Lesermeinung: Die Wahrheit wird abgeschafft

11. August 2019
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Über den MAZ – Artikel von Josefine Sack vom 13.Oktober 2018, „MUSIKKLASSEN – PROJEKT beendet“, kann man nur den Kopf schütteln.

Wer den Schulbetrieb aus eigener Erfahrung kennt, weil die eigenen Kinder diesen durchlaufen oder man als Elternteil selber in den Konferenzen sitzt, fragt sich nach Ihrem Artikel, wie es einer einzigen Lehrerin gelingen sollte, ein ganzes Schulprofil abzuwickeln. Für die Einführung oder auch Abwicklung von Schulprogrammen müssen alle Gremien zustimmen, in denen alle Lehrer, Schüler und Eltern vertreten sind. Mehrheitliche Beschlüsse sind notwendig! Da zählt doch nicht nur die Meinung einzelner, sondern aller.

Weihnachtssingen in der Grundschule Schulzendorf (Foto: mwBild)

Weihnachtssingen in der Grundschule Schulzendorf (Foto: mwBild)

Herr Freese war der Vorstandsvorsitzende des Musikfördervereins und hat diesen sicher mit abgewickelt. Warum wird nicht erwähnt,  dass auch 2 interaktive Whiteboards an die Gemeinde übertragen wurden? Die MAZ berichtete über die Anschaffung ausführlich am 28.08.2015 und davon, dass die interaktiven Whiteboards Begeisterung bei Mathematik- und Geografielehrern hervorrief.

Die Anzahl der Musikklassen betrug nicht 12 sondern 13, so wurde es zumindest bei den Konzerten angesagt. Es gab nämlich auch etwas ganz Besonderes: Eine Orchesterklasse für Schüler in der 6. Klasse, die die Kinder besuchen konnten oder auch nicht. Eltern haben für die Teilnahme ihrer Kinder in dieser, ebenso wie in der 4. und 5. Klasse für die Streicher-, Bläser- oder Percussionklasse,  eine  Einverständniserklärung unterschrieben. In der stand, dass die Kinder 4 Musikstunden  wöchentlich haben. Der Verfasser dieser Einverständniserklärung war der Schulleiter, so ist es zumindest zu lesen. Die Kinder hatten auch 4 mal Musik im wöchentlichen Stundenplan und nicht wie in Ihrem Artikel berichtet 3 Musikstunden. Es ging nicht um eine zusätzliche 4. Unterrichtsstunde für die Kinder. Die hatten die Kinder längst.

In der letzten Versammlung für alle Eltern der Musikklassenkinder, die der Schulleiter in der Grundschule Schulzendorf durchführte, war von Nichtunterstützung seitens der Politik die Rede. Erst auf dieser Veranstaltung ist uns klar geworden, dass dieses gewaltige Musikprojekt nur funktionierte, weil die Lehrer der Grundschule jahrelang bereit waren, ihre Freizeit in großem Umfang einzusetzen. Demnach ging es um die fehlende Unterstützung des Lehrerteams der Grundschule. Dieses landesweit einmalige Projekt wurde offensichtlich durch die Lehrkräfte der Grundschule Schulzendorf ermöglicht, die in einem fast nicht mehr vertretbaren Ausmaß etwas Großartiges  geschaffen hatten. Jedes Kind, das die Grundschule verließ, hatte instrumentale Erfahrungen gesammelt. Als besonders wertvoll empfand ich persönlich, dass die Kinder im Team agieren konnten.

Sieht das der Schulleiter alles anders? Ist DAS die interne Unstimmigkeit, von der im MAZ – Artikel berichtet wird?

 

 

 

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