dass Sie Ihre berechtigte Wut nur in Zeilen bendigen können. Aber zum Streiten gehören nunmal 2.

    Die Generation der Wendeleute kennt bereits diese Spielchen und ist immer wieder überrascht, was noch alles möglich ist.

    Das Beste wäre Neuwahlen, zur Bestätigung einer Auffassung. Aber, und da werden Sie einwenden, da kommt auch nichts dabei raus, weil die Wähler zu träge und zu faul sind.

    So werden eben die Steuern dann erhöht für das Theater, für nix.

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