Straßenumbenennung: Viel Wirbel, viele Behördenanträge und jede Menge Kosten für wenig Nutzen!

29. September 2014
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Hängt hier bald ein neues Straßennamensschild?

Geht es nach Bauchefin Nulle, hängen bald neue Straßennamensschilder im Ort!

Damit die Kleiststraße künftig durchgängig einen einheitlichen Namen trägt, sollen die sogenannten Stichstraßen, die nach Clara Zetkin und Heinrich Zille benannt sind, bereinigt werden.

Für die Anwohner bedeutet die Umbenennung viel Lauferei und Kosten: Personalausweis, Grundbucheintragungen und Fahrzeugpapiere müssen geändert sowie Hausnummernschilder, Visitenkarten, Adressaufkleber und vorgedrucktes Briefpapier neu bestellt werden.

Und jede Menge Schriftverkehr kommt dazu, schließlich müssen auch der Arbeitgeber, die Krankenkassen, sämtliche Behörden, Vereine, Versicherungsunternehmen, Ämter und Dienstleister über die Umbenennung informiert werden. Viele Stunden werden Betroffene über Änderungsformulare brüten.

Laut Statistischem Bundesamt benötigt man allein zum Ausfüllen einer Änderung im Personalausweis rund 32 Minuten, natürlich ohne Wartezeiten beim Einwohnermeldeamt gerechnet.

Steuergelder werden für den Bauamtsvorschlag auch eingesetzt und das nicht zu knapp. Denn ein Mega Verwaltungsaufwand wird ausgelöst. Finanzamt, Post, Polizei, Feuerwehr, Abfallentsorger werden über die Umbenennung informiert. Neue Namensschilder müssen angefertigt und montiert werden. Die Liegenschafts- und Grundbuchämter bekommen Arbeit. Ohne Verwaltungspersonal geht das alles nicht.

Ein Gemeindevertreter, der namentlich nicht genannt werden möchte, gegenüber dem Schulzendorfer: „Viele Jahre haben wir mit den Stichstraßennamen gut gelebt. Ich kann den Vorteil für die Anlieger nicht erkennen. Für sie ist eine Umbenennung ein Mordsaufwand und kostet ihr Geld.“

9 Responses to Straßenumbenennung: Viel Wirbel, viele Behördenanträge und jede Menge Kosten für wenig Nutzen!

  1. Lutz aus der Münchener Str
    7. Oktober 2014 at 15:35

    Jetzt ist die Katze aus dem Sack: laut MAZ sind die Straßenbaubescheide fehlerhaft.

    Zitat: „…..dass die Verwaltung mit der geplanten Umbenennung Fehler beim Straßenbau ausbügeln wolle, da die gesamte Trasse als Kleiststraße beplant wurde, daher nun auch alle Bescheide falsch seien. Anwohner mit Adresse Zillestraße erhielten etwa Bescheide für die Bauleistung in der Kleiststraße.“

    Straßenumbenennung ist wohl einfacher als Bescheide zu ändern…

    Wem es interessiert:http://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Schulzendorfer-wollen-Strassennamen-behalten

  2. Jens
    2. Oktober 2014 at 08:34

    Also, da kann jemand nur verdammt laaaaaaaaange Weile haben.
    Es gibt natürlich nichts Wichtigeres, als Strassennamen zu ändern.
    Was kostet diese Person mit ihren geistreichen Ideen an Steuergelder?
    Einen Nutzen kann es für Keinen haben! Es bedeutet nur Aufwand und Kosten.
    Gibt es irgendeinen plausiblen Grund für diese Änderung?
    Wurden die betroffenen Anwohner dazu mal befragt?
    Man kommt aus dem Kopfschütteln über die Mücke-Gemeindeverwaltung nicht mehr raus.

  3. Lutz aus der Münchener Str
    30. September 2014 at 09:26

    Die hohen Verwaltungskosten in Schulzendorf müssen ja schließlich mit irgendetwas begründet werden. Mir fällt auch dazu wieder das geplante Leitbild ein…

    Hätte die Umbenennung damals geklappt, würde ich heute wohl aus der Magdeburger Str. schreiben.

  4. Matze
    30. September 2014 at 08:04

    Ich muß meine Äußerung verfeinern. Ein Blick auf den Stadtplan zeigt aber, dass die Überschrift und das Thema nicht ganz stimmen können. Laut Stadtplan dürfte es sich nur um die Zille – Straße ( Seitenweg ) handeln- und dann sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Also von einer Abschaffung der Zille- oder Zetkin Straße kann gar keine Rede sein.

  5. Petra
    Petra
    29. September 2014 at 20:41

    Schämt sich denn niemand aus dem Rathaus den Leuten so etwas zuzumuten? In der Schule wünschen sich Kinder und Lehrer ein Whiteboard, da fehlts am Geld. Und für so ein Mist wird Geld versenkt.Maxi@ Du bist kein Ur Schulzendorfer, sonst wüstest Du, was Stichstraßen sind! Ich habe Dir schon mal gesagt, daß der Kopf nicht nur zum Essen da ist.

  6. Frank Knuffke
    29. September 2014 at 20:19

    So beschäftigt die Verwaltung sich selber.Keine Chance für diesen Blödsinn.

  7. Obelix
    29. September 2014 at 19:55

    Die spinnen die Römer! Andere Probleme haben wir woll nicht? Auf der Welt gibts soviel Leid und die geben sich mit sollchen Mist ab! Es werden doch neue Wohngelegenheiten gebaut. Bestimmt gehören da dann auch Strassen dazu! Da gibts genug Gelegenheit die neuen Namen zu verwenden! Also schluss mit dem Schwachsinn…

  8. Matze
    29. September 2014 at 19:49

    Die Überschrift ist falsch ! Gar kein Nutzen hat die Sache und unlogisch ist sie auch noch !

    Schaut man in die Gesichtsbücher von Schulzendorf stellt man fest : Es gab eine Straße An der Aue von der heutigen Rosa- Luxenburg Straße bis zur Waldstraße ! Sie wurde geteil – ja und ?

    Rathauspose , mehr ist das nicht.

  9. Maksimilian Stefani
    29. September 2014 at 19:11

    Was heißt „Stichstraßen“ im Zusammenhang des Artikels genau?

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