Meinung: Darum darf die Vergabestelle nicht in Schulzendorf ansässig sein

18. Juli 2018
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Dass die gemeinsame Vergabestelle der Gemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen kommt, ist so gut wie sicher. Alle Volksvertreter wollen sie, auch wenn es gegenwärtig über die Wege dahin Meinungsstreit gibt. Das neue Amt soll in Schulzendorf ansässig sein. Das wäre allerdings fatal!

Das Schulzendorfer Rathaus krankt an chronischer Intransparenz. (Bildmontage:Bliefert)

Das Schulzendorfer Rathaus krankt an chronischer Intransparenz. (Bildmontage:Bliefert)

Das bedeutendste Prinzip einer Vergabestelle ist das Transparenzgebot. Es verhindert Korruption und Mauscheleien bei der Auftragsvergabe. Bürgermeister Markus Mücke (SPD – nominiert) hat in seiner bisherigen Amtszeit mehrfach bewiesen, dass er eines nicht beherrscht: Transparenz.

„Wir werden keine Verwaltungsabläufe definieren und darstellen.“, lautet Mückes Antwort auf die Frage eines Abgeordneten.

Auf bohrende Fragen einer Gemeinderätin zu Abläufen im Rathaus hieß es von Mücke: „Die Form der Kontrolle rückt in meinen Zuständigkeitsbereich. Das ist ein Geschäft der laufenden Verwaltung. Sie überschreiten Ihre Kompetenzen.“

Beide Antworten standen zwar in keinem Zusammenhang mit der Vergabe von Leistungen. Sie symbolisieren jedoch eins: Völlige Intransparenz.

Auch wenn die Bürgermeister von Eichwalde und Zeuthen, Jörg Jenoch und Sven Herberger, erst gute 100 Tage im Amts sind. Beide beweisen bereits nach kurzer Zeit Bürgernähe, Offenheit und Transparenz. In ihre Rathäuser gehört die künftige Vergabestelle und nicht in ein Haus der Verdunkelung!

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