Ich bin der Projekt Chef, ich weiß von nichts! – ein Kommentar.

17. April 2015
Von

Glaubt man Gesundheitsexperten, kann eine einzige eingeatmete Asbestfaser dafür ausreichen, in zehn oder zwanzig Jahren an einer lebensbedrohlichen Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken.Michael Wolff

Wer denkt, Gerhard Köhne sorgt angesichts der Entdeckung des todbringenden Minerals auf dem Areal im Ortszentrum, auf dem er ein großes Bauprojekt vorantreibt, für Aufklärung, ist auf dem Holzweg. Dabei haben die Menschen ein Recht darauf zu erfahren, ob konkrete Gefahren für ihre Gesundheit ausgehen.

Stattdessen tut sich Köhne durch demonstrative Unwissenheit hervor. Seine Botschaft lautet: Ich weiß von nichts! Dabei ist er ein erfahrener Mann, hat an der Ruhr Universität in Bochum Geologie studiert. Er sollte sich also in Bodenangelegenheiten bestens auskennen.

„Ich habe keine Kenntnis!“, was bitte ist denn das für eine Antwort? Einem Profi sollte es nicht nur möglich sein, ein Baugrundrisiko einzuschätzen, zumal sich das künftige Baufeld nur wenige Schritte entfernt von einer Deponie mit höchst fragwürdigen Abfällen befindet. Man muss vorallem von ihm erwarten können, dass er bereits im Verdachtsfall Schutz- und Sicherungsmaßnahmen ergreift.

Und allein die Tatsache, dass das Grundstück nicht im Altlasten Kataster des Landkreises auftaucht, heißt ja längst nicht, dass es auf dem Areal keinen Asbest geben darf. Zumindest das sollte der Projekt Chef wissen.

One Response to Ich bin der Projekt Chef, ich weiß von nichts! – ein Kommentar.

  1. soli
    17. April 2015 at 07:43

    Altlasten Kataster des Landkreises – da gibt es Schulzendorf nicht !? Na dann ist ja alles klar, dass der Landkreis bei allen andren Dingen uns nicht auf den Bildschirm hat – Wir sind hier Freiwild.

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