Ändert die SPD oder schafft sie ab – ein Kommentar

1. Juni 2020
Von

Gedanken zum MAZ – Beitrag: SPD mit neuer Spitze im Kreistag, Dahme-Kurier, 18.5.2020, S.14

Namen sind peinlich. Dieser Rat von Cicero – Nomina sunt odiosa – war als Mittel der Abstraktion im politischen Diskurs empfohlen, also als ein Schutz.

Dr. Dieter FütingDer peinliche Name, der hier ausgesprochen wird, heißt Sigmar Gabriel, ehemaliger Vorsitzender der SPD und ihr intellektueller Kopf. Seine Bilanz: Der Kurs der SPD ist in den vergangenen Jahren immer unklarer geworden. Politik wird so verstanden, dass am Ende immer Formelkompromisse zu basteln sind, in denen sich jeder wiederfinden soll. Die Partei hat ihre eigentliche Wählerschaft aus den Augen verloren. Sie überlegt jetzt, was eigentlich Sozialdemokratie heißt.

Beispiele sind peinlich

Dieser Rat – Exempla sunt odiosa – abscheuliche Beispiele zu vermeiden, lässt sich nicht ganz vermeiden, wenn man auf LDS schaut. Von Lübben aus gesehen, ist die Erde eine Scheibe. Das Zentrum ist Lübben. Hier ist alles gut. Deshalb wird auch „die gute Arbeit des bisherigen Vorsitzenden Georg Hanke fortgesetzt.“ Thomas Irmer und Bianca Luban stehen als neue Doppelspitze in der SPD dafür ein, sagen sie. An den „neuen Lebensbedingungen“ der Bürger*innen wollen sie sich messen lassen. Und. Und. Und.

Ach, liebe SPD in LDS, lasst es sein. Lasst das, mit den alten und neuen Versprechen, auf die Bürger zu hören. Von euren Versprechungen und von euren Hoffnungen wird LDS nicht besser. Ganz ehrlich, ihr könnt nur zweierlei sehen: erstens, was ihr versteht und zweitens, was ihr nicht unterbringen könnt.Das reicht nicht für die Politik, denn ihr versteht so wenig davon.

3 Responses to Ändert die SPD oder schafft sie ab – ein Kommentar

  1. Wolke
    2. Juni 2020 at 09:20

    Dr. Füting , Sie haben etwas vergessen: Man kann auch hochloben – entweder in den Landtag oder ( später ) in den Bundestag. Dafür gibt es nur einen Namen : Silyia Lehmann – da spritzt die Milch !

    Keine Partei hat die Absicht, sich mit Sorgen der Bürger zu beschäftigen. Es gilt nur das eigene Stadel zu versorgen, dafür sind alle Mittel recht.

    Beste Grüße . Das Pack ( frei nach Meister Günter Gabriel )

  2. Dr.Dieter Füting
    1. Juni 2020 at 19:06

    Ja, hier ist kurz und knapp das ganze Desaster der SPD aus persönlicher Sicht ( Wolke )zusammen gefasst.
    Es ist zweifellos so, dass die SPD in einer strategischen Falle steckt. Zum einen will sie Politik für Rentner, abhängig Beschäftigte und Alleinerziehende machen, zum anderen soll das fortschrittliche Bürgertum und die moderne Industriearbeiterschaft gewonnen werden.
    Aber bloß wie?
    Ach, ich vergaß. Von Lübben aus knüpfen ja Frau Luban und Herr Irmer an die großartigen Erfolge des bisherigen Vorsitzenden Herrn Hanke im Landkreis an, damit sie sich besser an oder mit den “neuen Lebensbedingungen” messen lassen können.
    Es tut mir leid. Aber was ich da höre und lese lässt nur einen Schluss zu: Entweder grundlegend die SPD ändern oder abschaffen.

  3. Wolke
    1. Juni 2020 at 17:02

    Bei Dr. Burmeister haben wir in der Schule gelernt, dass die SPD die Lehren vom Marx nicht verstanden hat und das Kommunistische Mannifest nicht gelesen hat. Warum sollte es heute anders sein ? Ihre eigene Beschlüsse können Sie nicht lesen, ändern diese ständig und tun nichts anders, als sich Berlin anzuwidern oder aufzugeben. Unvergessen, dass Willi Brand in Schweden 1944 die SPD aufgelöst hat, weil der Kaft gegen den Faschimus aussichtlos ist. Ergo : Die SPD hat noch nie etwas für alle Menschen getan und ist in der Gemeinde Schulzendorf überflüssig und in KW erst recht, da es keine Arbeiterklasse hier gibt.

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