Der Klimawandel: Reden mit meinem Enkel Johann in New York

17. Oktober 2020
Von

Mein lieber Johann,

ohne Zweifel haben Wissenschaft und Technik unser Leben bequem und angenehm gemacht. Ich muss zugeben, nicht für jeden. Nicht für jeden von uns Menschen und vor allem nicht für die Natur und für die Umwelt.

Dr. Dieter FütingWir Menschen beuten Umwelt und Natur gnadenlos aus; wir haben entschieden, dass wir das machen wollen, um für uns den so sehr begehrten Wohlstand immer und immer mehr zu vergrößern. Das ist kein Naturgesetz, nein, das ist ein vom Menschen gemachter Plan.

Aber jetzt müssen wir dafür bezahlen.

Es wird immer wärmer auf der Erde. Die Folge: Die Eisberge schmelzen ab. Das sogenannte „ewige Eis“ verschwindet. Dadurch steigt der Meeresspiegel an. Die Küstenlandstriche werden im Meer verschwinden, Inseln werden überflutet. Das geht zum Glück langsam voran. Und das ist unsere Chance. Wir müssen den Klimawandel stoppen.

Wissenschaftler, die den Klimawandel untersuchen, fordern das schon lange. Und viele kluge Leute unterstützen das. Aber alle streiten nur. Keiner will viel machen, weil alles viel Geld kosten müsste. Und so geht es nur im Schneckentempo vorwärts.

Aber jetzt ist etwas passiert, was noch niemals auf der Welt passiert ist… Jetzt sprechen Kinder. Die Kinder sagen: Ihr Erwachsenen denkt nur über ein schönes Leben für euch selbst nach. Ihr denkt nicht genug daran, das wir später mit dem Klimawandel, der alles auf der Erde ändert, leben sollen und leben wollen.

Eisbär

Doch ein kleines Mädchen in Schweden hat etwas Unerhörtes angefangen. Sie ist nicht mehr am Freitag in die Schule gegangen, sondern hat ein Schild bemalt, sich auf den Straßenrand gesetzt und gegen die Tatenlosigkeit der Erwachsenen protestiert. Am Freitag für die Zukunft, war die Losung auf ihrem Plakat.

Zuerst haben die Erwachsenen darüber gelacht und zu Greta gesagt: Du geh erst einmal in die Schule und lerne etwas, dann kannst du protestieren. Aber das Mädchen Greta hat sich nicht beirren lassen. Jeden Freitag hat sie sich auf den Straßenrand gesetzt und gegen die Erwärmung der Welt protestiert. So etwas gab es noch nie.

Zeitungen schrieben über diesen Protest, das Fernsehen brachte Bilder in die Welt. Und auf einmal wussten sehr viele andere Kinder auf der ganzen Welt, was Greta in Schweden macht. Und immer mehr Kinder in vielen Ländern sagten: Das ist vernünftig, was Greta macht. Das unterstützen wir. Das machen wir auch.

Auch sie gingen nicht mehr freitags zur Schule, sie protestierten gegen die Erwachsenen. Sie protestierten gegen die Politiker, die immer nur reden, aber nichts voranbringen. Die Kinder der Welt erkannten, dass Politiker zwar die Macht haben, aber mit dieser Macht nicht gut umgehen können.

Kein Politiker, kein Erwachsener, kein Lehrer konnte die Kinder von dieser Erkenntnis abbringen. Die Kinder hatten das Vertrauen verloren.

Das war etwas so Neues, das sogar die Erwachsenen darüber erschrocken waren. Und sie gaben den Kindern Recht, und sie unterstützten sie in ihren Ansichten. Vor allem die Wissenschaftler unterstützten die Kinder.

Und die Kinder glauben nur noch den Wissenschaftlern. Jetzt bekamen die Politiker Angst um ihren Einfluss. Plötzlich redeten sie viel vom Klimawandel, davon, dass die Ernten schlecht werden, weil die Bienen sterben. Und dass sie das Kohlenstoffdioxid, das an allem schuld sei, senken werden.

Sehr viele Dinge wollen die Politiker jetzt machen. Einiges ist sogar beschlossen, doch kann alles sehr lange dauern. Das wissen die Kinder. Und sie werden nie mehr den Politikern trauen…

Ja, mein lieber Johann, wer Mut hat, kann die Welt ändern. Und Mut hat nur, wer an sich selbst glaubt.

Alles Liebe, dein Opi

8 Responses to Der Klimawandel: Reden mit meinem Enkel Johann in New York

  1. Lärmgegner
    18. Oktober 2020 at 19:37

    @ Dr. Füting – Übringens den Schallschutz für die Bürger am BER gibt es nicht für die Gesundheit ( die liegt bei 45 dB ) , sondern nur- dass die Gespräche nicht gestört werden ( 55 db ) Also reden mit dem Enkel kein Problem.

  2. Lärmgegner
    18. Oktober 2020 at 15:06

    @ Dr. Füting , über die Qualität von Presse, Meinung und Politik haben wir Gemeinsamkeiten- Betroffen ? 230 m über dem Haus ? Räder anrollen ohne Schallschutz ? Leute aus Zeuthen und Wildau drösseln noch auf uns ein, da sie nun durch den Flugrouten Betrug auch etwas abbekommen …

    und dass am BER die bisher lärmbelstete Gemeinde Rauheim ablöst wird https://www.bbbtv.de/wie-man-fluglaerm-maximiert-i-punkt-23-07-2020/ , Time ab 0: 35 ) nimmt bisher keiner zur Kenntnis?

  3. Dr. Dieter Füting
    18. Oktober 2020 at 13:21

    Lärmgegner,
    der BER ist eine Fehlplanung von Anfang an. Sehr viele Anwohner sind in ihrer Lebensqualität, in ihrer Lebensplanung sehr stark beeinträchtigt. Diesen Menschen nimmt man die Zukunft. Ich behaupte sogar, man nimmt ihnen auch die Freiheit, denn Freiheit ist an Besitz gebunden ( ohne Besitz keine Freiheit ), auch an den Besitz von Haus und Grundstück.
    Und keine Partei hilft. Nur ausreden. Bei der Klimakrise ist es nicht anders.
    Ich sehe keine Unterschiede im Denken und Fühlen. Und ich bin ebenso betroffen.

  4. Lärmgegner
    18. Oktober 2020 at 12:08

    @ Dr. Füting Wenn 4 Wölfe und ein Schaf festlegen, was Demokratie und Recht ist, dann haben die Schafe ein Problem.

    Das lebensbedrohliche Problem besteht ab 31.10.2020 für Schulzendorf- wo alle Nicht – Betroffene wegschauen und noch auf die Betroffenen einschlagen. Deshalb ist Ihre Sorgen zwar auch berechtigt, jedoch nicht nicht ihrer Exisenz zeitnah störend.

  5. Dr. Dieter Füting
    18. Oktober 2020 at 09:43

    Lärmgegner:
    Ich gebe Ihnen Recht, dass die Politik die Frage anerkennen, beantworten und unter wirklicher Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger umsetzen muss:
    WAS MUSS GETAN WERDEN, DAMIT ES DEM EINZELNEN BESSER GEHT?
    Dieser Forschungsansatz eines Wissenschaftlers aus den USA wird übrigens heute auf der Frankfurter Buchmesse gewürdigt und ausgezeichnet.
    Er widerspricht der “üblichen” Politik, die Interessengruppen bedienen will oder Wirtschaftsschwerpunkte favorisiert, ohne die persönlichen Befindlichkeiten, erste Sorgen oder grundlegende Bedenken ersthaft und umfassend zu berücksichtigen.
    Und er berücksichtigt Ihre Sorgen als direkt Betroffener des BER.
    Dieser Grundsatz würdigt aber auch den Einsatz der Kinder im Prozess des Klimawandels. Das sollten Sie anerkennen, so wie ich Ihre berechtigten Einwände anerkenne. Denn der Einsatz gegen den Klimawandel, gegen die Zerstörung der Welt, ist ein Einsatz für Ihre Basisinteressen. Der Einsatz gegen den Klimawandel hat oberste Priorität. Nicht auszudenken, wenn dieser Kampf verloren ginge.

  6. Lärmgegner
    18. Oktober 2020 at 06:50

    @ Silence Sehr tolle Feststellung, welcher Geistesblitz ! Und Enkel besuchen Oma und Opa nie wegen Covit 19. Ebenfalls GAGA.

  7. Silence
    17. Oktober 2020 at 19:11

    @Lärmgegner: Der Enkel von Dr. Füting fliegt nicht nach New York, der Enkel von Dr. Füting ist in New York geboren und lebt in New York.

  8. Lärmgegner
    17. Oktober 2020 at 14:33

    Lieber Opa Dr Füting GAGA ?

    Umweltschutz ist etwas für die Reichen. Wir in Schulzendorf sind nicht reich, können uns wegen politischer Dikatur keinen Schallschutz leisten, können uns nicht leisten wegzuziehen. Der Luxus für Ihren Enkel nach NEW York zu fliegen ist unsere Armut, die wir auch mit unserer Gesundheit bezahlen. Das Weglassen von Umweltstandards und falscher Preispolitik, aber die Förderung des Flugverkehrs auch durch Fördermittel für Sprachreisen nach London, schadet in erster Linie die Menschen vor Ort. Diese sind nicht sichtbar, dafür sollen Eisbären nun herhalten?

    Wenn man nicht zu Schule geht, kann man nichts lehren z.B. dass die Kinder am BER in Käfighaltungen sich entwas aneignen sollen. Umwelschutz fängt nicht an der Haustür an, sondern schon davor- aber nur eben nicht bei mir. GAGA eben und keine Realausage

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