Straßenreinigung: Wer führt hier wen an der Nase herum?

9. November 2017
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Seit über einem Monat hinkt das Unternehmen, das vom Rathaus mit der Straßensäuberung beauftragt ist, mit seiner Leistungserfüllung hinterher. Seit Wochen lässt sich das Rathaus vertrösten. Seit Wochen werden immer wieder neue Termine unter den aufgestellten Halteverbotsschildern angebracht.

Herweghstraße, heute Nachmittag. (Foto: mwBild)

Herweghstraße, heute Nachmittag. (Foto: mwBild)

In Salamitaktik werden die Straßen gereinigt, scheibchenweise. In einigen türmt sich inzwischen das Laub. Bis heute sollten nach den Worten von Bauchef Sonntag jedoch alle gereinigt sein.

Grund für die Bummelei sind angeblich der mehrfache plötzliche Ausfall des Reinigungsfahrzeuges, ein unaufschiebbarer Termin beim TÜV, plötzlicher Ölverlust und die Anwohner, so das Unternehmen. Anrainer harken Laub von Gehwegen und Grünstreifen einfach auf die Straße. Wegen der dann angefallenen großen Menge war die Laub Aufnahme „technisch nicht möglich.“

Bauchef Sonntag kündigte der Reinigungsfirma wegen der unzuverlässigen Leistungserfüllung eine Rechnungskürzung an. Von der sollen Bürger, die treu ihre Beiträge für die Reinigung zahlen und deren Straßen im Monat Oktober nicht gereinigt wurden, jedoch nichts haben.

Nach Sonntags Worten sei eine Erstattung von Straßenreinigungsgebühren, nur weil in wenigen Straßen die Reinigung nicht erfolgte, rechtlich nicht möglich. In Schulzendorfs Satzung heißt es dazu: „Falls die Reinigung aus zwingenden Gründen für weniger als einen Monat eingestellt werden muss, besteht kein Anspruch auf Gebührenminderung.“

In zahlreichen Kommunen werden Kehrgebühren anteilig erstattet, wenn kommunale Straßen länger als vier Wochen nicht gereinigt wurden.

20 Responses to Straßenreinigung: Wer führt hier wen an der Nase herum?

  1. Röschen
    19. November 2017 at 11:46

    Liebe geborene schulzendorferin
    Das finde ich eine gute Idee aber dazu müsste die Gemeinde auch Geld von der beauftragten Firma zurückfordern – und das macht Arbeit

  2. Geborene Schulzendorferin
    18. November 2017 at 15:02

    Ich hätte ne Idee. Vielleicht nimmt die Gemeinde die erstatteten Gebühren in die Hand und kauft den Kindern in der Kita mal Spielzeug oder repariert die Heizung.

  3. Arno Nühm
    11. November 2017 at 17:11

    Amem Knuffi :)
    Du sprichst mir und vielen Menschen aus der Seele

  4. Arno Nühm
    11. November 2017 at 17:09

    Neu Zittauer Str. 11-15
    15537 Wernsdorf

  5. Frank Knuffke
    11. November 2017 at 13:22

    @ Petra
    Du wirst dich mit der Realität abfinden müssen,daß der Staat oder wie du so schön sagst, „die Gemeinde“,welche ja Teil des Staates ist,sich in einem Verfallsprozess befindet.Die Symptome dafür sind vielfältig,das Schulsystem ist im A….,Polizei und Justiz funktionieren nicht mehr,tausende Straftäter laufen frei herum,Millionen Fremde belasten Sozialsysteme,gefährden die innere Sicherheit,überlasten Polizei und Justiz.Eine irrwitzige Bürokratie lähmt ALLES!Facharbeiter verlassen das Land,Sozialhilfeempfänger kommen in Massen.Kurz gesagt,es wird früher oder später gar nichts mehr funktionieren.(auch nicht die Strassenreinigung,Laubabfuhr).Ich kann nur jedermann empfehlen,seinen Teil dazu beizutragen,das die öffentliche Ordnung nicht zusammenbricht.Das fängt mit der Ordnung vor der eigenen Haustür an,räumt das Laub bitte selber weg,mäht selber den Rasen vor der Tür,ohne zu jammern,zu zetern und zu fluchen.Kümmert Euch um die Bildung und Erziehung eurer Kinder selber,die Schulen bringen das nicht mehr.Kümmert euch um eure Sicherheit,die Polizei kann euch (bald) gar nicht mehr helfen.Der Zerfallsprozeß dieses Landes wird weitergehen,das ist die Realität,das System hat abgewirtschaftet.

  6. Laubsammler
    11. November 2017 at 12:47

    erbitte Adresse der Sammelstelle in Wernsdorf.
    Danke.

  7. Petra
    Petra
    11. November 2017 at 11:04

    @Knuffi, du glänzt wiedermal mit Halbwissen. Das Laub gehört der Gemeinde, sie ist für die Beseitigung zur Freude aller Rentner verantwortlich. Dass es keine Firma gibt, die die Laubmassen zeitnah einsammeln kann, ist völliger Quatsch. Schau mal in andere Kommunen. Dort, wo in Verwaltungen Leute mit Sachverstand und Durchsetzungsvermögen sitzen, da klappt das hervorragen. Biste du nun aufgestanden und hast protestiert, dass Bürger zahlen müssen, obwohl ihre Straße nicht gereinigt wurde. Oder schimpfste bloß hier?

  8. Schmidt
    10. November 2017 at 16:37

    Warum wird in Schulzendorf kein Laub seitens der Gemeinde abgeholt? Wer ist eigentlich Eigentümer und damit Abfallerzeuger vom Strassenbaumlaub?

  9. Anwohnerin
    10. November 2017 at 16:12

    Der Tipp mit dem Umziehen ist nicht von mir sondern von einem Gemeindevertreter
    Im Übrigen muss ich Herrn nuffke Recht geben denn Eigentum verpflichtet auch

  10. Frank Knuffke
    10. November 2017 at 09:59

    Wer eins und eins zusammenzählen kann,der weiss,daß selbst die beste Firma (welche wir durch Ausschreibungen sowieso niemals bekommen würden)diese Laubmassen im Herbst im gesamten Gemeindegebiet niemals einsammeln kann.Das Gleiche gilt fürs Rasenmähen,es ist einfach unmöglich,daß zufriedenstellend zu bewerkstelligen.Die beste Lösung war,wie es seit 100 Jahren gemacht wurde,jeder macht vor seiner Tür selber sauber,die Gemeinde reinigt die Hauptverkehrsstrassen und richtet für die Bürger eine Sammelstelle ein.Anders geht das meiner Auffassung nicht.Gebühren dafür müssen dann wieder abgeschafft werden.

  11. Thorsten
    10. November 2017 at 09:52

    Frau Anwohnerin, was ist denn das für ein schlauer Tipp? Ist ja der wahnsinn was Sie sich da haben einfallen lassen! Ich habe ein Grundstück gekauft in Schulzendorf, zahle Gebühren für die Reinigung, welche nicht durchgeführt wird und soll dann woanders hinziehen wenn’s mir nicht passt? Vielleicht zahle ich demnächst Kita-Gebühren obwohl mein Kind nicht mehr in die Kita geht? Wäre auch mal ein toller Tipp! Und wem das nicht passt, der kann ja gerne woanders hinziehen.

  12. Anwohnerin
    10. November 2017 at 09:33

    Wenn’s einen nicht gefällt in schulzendorf, soll er doch woanders hinziehen
    Vielleicht klappt es ja da besser
    Tipp eines gemeinderatmitgliedes

  13. Petra
    Petra
    10. November 2017 at 09:26

    Sag mal Knuffi, als Weltwiderstandskämpfer bist Du bestimmt in der Gemeindevertretung auf die Barrikaden gegangen, dass die Bürger trotz nicht gefegter Straßen die Gebühren bezahlen müssen. Oder hast Du die Klappe gehalten?

  14. Olli
    10. November 2017 at 08:23

    Die Gemeinde bessert ihre Haushaltskasse auf. Sie verdient doppelt, weil sie Vertragsstrafe und die Gebühren der Bürger kassiert.Leistungen hat sie nbicht erbracht. Das kann es nicht sein. Kann jemand sagen, wie sich die Fraktionen dazu positioniert haben?

  15. Frank Knuffke
    10. November 2017 at 07:04

    In Eichwalde funktioniert das auch nicht,wenn man da nicht selbst das Laub entsorgt,sammeln sich solche Massen Laub an,welche kaum noch zu bewältigen sind.Vielleicht sollten wir eine Laubsammelstelle in Schulzendorf einrichten,wo die Bürger ihr Laub und andere Grünabfälle entsorgen können.Ansonsten fahr ich auch immer nach Wernsdorf.

  16. Arno Nühm
    9. November 2017 at 20:30

    Leute, empfehle Kompostierung in Wernsdorf 😉

  17. BingeLaden
    BingeLaden
    9. November 2017 at 19:59

    Das klingt mehr als abenteuerlich. Stammen die Fahrzeuge aus DDR – Produktion, S 4000 oder ähnlich? Ist aus dem Bauamt vor Auftragserteilung mal jemand auf den Gedanken gekommen, die Technik auf Tauglichkeit zu prüfen? Die Firmenauswahl des Bauamtes ist für mich bedenklich. Fensterfirma (Kita) Pleite, Baufirma (Hort) monatelanger Verzug, Planer/Tiefbaufirma (Kita) Nachträge, Reinigungsfirma (Schule) ungenügende Arbeit usw. usw.

  18. Trine
    9. November 2017 at 19:03

    In anderen Kommunen wird das Laub generell von der Gemeinde entsorgt.Siehe Eichwalde ,Blankenfelde.Hier muss man selbst noch von Pontius bis Pilatus Laufen,um Laubsäcke zu bekommen. Da ja die Kompostieranlage in Wildau nicht mehr in Betrieb zu sein scheint. Und in Niederlehme schwanken die Laubsäckepreise schlimmer als an der Börse ^^

  19. Röschen
    9. November 2017 at 19:01

    Genau

  20. Frau Müller
    9. November 2017 at 17:17

    Weiter so…..

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