“Es ist doch nur Winter!” – ein Kommentar.

17. Februar 2010
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Es tut sich schwer auf Schulzendorfs Pflaster, ganz besonders auf den vielen unbefestigten Nebenstraßen. Ältere Fußgänger und Radfahrer müssen einen Gang zurückschalten und sich derzeit auf zum Teil völlig vereisten Pisten besonders in Acht nehmen. Von Streufahrzeugen ist weit und breit nichts zu sehen. Doch warum eigentlich nicht? Warum nimmt man in Kauf, dass Menschen ausrutschen und sich schwere körperliche Leiden zuziehen können. Gebetsmühlenartig trägt die Verwaltung die Gründe für diese Misere vor. Von besonderen Problemen ist da die Rede, die Kapazitäten seien erreicht und zusätzliche Räumdienste konnten nicht gebunden werden. Diese Töne kennt man. Auch die S – Bahn Berlin GmbH versucht so, jeden Winter auf das Neue, ihren Kunden zu erklären, dass eins und eins, zwölf macht. Den Winter für die glatten Straßen verantwortlich machen!! Wer daran glaubt, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet. Ich würde das anders nennen: ungenügende Vorbereitung und mangelnde Voraussicht. Der Drang zum Sparen wird es jedenfalls nicht sein, davon bin ich überzeugt. Man war einfach verwöhnt vom Winter 2008/2009. Da gab es bekanntermaßen ein Niederschlagsdefizit. Dies ist in diesem Jahr zur Freude vieler Kinder und Wintersportler anders. Und trotz allem: Es ist doch nur Winter!

Gerlinde Sauer

(Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von www.schulzendorfer.de übereinstimmen.)

2 Responses to “Es ist doch nur Winter!” – ein Kommentar.

  1. 25. Oktober 2010 at 19:39

    Sehr guter und informativer Blog. Kann ich den News feed für diesen blog abonieren

  2. Frühling-Sommer-Herbst und WINTER
    17. Februar 2010 at 10:46

    Es empfiehlt sich mal einen Blick in die Satzung über die Straßenreinigung der Gemeinde Schulzendorf zu werfen. Hier mal ein kleiner Auszug. Die komplette Satzung ist auf der Hompage der Gemeinde einzusehen.

    Winterdienst

    (1)
    Die Gehwege sind entlang der Grundstücksgrenze in einer Breite von 1,00 m bis 1,50 m von Schnee freizuhalten. Auf Gehwegen ist bei Eis- und Schneeglätte zu streuen, wobei die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen grundsätzlich verboten ist; das gilt nicht:

    a) in besonderen klimatischen Ausnahmefällen (z.B. Eisregen), in denen durch Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Streuwirkung zu erzielen ist,

    b) an besonders gefährlichen Stellen der Gehwege, wie z.B. Treppen, Rampen, Brücken, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken.
    Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut werden. Auch ist es unzulässig, mit salzhaltigen oder auftauenden Mitteln durchsetzten Schnee auf Baumscheiben abzulagern.

    (2) In der Zeit von 07.00 bis 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte zu beseitigen. Nach 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind montags bis freitags bis 07.00 Uhr, samstags bis 8.00 Uhr und sonn- und feiertags bis 09.00 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.

    (3)
    An Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse müssen die Gehwege so von Schnee freigehalten und bei Glätte bestreut werden, dass ein gefahrloser Zu- und Abgang für die Fahrgäste gewährleistet ist.

    (4) Der Schnee ist auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges oder – wo dies nicht möglich ist – auf dem Fahrbahnrand so zu lagern, dass der Fußgänger– und Fahrverkehr hierdurch nicht mehr als unvermeidbar gefährdet oder behindert wird. Die Einläufe in Entwässerungsanlagen und die Hydranten sind von Eis und Schnee freizuhalten. Schnee und Eis von Grundstücken dürfen nicht auf den Gehweg und die Fahrbahn geschafft werden.

    Wenn sich alle daran halten würden, dann müssten auch nicht so viele Schulzendorfer Gefahr laufen, sich den Hals bei diesem Wetter zu brechen.

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