KW-Kurier: Michaela Wiezorek im „Schönwetter“-Interview

20. Mai 2021
Von

Königs Wusterhausen. Der parteilastige KW–Kurier hat der Bürgermeister – Kandidatin von Königs Wusterhausen, Michaela Wiezorek (Ex-Funktionärin in der SED-Nachfolgepartei PDS), zwei Seiten zur Verfügung gestellt. Zwei ganze Seiten! Wer hat, der kann.

KW Kurier

KW-Kurier Reporter Torsten Müller stellte ihr Fragen, keine kritischen, aber dafür solche, die Torschussvorlagen glichen. Wiezorek musste nur noch den Fuß ranhalten, um die „Pille“ ins Tor zu schieben. Prädikat: „Professionell“ – Ein Schönwetter-Interview!

Sie will sachliche Kompetenz und Führungsstärke ausspielen und gefällt sich auch in der Rolle der harmonischen Familie, die man einfach gern haben muss.

Doch Vorsicht! Der Teufel kommt als Eichhörnchen, sagt der Volksmund. Er kommt immer sehr vorsichtig und geschickt getarnt.

Der Teufel kommt als Eichhörnchen

Angetreten, die einundzwanzig,

in Reih und Glied.

Verflochten, eine Kette bildend,

auf den Lippen das alte Lied.

 

Da stehen wir und staunen:

Die Kandidatin ein hoher Fund?

Gefaselt wird vom Aufräumen

Und einem schwarzen Hund.

 

Hier also ist der Hund begraben.

Jetzt kommt die Feuertaufe.

Geprüft werden alle Herzen.

Und fertig ist die Laube.

 

Wir wissen ja, wesen Brot ich ess,

des Lied ich also sing.

Und unter jedem Dach

auch immer wohnt ein Ach.

6 Responses to KW-Kurier: Michaela Wiezorek im „Schönwetter“-Interview

  1. Dr. Dieter Füting
    23. Mai 2021 at 21:55

    Der Politiker im Wechselspiel von Wollen und Können

    st es überhaupt möglich, so mir nichts dir nichts zu beschließen: Ab
    morgen werde ich Politiker, bewerbe ich mich für das Amt eines
    Bürgermeisters?
    Nein, das geht gar nicht! Auf diese Idee kommt man nur, wenn man
    sich einer Partei zugehörig fühlt. Wenn man von dieser Partei
    vorgeschlagen wird, ein gerüttelt Maß an Selbstüberschätzung
    vorweisen kann und der Meinung ist, die eigene Stufe der Inkompetenz
    noch nicht erreicht zu haben.
    Jeder aktive Politiker hat jedem anderen einen langen zermürbenden
    inneren Prozess voraus. Und er hat die Einsicht voraus, dass er sich
    zwangsläufig im Zwiespalt befinden muss. Der Zwiespalt kommt aus
    der Erkenntnis, dass sich jeder entfremdet in einer Welt, in der nur die
    zählbare Produktivität Wert hat. In einer Welt, in der jeder unablässig
    den Projektionen anderer ausgesetzt ist, muss versucht werden,
    reflektiert genug zu sein, um die Suche nach dem eigenen Anspruch
    nicht zu gefährden.
    Es ist die Suche nach dem eigenen Ich. Herausfinden, wer man ist in
    dieser Welt und wer man sein will. Die Suche nach dem, was das
    Spezielle, das Antreibende, das Kreative in der eigenen Person ist. Es ist
    die Suche nach dem Unbewussten im Wechselspiel mit dem Verständnis
    seines anerzogenen Wesens.
    Das paradoxe Ergebnis ist ein Kompromiss. Der Kompromiss, dass sich
    der Politiker entfremden muss, um zu erkennen, unter welchen
    Bedingungen er zielstrebig arbeiten kann und was er selbst an
    Originalität beitragen möchte. In einer Kultur, in der nach festen und
    unveränderlichen Schranken gegriffen wird, können nicht alle oder
    wollen nicht alle es wagen, diese Schranken zu überwinden. Diese
    Entscheidung muss letztlich jeder für sich selbst treffen. Das Glück,
    heißt es, ist mit dem Mutigen. Aber erst die Einsicht in diese Prozesse,
    mit der Leidenschaft nach der Suche, sichert die Akzeptanz der
    Menschen und sichert das Überleben.

  2. Dudu
    23. Mai 2021 at 12:10

    @ Dr. Dieter Füting MAZ+ Wochenspiegel * KA ( O ) Wehhhhhhhhhhhhhhh – Kurier- für alle gilt Heinrich Heines – Deutschland ein Wintermärchen. Man kann bei denen noch so viele Leserbriefe schreiben, man kann sich noch so oft bei den Räten der Pressefreiheiten beschwerden – man wird nur wieder feststellen, dass Oben – deckt Unten. Die Qualitätsmedien haben Narrenfreiheit im Sinne des Herren.

  3. Dr. Dieter Füting
    22. Mai 2021 at 11:59

    WAS MACHT ES UNS SO SCHWER, DIE BOESEN ATTACKEN AUF MENSCHEN ZU BEGREIFEN, DIE VERSUCHT HABEN, UNSERE STADT FREI ZU MACHEN?
    Frei zu machen von Intrigen, Hinterzimmer – Absprachen, Vorteilssuche und Geltungsdrang zu noch so kleinen Pöstchen.
    Schon jener gutmütige Patriarch Vater Briest hat bei Theodor Fontane die brandenburgische Tiefebene nicht einmal ansatzweise überblickt. Auch KW ist ein viel “zu weites Feld”. So bleibt KW ein Symbolismus. Selbst das “Bündnis 21”, mit seiner vagen Erlösungshoffnung, kommt auch zu der Erkenntnis, dass es die wahre Gerechtigkeit niemals zu geben scheint. Welche Erkenntnis könnte erschöpfender sein.
    Wieso dann dieses neue Bild vom Schlaraffenland KW? Wieso dann die stotternde Kandidatin neben dem schlafenden Volk? Wieso diese falsche Kandidatin? Als dösende alte Frau oder als wegnickende, vielleicht herzgebrochene? Oder nur eine melancholische Dienstmagd des Bündnisses? Man kann sie nicht als Kandidatin mögen wollen. Und man kann sie nicht wählen.

  4. Normalo
    21. Mai 2021 at 13:31

    na ja, ich habe aber das Gefühl, dass sie hier auch kein besonders faires Interview bekommen würde. Schon die hier abgebildeten Fotos passen nicht in unsere Zeit.Man denkt, metoo hat es nie gegeben.
    Bei aller Ehre, der KW-Kurier ist auch nicht die FAZ (zumindestens nicht ganz 😉 )

  5. XXXXXXXXXX
    21. Mai 2021 at 11:03

    Da zeigt der SPD-Kurier eine steile Lernkurve!

    Zu Ulrich-Rochow-Zeiten wurde dem MAWV durch ganzseitige Selbstdarstellungen die grosse Bühne zu Teil, indem die bezahlten Gefälligkeitsinterviews, in denen Herr Scepanski nur Wohlfühl- und Schönwetterfragen beantworten musste, als Journalismus verkauft und mit “Spree-Presse und PR-Büro GmbH” unterschrieben wurden.

    Frei nach dem Rochow-Motto: “Pressefreiheit muss man sich leisten können”.

    Jetzt trägt die PR wenigstens einen Namen einer (hoffentlich?) natürlichen Person.
    Dafür werden nun mittlerweile 2 Seiten für diese PR geopfert, ehe Mann sich zum Nacktbildchen auf der letzten Seite vorgestossen hat …

  6. zicke
    21. Mai 2021 at 08:02

    Wenn der Leser nicht erkennt, dass dieses Blattbzw. Verlag sich aus Anzeigen finanziert – dann ist ihm auch nicht zu helfen.

    Die Partei, die das gern finanziert , hat es ja auch drauf , Saalrunden und Kaffeerunden + Würstchen auszugeben, um beim Wähler – vor der Wahl – ” bekannt ” zu werden. “Den kenne” ich, ist ja immer noch das Hauptargument , jemand zu wählen.

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