Die Politik in Bedrängnis – ein Kommentar

14. Mai 2021
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Mit ein wenig Überraschung habe ich zur Kenntnis genommen, dass das Thema Bundestagswahl nicht so richtig unter die Haut geht.

Dr. Dieter FütingWarum ist das so?

Die Menschen sind müde geworden und ziemlich erschöpft. Sie leben im Dauerspannungsfeld der Schlagworte: Kaufkraftverlust und Preissteigerung, Geldflutungspolitik und Klimaneutralität, Pandemie und revolutionärer Technologie. Und sie fragen sich, wer die Verlierer und Gewinner sein werden.

Und die Parteien?

Sie streiten und überbieten sich im Wettbewerb, den Bürgern aufgehübschte Ladenhüter anzudrehen. Der Tenor: Leistung muss sich lohnen. Wir haben das richtige Personal. Tarifverträge müssen her. Steuern müssen runter. Nachhaltig wirtschaften ist das Gebot der Stunde.

Die Linken sehen den Klassenkampf als Triebfeder der Geschichte. Die Bürgerlichen die Marktwirtschaft und die Wirtschaft. Die Grünen sind im Zweifel mit sich selbst. Die Sozialdemokraten tragen heute bunt.

Was ist zu tun?

Das Evolutionsgesetz allein gibt schon die Antwort: Jeder Stillstand in der Entwicklung muss zum Niedergang führen. Doch der 1. Satz der Thermodynamik scheint zu widersprechen. Denn Energie geht ja nicht verloren, wird nur umgewandelt. Alles bleibt.

Doch der 2. Satz beschreibt das Gesetz des Todes. Wenn mit steigendem Aufwand immer mehr Energie aufgebracht werden muss, aber immer weniger genutzt werden kann, führt das zum Niedergang der Gesellschaft, zum Kollaps.

Was muss die Politik tun, um den Verfall der Gesellschaft zu retten?

Sie muss dafür sorgen, dass wir uns der Außenwelt öffnen. Wir müssen  bei Strafe unseres Unterganges der Gesellschaft neue Energie zuführen, neue und vielfältige Energien einbringen. Das ist zugleich Ziel, Maßstab, Aufgabe und Ergebnis jeder zeitgemäßen Politik. Hier müssen die konkreten Vorschläge erarbeitet werden.

Die Politik verteidigt nur den Status quo, sie wagt keine Experimente. Und wenn doch, dann auf Kosten unserer Lebensqualität. Das führt zu Stillstand, Ermüdung, Ablehnung der Politik, Sozialneid, Postenschacher und Verlust der Zukunft.

Es ist das Gesetz des Todes,.das zu überwinden ist.

7 Responses to Die Politik in Bedrängnis – ein Kommentar

  1. Utz
    15. Mai 2021 at 10:23

    @Hans Reibel Sie dürften das moralische Recht auf Ihrer Seite haben, aber Recht ist auch in KW, was dem Staat nutzt. Die Entgleisungen von einigen Politikern, zeigt doch wie sicher sie sich fühlen und denken, mit dem Instrument der Angstverbreitung alles in Ihrem Sinne erreichen zu können.

    Weltweit kommt jetzt der Faktor Religon wieder stärker in den Mittelpunkt, in deren Folge Randgruppen eine laute Stimme verbreiten. Die laute Stimme wird von solchen Eiertretern dann wieder genutzt und so dreht sich eine Spirale immer schneller.

    Aber warum schreiben wir hier nur, wenns Volks schön findet – nicht zur Wahl geht und mit der Hinweis – es ändert sich doch nichts handtiert und die Meinung von Presse nur übernimmt.

  2. Hans Reibel
    14. Mai 2021 at 20:45

    Eine Politik, die den Namen verdient,wird nur mit einer Neuwahl von Ennullat möglich sein. Politik im Sinne der Bürger und für die Bürger KWs wird zur Zeit massiv verhindert. Die Seite-Politik in KW- zeigt deutlich, wer Macht ausüben will in KW ohne Bürgerbeteiligung, s. abgelehnte Abwahleinspüche. Die genannte Seite wird von fast immer den selben Hasskommentatoren betrieben. Demokratische Lesermeinungen werden sozialistisch und teilweise beleidigend kommentiert. Diese wenigen SVV 21 Antidemokraten, wollen KW beherrschen. Egal, wie die sog. Neuwahl ausgeht, danach gibt es kein Bündnis 21 mehr, was immer es angeblich war.
    Menschen wie Lummitsch, die sich mit Kroatiengeschäfte vor Jahren abgegeben haben, aber auch andere sog. Parteilose, die sich im Autohandel bewegen, werden ihr Waterloo erleben. Von Bauunternehmern, die ihre Früchte in letzter verloren haben, wird in nächster Zeit auch nicht mehr viel zu hören sein. Die SVV hat verloren, sie merken es nur nicht. Es hat wohl etwas mit Intelligenz zu tun und weniger mit Parteiproporz.

  3. Dr. Dieter Füting
    14. Mai 2021 at 18:11

    Herr Hans Reibel, ich gebe Ihnen Recht. Es ist zweifellos ein erschütterndes Dokument der Dummheit des Herrn Marx. Politik kommt nicht nur im kleinen, sondern auch im großen in Bedrängnis, wenn solche Entgleisungen und Auffassungen einfach hingenommen werden. Kein Mitglied dieses sogenannten Bündnisses, das Ja zu KW sagt, hat relativiert oder widersprochen. Sie dulden es, sie bestätigen es damit und sie teilen diese Art von Politikverständnis. Das so ein Verhalten zur Distanzierung und Ablehnung von Politik führen muss, wird offensichtlich gern in Kauf genommen. Wie stoppt man denn diesen Wahnsinn, der durch die Rubrik “Politik in KW” wabert?

  4. Hans Reibel
    14. Mai 2021 at 16:58

    Zitat 16.45h auf Politik in KW
    Dirk Marx
    Ela Werweiss Ja! Ich erachte den Missbrauch demokratischer Werkzeuge auf diese Art und Weise, wie es mit diesen 28 Wahleinsprüchen geschehen ist, definitiv für BULLSHIT! Es ist ein in meinen Augen ein Verhöhnen der Demokratie, ein Verhöhnen des Souveräns, der Bürger, durch die Führer dieser Wahleinsprüche. Diese perfide Verhaltensweise ist mit dem Wort BULLSHIT, welches ich dafür benutzt habe sehr, sehr gelinde beschrieben. LÜGEN sind keine Meinung, sondern einfach nur eines: LÜGEN! Noch eins: Es sind nicht “meine Leute”, die mich unterstützen, es sind Menschen, mit denen ich inhaltlich die selbe Auffassung von Demokratie habe: Das Souverän ist der Bürger, der demokratische Mehrheitsentscheidungen trifft. Diese gilt es zu akzeptieren. Die Definition von Demokratie selbst ist Erklärung, warum die Einsprüche grundlos und in meinen Augen ein schändlicher Angriff auf unser demokratisches Wertesystem darstellt. Dazu noch…. Du weigerst Dich weiterhin standhaft, der Tatsache ins Auge zu blicken, WORÜBER ich geschrieben habe: über einen LÜGNER und seine Unterstützer, die ebenfalls lügen, was das Zeug hält. Nachweislich. Du möchtest mit mir nun über das Wort Bullshit reden, also weiterhin darüber, WIE ich Dinge gesagt habe. Über das, WAS ich gesagt habe – darüber verweigerst Du weiterhin jegliche Debatte. Ich tu mich schwer, diese Verweigerungshaltung einzuordnen. Ist es Ignoranz? Provokation? nicht sehen WOLLEN? nicht erkennen KÖNNEN? Ich verstehe diese Faktenresistenz nicht.
    Zitatende.

    Herr Marx muß krank sein, vermutlich Rückfall. Deshalb wird Politik in KW dem Tode geweiht.

  5. Dr. Dieter Füting
    14. Mai 2021 at 16:15

    Zicke: Nein, ich überfordere den Leser nicht. Meine Achtung vor allen Lebensleistungen der Leser des “Schulzendorfer” ist zu groß. Alle können sich in Gedanken vertiefen und sind in der Lage, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Das ist legitim. Und das ist zu begrüßen. Also, es geht nicht um Botschaften. Es geht um These, Antithese und Synthese. Es geht um das Gespräch. Und es geht um eine Politik, die den Namen verdient.

  6. Hans Reibel
    14. Mai 2021 at 14:54

    Dass Politik insgesamt in Bedrängnis geraten ist, zeigt sich augenblicklich besonders in KW, z.B. werden Kommentare bzgl. Feuerwehrwache sofort versucht,politisch zu deklassieren.
    Die Politik in KW ist dabei sich selbst zu töten, durch einige vermeintliche Demokraten der SVV. Die Parteien sind nur an sich selbst
    interessiert, aktuell das sog. Bündnis 21 in KW. Was ist das eigentlich für ein Bündnis? Für mich ist das ein Ausgrenzungsbündnis gegen Andersdenkende Demokraten, die nicht sozialistisch angehaucht sind.

  7. Zicke
    14. Mai 2021 at 14:11

    Dr. Füting, jetzt überfordern Sie die Leser aber ? Ja, es ist richtig, wenn Sie allein auf der Straße stehen – Sie wissen schon- da werden Sie überfahren. Da müssen schon mehr her, nur gibt es eben keine Volkspolizisten mehr – na Sie wissen schon.

    Und da selbst auf dieser Seite der Vernichtsgedanke gegen andere Meinungen geflegt wird, kann Ihr Ruf – wie von einem Bundespräsidenten mal verkündet – es muß ein Ruck druch die Gesellschaft gehen – auch nur eine Wurthülse bleiben. Es tut alles noch nicht weh genug, ist doch die Botschaft – oder ?

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