Darum hat der Gemeinderat richtig entschieden – ein Kommentar.

8. September 2019
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Wer kauft schon eine Kuh, wenn man nur ein Glas Milch trinken will?

Etwas Ähnliches hatte Bürgermeister Markus Mücke (SPD – nominiert) vor. Er wollte einen Bagger anschaffen, der speziell für Friedhöfe konzipiert ist und dafür tief in unseren Geldbeutel greifen: 77.000 Euro sollte er kosten.

Friedhof Schulzendorf (Foto: Wolff)

Friedhof Schulzendorf (Foto: Wolff)

Es liegt auf der Hand, dass für Unternehmen, die nahezu täglich Gräber ausheben, die Anschaffung solcher Technik sinnvoll ist.

Die Zahl der jährlich von ihnen ausgehobenen Grabstellen und die Betriebsstunden eines Friedhofbaggers, dürften deutlich höher liegen, als jene, die der Bauhof Schulzendorf realisieren würde.

Und schließlich kommen nicht unerhebliche Kosten auf den Kaufpreis oben rauf: Versicherung, Wartungen, Reparaturen, technische Betriebsprüfungen, Schulungen der Berufgenossenschaft und der Unfallkasse.

Da wird auch dem Laien in Sachen Finanzen schnell klar, dass die Anschaffung eines solchen Baggers für einen bereits heute völlig überlasteten Bauhof, der kaum mit der Rasen Maat hinterherkommt, ökonomischer Unsinn ist.

Im Gemeinderat fand sich keine Mehrheit für Mückes „Kuhhandel“. Und das ist gut so!

Die bessere Alternative: Ein Kleinunternehmen aus der Region mit Bagger im Bedarfsfall mieten. Dies erspart uns nutzlose Ausgaben und sorgt für die Unterstützung des Handwerks.

8 Responses to Darum hat der Gemeinderat richtig entschieden – ein Kommentar.

  1. Bernd Puhle
    14. September 2019 at 22:49

    Was für ein Matrosendienstrang ist eigentlich ein Rasen Maat?

  2. BingeLaden
    BingeLaden
    9. September 2019 at 13:09

    Jeder Unternehmer ist daran interessiert, dass sich eine Investition schnell amortisiert. Wie lange hat denn die Gemeinde den Amortisationszeitraum für den Bagger geplant? 20 oder 30 Jahre? In Schulzendorf werden doch nicht 10 Gräber pro Woche ausgehoben. Oder will man die Friedhofsgebühren verfünffachen?

  3. Unternehmer
    9. September 2019 at 07:47

    Als Inhaber eines 3 Mann Betriebes, der im GaLa Bau tätig ist, würde ich wegen ein paar Erdbestattungen niemals in so eine auf wenige Einsatzfelder begrenzte Technik investieren. Das kann sich nicht rechnen. Ich verstehe nicht, warum in der Verwaltung so kurz gedacht wird. Gibt es denn niemand, der dort rechnen kann oder läßt man sich vom Motto, Steuerzahler gibt es genug, leiten?

  4. Schulzendorfer
    9. September 2019 at 07:42

    Wenn man bedenkt, dass wesentlich mehr Urnenbeisetzungen stattfinden als Erdbestattungen, ist das natürlich eine sehr sinnvolle Investition. Zumal für jeden Kleckerbetrag für Schule und Kita jahrelang diskutiert wird. Oder wird dieser Bagger speziell für die Urnen Aushebungen benötigt?!

  5. Cindy
    9. September 2019 at 07:26

    Die 77.000 hätte die Verwaltung auf die Friedhofsgebühren umgelegt. Und wir hätten gezahlt. Nur weil in der Bauverwaltung Ideenlosigkeit herrscht und die Männer vom Bauhof ein neues Spielzeug bekommen. Warum haben denn Zeuthen und Wildau nicht so einen Spezialbagger?

  6. Insider
    8. September 2019 at 18:35

    Ich bin mir nicht ganz sicher. Meiner Meinung dürfen die Allroundhandwerker des Bauhofes gar keine Gräber ausheben. Es handelt sich um Baugruben (auch wenn sie sehr klein sind). Das hat nichts mit Garten – und Landschaftsbau zu tun, sondern mit Tiefbau/Erdbau. Kennt sich jemand aus?

  7. Erdbewohner
    8. September 2019 at 16:38

    Oh man oh man; wieder mal so ein SummSumm Blödsinn :( :( wenn der erstmal in einigen Jahren als Verwalter fertig hat, muß S’dorf 16 Jahre Rückschritt aufholen.. :( :(

  8. Nicole
    8. September 2019 at 16:12

    77.000 € ausgeben, weil im Monat 5 Menschen unter die Erde gebracht werden müssen. Aber keine 3.000 Euro für ein Trampolin in der Grundschule übrig. Wer soll das verstehen?

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