So will JONAS REIF das drohende Verkehrschaos lösen

16. Mai 2019
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Rund 60 Besucher hörten in der Alten Feuerwache zu, als Jonas Reif seine Ideen von der „H – Variante“ präsentierte. Der Landschaftsarchitekt und Zeuthener Gemeinderat von Bündnis 90/Die Grünen will mit ihr Verkehrsprobleme in Eichwalde und Zeuthen lösen.

Der Schulzendorfer war dabei und erklärt seinen Plan:

Welche Verkehrsprobleme rollen auf uns zu?

Prognosen sehen eine massive Steigerung des motorisierten Verkehrs. Die Hauptgründe dafür sind der künftige Flughafen BER und die Entwicklung von Wohngebieten. Das Verkehrsvolumen der Bahn wird zunehmen, ab 2021/2022 verkehren RE und ICE zweimal stündlich nach Berlin. Die S 8 wird nach Wildau verlängert. Die Folge: Die Schließzeiten der Schranken in Zeuthen und Eichwalde verlängern sich drastisch.

Die "H - Variante" von Jonas Reif

Die „H – Variante“ von Jonas Reif

Welchen Lösungsansatz gibt es in Eichwalde?

Dort ist man sich uneins. Der Landkreis favorisiert in der Friedenstraße eine Brücke, Bürger und Lokalpolitiker plädieren für eine Tunnellösung, die allerdings teurer ist.

Und welchen in Zeuthen?

Eine Studie soll im September 2019 Lösungsansätze präsentieren. Der Gemeinderat hat sich zum Tunnelbau am Forstweg bekannt. Einige Abgeordnete sehen als alternativen Standort den Hankelweg. Deutlich höhere Kosten, unklare Finanzierung und Zerschneidung eines Waldgebietes sprechen gegen den Standort.

Was sieht Reifs alternative „H – Variante“ vor?

Trassenbündelung des motorisierten Verkehrs zwischen Eichwalde und Zeuthen lautet die Zauberformel. Kernelement ist eine Brücke auf der Höhe der ehemaligen Deponie Zeuthen mit insgesamt vier Rampen.

Warum heißt sie so?

Der Name leite sich vom Aussehen im Luftbild ab.

Welche Vorteile bringt die „H – Variante“?

Sie ersetzt zwei bestehende Bahnquerungen, die in der Friedenstraße und die Zeuthener Nordschranke. Die ehemalige Deponie und der Wald verdecken das Bauwerk und halten so die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und die Lärmemissionen gering. Der Eingriff in die Natur hält sich gering, Wohngebiete und Straßen werden vom Verkehr entlastet.

Und welche Probleme?

Der Baugrund an der Mülldeponie könnte eine Hürde sein. Die nördliche Anbindung führt über ein Privatgrundstück. An der südöstlichen Anbindung steht ein Gebäude der Deutschen Bahn. Die Durchfahrtsbreite zwischen Gleis und Gebäude ist zu eng.

Wer baut und finanziert Brücke und Straßen?

Brücke und Rampen baut der Landkreis, die Bahn und der Bund. Eichwalde übernimmt die Nordwestanbindung, Zeuthen die heutige L 401, zwischen Friedenstraße und Goethebogen, die östliche Anbindung das Land. Die Fußgängerunterquerungen an den jetzigen Schranken bauen Zeuthen, Eichwalde und Die Bahn.

Jonas Reif in der Alten Feuerwache

Jonas Reif in der Alten Feuerwache

3 Responses to So will JONAS REIF das drohende Verkehrschaos lösen

  1. Uwe Steffen Peschel (Miersdorf)
    18. Mai 2019 at 10:43

    Ich finde diese Idee von Jonas Reif

    Hochwertig und visionär und unterstützenswert.

    Auch sein transparentes Vorgehen,
    sprich die Idee durch Impulse und Diskussionen
    anzureichern und ausREIFen zu lassen,
    finde ich gut.

    Danke Herr Reif.

    Vielen Dank auch an Herrn Wolff
    auf diesem Wege, der den Gedankenaustausch
    anregte und hier eine Plattform bietet:

    Ich empfinde den Vorschlag von Herrn Reif,
    ergänzt durch eine intelligente
    BEGRÜNTE und mit Solartechnik bestückte
    Schallschutzlösung einen guten Beitrag
    unserer Gemeinden zu DEM Thema dieser Tage
    so auch als Benefitt für die #Fridaysforfuture – Aktiven.

  2. Jonas Reif
    16. Mai 2019 at 20:56

    Sehr geehrte Bürgerin,
    durch die Präsentation in Eichwalde sind an mich Verbesserungsideen herangetragen worden, die es eventuell ermöglichen würden ein „anbaggern“ der Mülldeponie zu vermeiden.
    Die Mülldeponie ist etwas höher als der eigentliche Fahrleitung, also die „Strippe, an der der Pantograf der Lokomotive bzw. des Triebwagens berüht. Die sogenannte Speiseleitung ist höher, aber diese kann im Bereich einer Brücke niedriger gehängt werden. Somit ist die Aussage, dass eine Brücke die Mülldeponie nicht überschreitet, nicht falsch.
    Ja, für die neue Straße wär die Fällung von Bäumen und Versieglung von Fläche unvermeidlich. Allerdings bieten sich im angrenzenden Wald noch deutliche Aufwertungsmöglichkeiten, z.B. durch Umwandlung von monotonem Kiefer- in Mischwald.Auch seitliche Straßenbaumpflanzungen wären möglich, so dass eine weitgehende Kompensierung möglich erscheint. Man muss umgekehrt auch betrachten, was man nicht macht bzw. was man gewinnt. Eine Zerschneidung von Biotopen findet nicht statt. Verkehr wird aus bebautem Wohngebiet herausgezogen, Lärmschutzwände lassen sich so aufstellen, dass sie Bahn- und Straßenverkehr zugleich abschirmen, die Schulstraße in Zeuthen wird entlastet, ein Eingriff in das Grundwassersystem findet nicht statt, etc. Am 23.Mai werde ich in Zeuthen ein verbessertes Konzept vorstellen. Vielen Dank noch mal an alle Hinweisgeber!

  3. Bürgerin
    16. Mai 2019 at 16:03

    Schön, dass sich einer Gedanken zur Lösung von Problemen macht. Aber für mich ist das nur eine Variante für eichwalde und zeuthen um eine Verbindung für den gemeinsamen schulneubau zu finden. Für den Verkehrsfluss Richtung Berlin ändert sich nichts. Darüber hinaus muss die teuer sanierte Müllkippe geöffnet werden und dass diese Brücke nicht stört ist unwahrscheinlich, denn sie muss über die Überleitung und diese überragt die müllkippe. Für die neuen Strassen die erforderlich sind, werden weitere Flächen versiegelt und Bäume gefällt.

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