Meinung: Der Schuss ins eigene Knie

23. Juli 2020
Von

Dr. Dieter FütingDie SPD in Königs Wusterhausen hat mit dem Interview von Herrn Scheetz in der MAZ am 23. Juli 2020 einen neuen Beweis angetreten, wie unfertig und unreif sich die Partei bei lokalen Problemen verhält.

Ludwig Scheetz ist nicht auf der Suche, was uns zusammenhält, er stammelt Rechtfertigungsssätze.

Das ist seine Faustschlag – Politik. Für ihn ist die Sache einfach. Auf der einen Seite, auf der richtigen Seite, die SPD, nebst Verbündeten als Demokratieverteidiger, auf der anderen dunklen Seite, die Populisten, die Demokratiezerstörer. Vorneweg der Bürgermeister Swen Ennullat.

Scheetz will mit seinen Worten fünf Regeln darlegen:

  1. Liebe deine politischen Funktionen in der Partei, dann liebst du deine Stadt.
  2. Setze die Gehorsams – oder Leistungsstrukturen deiner Partei durch, dann bist du sachlich.
  3. Gehe davon aus, dass alle, die dir mit großen Emotionen widersprechen, nur aus ihrem Selbsthass kommen können.
  4. Rede über die Leute, nicht mit ihnen.
  5. Bedenke, Dinge geschehen von ganz alleine. Deshalb engagiere dich nicht zu sehr, das macht angreifbar. Die anderen werden sich schon kümmern.

Dieses Interview strahlt mehr aus als der SPD – Politiker sagen will. Denn es wird klar, dass bei ihm die Selbsterkenntnis langsam reift, ein erfolgreicher Politaufsteiger zu sein, der auf der Gewinnerseite angekommen ist.

Endlich kein Underdog mehr. Irgendwie Teil des Establishments geworden zu sein. Doch Ludwig Scheetz übersieht oder vergisst: Die Bewohner der Verliererseite lesen seine Beiträge nicht, hören nicht seine Worte. Er erreicht die Bewohner nicht mehr, er kann nur noch versuchen, sein Gesicht zu wahren.

Ja, das Politische ist lokal. Deshalb besteht die einzige positive Alternative für Scheetz darin, aus der SPD auszutreten. Das könnte seine Seele noch retten.

15 Responses to Meinung: Der Schuss ins eigene Knie

  1. Dr. Dieter Füting
    31. Juli 2020 at 05:38

    LaLeLu
    Noch einmal: Es geht nicht um mich, es geht um die Strategie der “Einheitsfront”!
    Und deshalb in Abwandlung:
    Sage mir, wie du zur Einheitsfront stehst, und ich sage dir, wer du bist.
    So einfach geht Politik.

    Um es noch einmal deutlich zu machen:
    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Und wer doch wirft, wie beispielsweise Herr Tobias Schröter ( SPD ), ist ertappt oder politisch sehr dumm.
    Die “freundliche” Bitte des Herrn Schröter an den “sehr geehrten” Herrn Voigt lautete, ” die Fotos samt Post bis morgen 12 Uhr auf ihrer Facebook – Seite zu löschen. Andernfalls werde ich rechtliche Schritte gegen Sie veranlassen. ”
    Was steht oder stand auf dieser Facebook – Seite?
    Bitte unbedingt lesen.
    Da steht insbesondere, dass die SPD mit Herrn Schröter, federführend in der Alchimistenküche der Einheitsfront in Lübben und KW, die Suspendierung unseres Bürgermeisters Swen Ennullat auf lange Sicht vorbereitet und betrieben hat.
    Das ist zwar nicht neu und das weiß inzwischen jeder im Landkreis, aber jetzt geht es um die Aufdeckung der Szenarien der Einheitsfront – und das sollte nicht herauskommen.
    Drei Szenarien eines Schlachtplans ” Zack Zack ” werden sichtbar und sollten den ramponierten Ruf der SPD mit Hilfe Ihrer CDU verbessern helfen:
    1. Ennullat soll spüren, dass über seinem Kopf ein Schwert hängt.
    Was bedeutet, dass Gutes in dieser Situation für ihn nicht passieren kann.
    2. Ennullat soll nicht wieder wie der mythische Vogel Phönix aufstehen können. Der Fehler soll sich nicht
    wiederholen.
    3. Ennullat ist der Hauptverantwortliche für das Wahldesaster der SPD in KW. Sein Wahlerfolg, der wie Blei
    an den Füßen lastet, zieht die SPD tief nach unten.

    Was ist zu tun, fragt sich die SPD, fragt sich die Einheitsfront?
    De Alchemist Schröter hat schon, ist zu hören, sogar bei Van Morrision in seiner Ballade ” the philosophet’s stone ” eine Lösung gesucht: When my Job is turning lead into gold…”
    Also übertragen: Wenn es meine Aufgabe ist, aus Blei an den Füßen Gold zu machen, dann geht das nur mit dem Untergang von Ennullat. Er muss ans Kreuz, denn er ist der Hauptverantwortliche für unser Wahldesaster.
    Ach, es sah alles so gut aus. Und jetzt die Offenlegung des Geheimplanes!
    Darum geht es, sehr geehrte(r) LaLeLu, nicht um diesen ätzenden Füting, der so viel Wind um einen so kleinen Hafen gemacht hat und macht.
    Ich kann nun einmal Ungerechtigkeit, Intrigen und spaltarische Parteienpolitik – wer sie auch immer betreibt – nicht ausstehen.
    Und Danke für Ihren Kommentar.

  2. LaLeLu
    30. Juli 2020 at 18:51

    Sehr geehrter Herr Füting,
    ich kann mich nicht erinnern, Ihnen das Du angeboten zu haben. Aber in einem Internet-Forum kann man wohl jede/n duzen.
    Leider muss ich Sie vollständig enttäuschen. Nix SPD, nix AFD nix wasauchimmerD. Sorry. Ob die SPD im nächsten Kreistag oder Landtag oder Bundestag sitzt, ist mir persönlich vollkommen egal. Das kann ich Ihnen sschriftlich geben, wenn Sie wollen.
    Bei der letzten Wahl habe ich CDU gewählt. Dazu stehe ich.
    Zu Ihrer Behauptung, dass ich Ihre Aussage über das vermeintlich gebrochene Wahlversprechen nicht belegen kann, möchte ich auf Ihre Worte auf der Seite https://www.gt-worldwide.com/kategorie/thema/autoren-gastautoren-in-gt/autoren-f/fueting-dieter/fueting-2018/neues-konzept-fuer-den-hafen-koenigs-wusterhausen.html
    verweisen: Zitat Anfang “Swen Ennullat hat hier also definitiv gegen sein Wahlversprechen gehandelt. Mehr noch: Er hat es gebrochen.”
    Zitat Ende.
    Ich muss nichts behaupten ohne es belegen zu können.
    Wobei ich persönlich bezweifele, dass Herr Ennullat im Wahlkampf konkret versprochen hat, das Hafenprojekt zu Fall zu bringen.
    Natürlich war meine Frage, ob Sie sich mit der Kommunalverfassung beschäftigt haben, rein rhetorisch. Das haben Sie messerscharf erkannt.

  3. Dr. Dieter Füting
    30. Juli 2020 at 15:25

    LaLeLu, nur die SPD schaut zu,
    drum schlaf auch du.
    Such aus der Corporate Identity
    das Schönste aus für die SPD.
    Nehme das Strategiepapier
    der SPD und sorg dafür,
    dass der Scheetz endlich geht,
    dorthin, wo man ihn besser versteht.

    LaLeLu – warum kein Klarname? Sie sind sicher ein SPD_Funktionär. Die schießen gern aus dem Hinterhalt, feige wie die sind. Das sollten Sie nicht mitmachen, denn dann verlieren Sie den letzten Rest einer Ehre, die die SPD schon ganz verloren hat.
    Warum sprechen Sie einmal in der dritten Person über mich und behaupten etwas, ohne Belege zu liefern. Ein andermal stellen Sie direkt eine Frage nach der Bedeutung von Paragraphen der Kommunalverfassung, die Sie aber sofort selbst erklären und interpretieren. Sie wollen also gar nicht meine Antwort; Sie wollen nur den Eindruck hervorrufen, dass Sie einer Art Deutungshoheit über juristische Fragen haben. Das ist doch alles nicht seriös, genau wie der anonyme Name LaLeLu.

  4. Jörg
    30. Juli 2020 at 07:25

    @ LaLeLu Die Abgeordenten können auch beschließen, dass jeden Tag die Sonne scheint ! Und ? Da gehört wohl noch etwas mehr dazu !

  5. Hans Reibel
    29. Juli 2020 at 19:13

    Siehe Strategiepapier der SPD von 2019zur Ablösung von BM Eunullat. Auf Facebook zum lesen. Facebook link unter Stellungnahme AFD.

  6. LaLeLu
    29. Juli 2020 at 17:28

    @Herr Füting:
    Haben Sie sich schon mal mit der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg, insbesondere mit den §§ 54 und 55 beschäftigt?
    Die demokratisch gewählten Stadtverordneten sind es, die in den Gemeinden zu entscheiden haben, nicht die oder der Bürgermeister/in, die/der ihre Entscheidungen auszuführen hat.
    Was sollen die Stadtverordneten machen, damit ihre Beschlüsse ausgeführt werden? Die Stadtverordneten müssen keine Beschlüsse fassen, die der oder dem Bürgermeister/in genehm sind. Die oder der Bürgermeister/in muss jedoch die Beschlüsse der Stadtverordneten ausführen, sonst verletzt sie/er ihre/seine Pflichten und im schlimmsten Fall droht sogar die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.

  7. Dr. Dieter Füting
    28. Juli 2020 at 11:10

    LaLeLu, nachdenkliches zum Staunen.
    Descart sagt, dass der Staunende nicht den Schritt der Erkenntnis tut, also vom Staunen nicht sich anregen lässt, tatsächlich zu verstehen, worüber er staunt, sondern lieber im Staunen verharrt.
    Ist das so?

  8. LaLeLu
    28. Juli 2020 at 09:17

    Ich staune immer wieder, dass Herr Füting auf der einen Seite Herrn Ennullat als Brecher seiner Wahlversprechen bezichtigt und auf der anderen Seite für Herrn Ennullat Partei ergreift.
    Vielleicht hat er (noch) nicht entschieden, was er will. Aber ätzt schon mal kräftig los. In alle Richtungen.

  9. Holger Schmidt
    26. Juli 2020 at 08:17

    Dieses Interview bringt es auf den Punkt, oder gleich im Original der Einheitsparteien:- Diese Wahl muss rückgängig gemacht werden.

  10. Laermgegner
    25. Juli 2020 at 16:31

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/drei-menschen-sterben-kleinflugzeug-stuerzt-in-wohnhaus-in-nrw/26037420.html

    Da kann die SPD wieder Reden halten, Trauerreden über den Schmerz usw. Nun ist Ortwin Baier – ehemaliger BM aus Mahlow / Blankenfelde und MDL aus der SPD ausgetreten. Warum wohl ?!

  11. Dr. Dieter Füting
    25. Juli 2020 at 15:02

    Offener Brief an Ludwig Scheetz, Vorsitzender der SPD –
    Fraktion in der KWer SVV und Landtagsabgeordneter
    Sehr geehrter Herr Scheetz,
    Ihr unsägliches Interview in der MAZ am 23. 7. 2020 habe ich im
    „Schulzendorfer“ entsprechend gewürdigt.
    Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
    Heute habe ich in Der Zeit ein Streitgespräch zwischen der 20jährigen
    Studentin aus Berlin, Franziska Heinisch, die Mitglied der SPD ist, und
    dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gelesen.
    Bitte lesen Sie unbedingt dieses Streitgespräch.
    Wenn Sie nur noch eine Spur von politischer Verantwortung haben, dann
    müssten Sie sofort verstehen, dass Sie den Menschen im Landkreis,
    insbesondere in KW, nicht mehr zumuten können, Ihre politische
    Hochstapelei als Parteisoldat weiter als Politik zu verkaufen.
    Bitte nehmen Sie mein Bild von Ihnen einfach nur zur Kenntnis, dass ich
    Sie für die politische Lage in KW menschlich und intellektuell in
    Verantwortung nehme.
    Ich halte Sie für vollkommen überfordert, als ein Mensch ohne eigene
    Meinung.
    Wir haben es als Stadtgemeinschaft KW nicht verdient, dass sich
    Menschen ohne politisches Feingefühl und Verantwortung für das Ganze,
    einfach geradezu erlauben, Grundsatzentscheidungen für alle zu treffen.
    Die aktuelle Situation in der Stadt zeigt, dass Sie den Problemen hier
    nicht gewachsen sind.
    Ziehen Sie endlich die einzig richtige politische Schlussfolgerung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Dieter Füting
    Niederlehme

  12. Hans Reibel
    24. Juli 2020 at 13:29

    SPD – Sozialparasiten, siehe Scheetz. Früher hatten diese Berufe, heute geschönte Lebensläufe. Nebenbei gesagt, Beiakten sind im öffentlichen Dienst normal.
    Man hört in Niederlehme, dass ein dortiger Bauunternehmer sich zum Seniorenprojekt in Zeesen nicht äußert,sonst auch zu Gerichtsurteilen,
    weil er davon profitiert.

  13. Dr. Dieter Füting
    23. Juli 2020 at 17:47

    Es ist beinahe absolut unwahrscheinlich, dass die SPD – Leute in LDS die Menschen hier begreifen können. Selbst die katastrophale Abnahme der Akzeptanz der SPD insgesamt hat es nicht vermocht, dass die KWer SPD auch nur eine kleine Spur von Bescheidenheit, Zurückhaltung und Respekt gegenüber der gesamten Stadtgemeinschaft zeigt. Es gibt keine Wahrheit in der Politik. Es gibt nur Empfindungen und Erfahrungen, die den Raum schaffen für Gerechtigkeit und Fairness. Diese SPD ist in der Gegenwart überflüssig. In der Zukunft wird sie nur eine Erinnerung sein.

  14. Herberz Rosenau
    23. Juli 2020 at 16:47

    Wer sich gegen die Wahlentscheidung der Bürger stellt hat diesen Bürgerentscheid nicht verstanden. Egoismus und Neid auf das geschaffene von anderen ist nicht der richtige Weg.

  15. Andreas Haselow
    23. Juli 2020 at 12:38

    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
    Lieber Herr Schetz, wenn Sie meinen den Bürgern Königs Wusterhausens weiterhin “nichts sagen zu dürfen”, dann dürfen Sie zusammen mit Ihrer SPD in den finalen Lockdown.
    Es ist eine infantile Frechheit in diesem Interview zu behaupten:
    “Die Fakten sprechen aber eine andere Sprache.” (über die sie angeblich nix sagen dürfen)
    Ihre Tautologie aufgreifend:
    Sie lügen Lügen!

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