Demo für Swen Ennullat – eine Erfahrung

7. Juli 2020
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Etwa 100 Menschen hatten sich gestern vor der Paul – Dinter – Halle in Königs Wusterhausen eingefunden, um wieder Solidarität mit dem geschassten Bürgermeister deutlich zu zeigen.Es bestand Einigkeit.

Die Gesichter zeigten es, die Reden machten es deutlich,die Plakate untermalten es:Unserem Bürgermeister ist Unrecht zugefügt worden! Wir lassen es nicht zu! Die Petition findet unsere Zustimmung! Das Unrecht muss rückgängig gemacht werden!

Die verantwortlichen Stadtverordneten, als Einheitsfront ausgemacht, hatten nicht den Mut, sich den Fragen der Bürger zu stellen.

Warum auch, dachten sie möglicherweise, es ist doch schon lange alles vorbereitet und aus unserer Sicht in trockenen Tüchern. Also schnell weg. Dorthin, wo man sicher ist vor dem Volk. Dorthin, wo man das Volk ausschließen kann, mehrheitlich ausschließen kann. Eine demokratische Tragödie spielt sich in Königs Wusterhausen ab. Unfassbar. Unentschuldbar.

Einiges spricht dafür, dass gegen Bürgermeister Ennullat ein Komplott eigefädelt wurde. (Foto:mwBild)

Einiges spricht dafür, dass gegen Bürgermeister Ennullat ein Komplott eigefädelt wurde. (Foto:mwBild)

Doch die Stadtverordneten der Einheitsfront, die schnell an uns vorbeifuhren, hatten eine deutliche Botschaft für uns übrig:Kein Wort, kein Blick, nur ein zynisches Grinsen.

Die Botschaft der grausamen Zyniker, die uns spöttisch, unseren Anstand in beleidigender Weise verletzend, sagen: Eure Meinung zählt nicht. Ihr habt Euch uns zu unterwerfen!

Kommunikationsverweigerung, sagt Peter Sloterdijk, ist geradezu ein Kennzeichen des modernen Machtzynismus, dem alles untergeordnet wird.

Wie das alles praktisch im Fall unseres Bürgermeisters Swen Ennullat ablief, zeigen Dokumente der SPD. Bereits im Sommer 2019 erläuterte Tobias Schröter ( SPD ) vertraulich gegenüber Georg Hanke ( SPD ), wie Disziplinarverfahren gegen Herrn Ennullat, Herrn Böhm und Herrn Klaus erfolgreich vorzubereiten sind. Die Gespräche, die dazu im Hintergrund mit der Kommunalaufsicht geführt wurden, um die Erfolgsaussichten abschätzen zu können, beweisen die klare politische Absicht. Alles war lange vorbereitet. Alles sehr vertraulich. Und nichts thematisiert.

So geht Politik in Königs Wusterhausen!

11 Responses to Demo für Swen Ennullat – eine Erfahrung

  1. LaLeLu
    13. Juli 2020 at 23:03

    wenn nur 4 Wölfe bereit sind, ihre Freizeit zu opfern um Hobby-Politiker zu sein, sollte das Schaf sich überlegen, ob es klug ist, inmitten der Wölfe zu bleiben.

  2. Geklaut
    13. Juli 2020 at 07:56

    Wenn das Wahlrecht nach dem Muster funktioniert, dass vier Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt, dann kommt eine Demokratie in Schwierigkeiten

  3. Dr. Dieter Füting
    11. Juli 2020 at 16:27

    Es zieht eine dunkle Wolke herein…
    Die sachlichen Schilderungen einiger Stadtverordneter in den sozialen
    Netzen über den Ablauf der SVV am Montag, den 6. Juli 2020, in der
    Paul – Dinter – Halle in Königs Wusterhausen, machen betroffen und
    sprachlos. Hier muss jeder Bürger zwangsläufig zu dem ehrlichen Schluss
    kommen, dass ein Großteil der Stadtverordneten dieses Etikett nicht
    verdienen.
    Über unserer Stadt zieht eine dunkle Wolke herein.
    Die Einheitsfront hat die Stadtgemeinschaft tief und nachhaltig gespalten.
    Sie haben nicht nur dem Bürgermeister Unrecht angetan, sie haben uns
    alle diskreditiert.
    Und es geht munter weiter.
    Wir erkennen sie an ihren Taten, an ihrer Sprache, an ihren Gesten:
    Sie tragen das Brandmal des Unrechts auf der Stirn!
    Es gibt Menschen, die sich in solchen Momenten ihres Lebens,
    beeindruckt durch das rüde Vorgehen und die politische Gewalt der
    Einheitsfront, in die eigenen vier Wände zurückziehen oder sich im
    Garten verschanzen.
    Doch selbst gewählte Isolation kann nicht wirklich etwas verändern. Was
    sich ändern sollte, ist das Bewusstsein, für das Gute dankbar zu sein und
    gegen Ungerechtigkeit und Machtzynismus die eigene Stimme zu
    erheben.
    Doch wer hier in Königs Wusterhausen seine kritische Stimme gegen die
    politischen Machenschaften erhebt, wird von einer Kaskade böser
    politischer Unterstellungen und Methoden sowie Infragestellen der
    eigenen Person oder des eigenen Lebensweges ausgebremst und mundtot
    gemacht.
    Doch jede Diskriminierung und jede Ungerechtigkeit wird Widerstand
    hervorbringen und ernste Zweifel an Seriosität und Kompetenz
    aufwerfen.
    Der Zweifel ist nun einmal des Menschen bester Teil.
    Dieses Wissen prägt uns.
    Und es ist zu spüren in der Stadt, wie aus Widerstand leidenschaftlicher
    Widerstand wird. Dieser Moment zeigt jedem von uns, welche Kraft
    Ungerechtigkeit und Zurücksetzung hervorbringt. Und wie uns diese
    Kraft unter den merkwürdigen Bedingungen hier berührt.
    Wir spüren genauer, wie sich alles verändern muss.
    Wir spüren aber auch, dass wir aufmerksamer und respektvoller sein
    müssen und trotzdem klare Worte zu sagen haben.
    Denn diejenigen, gegen die wir uns empören, möchten, dass wir uns
    verloren fühlen. Doch das wäre der Verlust unserer Würde. Und das wäre
    eine unerträgliche Wende für unsere Kultur und für unsere Identität.
    Das lassen wir nicht zu.
    In dieser politischen Krisenzeit in unserer Stadt verspüren wir doch alle
    das Bedürfnis nach Aufrichtigkeit, Unterstützung, Solidarität und
    Zuneigung. Dieses Bedürfnis bringt Freude und Inspiration in unser
    Leben.
    Dadurch wird der Wert und die Kraft des signifikanten Unterschieds
    zwischen uns und der Einheitsfront offenbart.
    Den Unterschied, den die Persönlichkeit eines jeden von uns ausmacht,
    der gegen diese Ungerechtigkeit, gegen die Spaltung der
    Stadtgemeinschaft kämpft.
    Es lebe dieser Unterschied.
    Die Erhaltung dieses Bewusstseins, die Erhaltung dieses wertvollen
    Wissens ist unsere Form des Widerstandes!
    Wir müssen uns gegen die Spalter der Stadt wehren. Wir können nicht
    ohne Gerechtigkeit leben, so wie wir nicht ohne Nahrung, Wasser und
    Luft leben können.
    Das ist unser Ökosystem der sinnstiftenden Gerechtigkeit.
    Gerechtigkeit, Leidenschaft, Solidarität, Kompetenz und Kreativität sind
    zu unserer Sprache geworden, zu der Sprache unserer Empörung, die das
    Herz eines jeden Menschen berühren soll.
    Die Sprache muss nur authentisch sein, dann wird es gelingen

  4. Herberz Rosenau
    11. Juli 2020 at 11:31

    Die SPD ist weder ssozial noch demokratisch. Sie ist egoistisch, verlogen und herrschsüchtig. Fehler kann sie nicht eingestehen und das eigene Hemd ist ihr näher als das Wohl der Bürger.

  5. Dr. Dieter Füting
    8. Juli 2020 at 09:07

    Danke!
    Wer solche Leser hat, wie der “Schulzendorfer”, wer so kritisch und leidenschaftlich die Wirklichkeit analysieren und kommentieren kann, wie z. B. Herberz Rosenau, Petra, Oliver, Jörg und viele andere, ist zu beneiden. Der “Schulzendorfer” ist eine lebendige Alternative zur üblichen “Parteipresse”. Danke dafür.

  6. Jörg
    8. Juli 2020 at 07:48

    Mich überraschen diese Spielchen nicht. Es geht um den Sitz an den Futtertrögen. Die abgewirtschafte SPD kann mit Aktivitäten bei den Bürgern nicht glänzen, also bleibt nur die Defamierung von anderen – einschließlich der Bürger – übrig.

    Die Rolle der Verwaltung, die nicht nur von Trägheit sondern auch politisch gesteuert ist, soll an dem Spielchen nicht mitwirken – auf die Verwaltung , auf die Herr Ennullat auch auf dem Schulzendorfer.de so schwört !?

    Die so gelobte Demokratie , ist also am gelebten Beispel von KW – nichts anderes als ein Feigenblatt für eine Rechtfertigung von Macht. Und ich hoffe, dass die SPD wegen Verrat, Belästigung und der Gesundheitsschädigung an den Bürgern zu Verantwortung gezogen wird und ihre Mitglieder und Mitläufer persönlich dafür haften. Das Ergebnis BER ist Ausdruck des Handelens der SPD und ihrer Mitläufer von Grünen , CDU und Linken und mit somit von jedem Handeln gegenüber den Bürgern.

    Bürger “Empört Euch”, damit die Genossen sich endlich mal öffentlich schämen können.

    Der Berichterstattung im Fall Ennullat sollte aber auf allen Seiten kritisch betrachtet werden, unschuldig ist auch er nicht.

  7. Oliver
    7. Juli 2020 at 13:16

    Die Genossen von der SPD zeigen gerne Richtung AFD und rufen dann: “Seht dort die Verfassungsfeinde, die muß man dringend beobachten !…”
    Um davon abzulenken, daß sie selbst die Verfassungsfeinde sind !
    Man beschließt ein verfassungswidriges KAG und findet einen SPD-nahen Richter, der das für “in Ordnung” erklärt und erst das Verfassungsgericht muß dem Unfug ein Ende setzen.
    Hat die SPD dieses Unrecht auch nur versucht in Ordnung zu bringen ? NEIN !
    Der MAWV darf auch jetzt noch illegale 2 Klassenwasserbeiträge kassieren.
    Wurde den zu Unrecht Enteigneten eine Entschädigung gewährt ? NEIN !
    Schauen wir zum BER, der ist laut EU-Recht illegal, interessiert das die SPD-geführte Regierung ? NEIN !
    Milliarden dort zu versenken schadet ganz Brandenburg, das verschwendete Geld könnten Schulen, reparierte Straßen sarnierte Brücken, Kitas … sein !
    Interessiert das die Genossen ? NEIN !
    Zu Unrecht wurden in Brandenburg Autokennzeichen erfasst, als dieses illegale Treiben angesprochen wurde, war die Reaktion nicht: “Danke für den Hinweis wir beenden das sofort.”
    Sondern: Der Generalverdacht hat sich doch bewährt wir haben ein paar Ganoven gefangen, illegal ? uns doch egal WEITER SO !
    Erwartet von der SPD bitte nicht, daß sie sich sozial und demokratisch verhält… Was das bedeutet haben die Genossen längst vergessen !

  8. Dr. Dieter Füting
    7. Juli 2020 at 13:13

    GIBT ES EINE NOTWENDIGKEIT, POLITISCH NEU ZU DENKEN?

    Die Politik im Landkreis, speziell in Königs Wusterhausen, hat “meine Füsse ( um ein Psalmwort Ps 31,9 zu verwenden ) auf weiten Raum gestellt.”
    Mit dem politischen “Raumbegriff Königs Wusterhausen” steht eine Grundkategorie zur Disposition:

    1. Der Mitgliederschwund in den Parteien, ihre Akzeptanz und die Art und Weise, wie die Parteien der “Einheitsfront” ihr Parteienverständnis ausleben, zeigt, dass es ihnen immer schwerer fallen muss, die Bürger zu motivieren.

    2. ihr politischer Vertretungsanspruch gegenüber gesellschaftlichen Gruppen verhindert, dass sie überhaupt alle Menschen ansprechen und einbeziehen können.

    3. Die Parteien in Königs Wusterhausen bieten den Bürgern keinen akzeptierten alternativen politischen Orientierungsrahmen, kein akzeptables Deutungsmuster und keine überzeugende Lösungsangebote für politische Probleme.

    4. Verbände, Bürgerinitiativen, Experten, Einzelpersonen u. ä. haben nach diesem System keine tatsächliche Einwirkungsmöglichkeit auf politische Abläufe und schon gar nicht eine Entscheidungskompetenz.

    Dieses politische System in unserer Stadt stelle ich grundsätzlich infrage.
    Die Parteien mit den angeschlossenen Gruppen und Personen, die sich als “Einheitsfront” etabliert haben, besitzen aufgrund der aktuellen Lage in der Stadt keine formale Berechtigung, für die gesamte Stadtgemeinschaft zu sprechen und Entscheidungen zu treffen.
    Die tiefen Begründung liegt in dem Tatsachenvorwurf, die Stadtgemeinschaft politisch gespalten und den politischen Ruf der Stadt sehr stark verunglimpft zu haben.

    Wir Bürger sollten beraten, wie gegen diese Einheitsfront politisch vorgegangen werden soll.
    Schaffen wir eine Ideenbörse, nutzen wir Onlinezeitungen und soziale Gruppen auf Facebook, planen wir politische Aktionen auf breiter Front, zeigen wir, dass wir Demokraten sind.
    Wir brauchen in Königs Wusterhausen demokratisch aufrecht denkende und demokratisch aufrecht handelnde echte Persönlichkeiten in Politik und Verwaltung.
    Wir brauchen nie wieder eine Einheitsfront.

  9. Petra
    Petra
    7. Juli 2020 at 12:03

    Mich erinnern die Vorgänge in KW an 89, wo die Einheitsfront SED (Nachfolger PDS/Die Linke) , Blockflöte CDU usw. gegen das Neue Forum massiv vorgegangen ist. Wir wurden in der Treptower Kirche bei Pfarrer Hilse belauscht, weil wir angeblich alles Staatsfeinde waren. Heute gibt’s wieder eine Einheitsfront, wieder die Linken und die CDU. Ich weiß nicht ob Herr Ennullat Recht hat oder nicht. Die Meinungsunterschiede muss man in aller Sachlichkeit klären und nicht mit einer Kampagne gegen den Mann. So sieht für mich keine Konfliktbewältigung aus. Ich glaube nicht, dass Ennullat ein Vollidiot ist, der ständig Mist baut. Gerade beim strittigen Haushalt soll Herr Ennullat ein Kämmerer haben, der früher in der höchsten Finanzbehörde gearbeitet hat. Und der soll auch ein Vollidiot sein? Wer soll das alles glauben, ich jedenfalls nicht!!! Und die Medien MAZ, früher Märkische Volksstimme (SED – Parteizeitung), KW Fernsehen und KW Kurier machen mit. Kein Wunder, sie alle hängen am Tropf der SPD. Ohne deren Geld wären die alle mausetot. Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe! Wenn das stimmt was @Dr. Füting schreibt, sollte man rechtlich gegen diesen Schröter und Hanke vorgehen.

  10. Dr. Dieter Füting
    7. Juli 2020 at 10:40

    UPGRADE DER SPD – POLITIK ERFORDERLICH

    WAS HEISST SPD?
    Die sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine sozialdemokratische Partei in Deutschland.

    AHA! WOZU BRAUCHEN WIR DIE?
    Hierüber gibt das Wahlprogramm Auskunft. Dort heißt es “in leichter Sprache”:
    Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit. Das heißt: Alle Menschen in Deutschland sollten gleich behandelt werden, mitmachen dürfen, die gleichen Chancen haben usw.

    DAS KENNE ICH SCHON LANGE.
    SOLLTE NICHT ENDLICH EIN UPGRADE FÜR DEN ALLTAG ALLER GENOSSEN GEMACHT WERDEN?
    Ja, denn Upgrade bedeutet aufwerten, aufrüsten, höherstufen – das Produkt ändern.

    WARUM SOLLTE DAS NÖTIG SEIN? DAS PROGRAMM IST DOCH GANZ AKTUELL?
    Ja, das Programm schon. Aber es hapert an der Realisierung.
    Du hast doch als einfaches Mitglied noch nicht wie Gerhard Schröder die Möglichkeit, einen besonders gut bezahlten Posten irgendwo auf der Welt zu bekommen.
    Leider.
    Du hast doch als einfaches Mitglied noch nicht wie Sigmar Gabriel die Möglichkeit, einen besonders sehr gut bezahlten Beratervertrag zu bekommen. Nicht einmal bei Wiesenhof in Niederlehme.
    Leider.
    Das sollte die SPD unbedingt für alle Mitglieder ändern. Denn sie ist doch für mehr Gerechtigkeit. Alle Menschen sollten gleich behandelt werden, mitmachen dürfen und die gleichen Chancen haben. Und darum ist die sozialdemokratische Partei Deiutschland die sozialdemokratische Partei in Deutschland.

  11. Herberz Rosenau
    7. Juli 2020 at 08:20

    SPD CDU Linke und wie sie sich noch nennen haben Angst vor den eigenen Bürgern weil sie nicht im Interesse der Wähler handeln und nur ihre eigenen Vorteile sehen. Sie vertragen es nicht berechtigt kritisiert zu werden. Sie haben Angst vor der Wahrheit.
    Das ist keine Demokratie.

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