Die Scheinheiligkeit einiger Gemeindevertreter

19. Dezember 2021
Von

Schulzendorf. Wie trockene Alkoholiker, die immer wieder versichern müssen, dass sie keinen Tropfen mehr anrührten, haben Winnifred Tauche, Claudia Mollenschott (beide Die Linke), Claudia Stölzel (Bündnis 90/Grüne) und Tim Kolbe (SPD) bei vielen Gelegenheiten von sich behauptet, ganz nah beim kleinen Mann in der Gemeinde zu sein. Sie wissen, wie die Bewohner denken. Ach, was sind wir doch VOLKSNAH!

Im Disput um Vorflächen und den Plan von Bürgermeister Mücke, sie entweder zum Horrorpreis an Betroffene zu verkaufen oder schlimmstenfalls von ihnen einen Rückbau der Einfriedung und der Hausanschlüsse zu fordern, gaben sich die vier Gemeinderäte besonders scheinheilig.

Betroffene empfinden die Rathaus Pläne als ungerecht. Jahrzehnte lang pflegten und nutzten sie die im Eigentum der Gemeinde stehenden Areale mit ihrer Tolerierung.

Bildmontage: mwBild/Bliefert

Bildmontage: mwBild/Bliefert

Bis heute warten sie auf Antworten zu diesen Fragen: Warum sollen Anlieger die Flächen zum aktuellen Bodenrichtwert kaufen, wenn die Gemeinde es jahrzehntelang versäumte, das Vorflächenthema zu bereinigen? Warum ist keine Stichtagsregelung möglich? Warum sollen Bürger Einfriedungen auf ihre Kosten zurückbauen, wenn ihnen die Errichtung genehmigt wurde? Haben Anlieger im Laufe der Jahrzehnte Rechte an den Flächen erworben? Warum orientiert sich das Rathaus nicht an Lösungen, die andere Kommunen in gleichgelagerten Fällen praktizieren?

Obwohl diese und zig andere Fragen offen und ungeklärt sind, votierten die vier für den Rathaus Plan von Bürgermeister Mücke. Von ihren Beteuerungen, ganz nah bei den Menschen zu sein, haben Betroffene nichts gemerkt.

Im Gegenteil! Als die Interessensgemeinschaft Altanschließer Schulzendorf allen Abgeordneten eine über 100 Seiten starke Dokumentation zum Thema übergab und damit für Aufklärungen sorgen wollte, äußerte Tauche sinngemäß, sie hätte keine Zeit, die vielen Seiten zu studieren.

Tauche, Mollenschott, Stölzel und Kolbe sind in einer „Meinungsblase“ gefangen. Ach, was sind wir doch VOLKSNAH!

5 Responses to Die Scheinheiligkeit einiger Gemeindevertreter

  1. Bürger zweiter Klasse
    25. Dezember 2021 at 23:10

    Es geht nur um Kohle, das Menschliche steht hinten an, wenn überhaupt.
    Keiner im Rathaus hat Interesse an einem “ruhigen Dorfleben”. Meines Erachtens geht es immer um Machtausübung,und das muss gezeigt werden.

    Schade

  2. Galle
    25. Dezember 2021 at 11:53

    Die Linken ,mit Aunahme von Herr Voigländer ,- eine einzige Enttäuschung. Der Abgesang dieses Grüppchen ist damit endgültig besiegelt.

  3. Altanschließer
    21. Dezember 2021 at 10:16

    Es ist kein Wunder, dass die Linkspartei soviel Stimmen bei der Wahl verloren hat. Die Kluft zwischen Wort und Tat wird bei ihnen immer größer. Frau Tauche ist in meinen Augen mit ihrer Abstimmung nicht mehr legitimiert an der Spitze der GV zu stehen, die 7.855 Bewohner repräsentiert.

  4. Norbert Winter
    20. Dezember 2021 at 22:01

    “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.”, sagte Adenauer. Der Umgang mit den Bürgern beim Thema Vorflächen ist alles andere als “100% sozial”.

  5. Oliver
    20. Dezember 2021 at 13:11

    Ich lese hier nur was zwischen den Zeilen…

    “Warum sollen Bürger Einfriedungen auf ihre Kosten zurückbauen, wenn ihnen die Errichtung genehmigt wurde?”

    Nach meinem Verständnis , muß dann nicht auf Kosten der Bürger zurückgebaut werden, sondern da ist sogar noch eine Entschädigung vorzunehmen, wenn es ein genehmigter Bau ist.

    Es gibt am Ende aber auch die Möglichkeit gar nichts zu beschließen, wen stört es denn wenn alles genau so gelassen wird wie es ist ???
    Ging doch jetzt über 50 Jahre lang auch!

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