Sicherheitsmängel: Etwas läuft schief im Rathaus

14. September 2018
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Unzureichende Qualitätskontrolle durch das Rathaus ist ein Hauptgrund dafür, dass derzeit die Sicherheit der Kinder in der Kita Ritterschlag massiv beeinträchtigt ist. Sie ging im Juni 2018 in Betrieb.

Sämtliche Grünflächen sind in der Kita gesperrt. (Foto: mwBild)

Sämtliche Grünflächen sind in der Kita gesperrt. (Foto: mwBild)

Seit letztem Montag dürfen Kinder der Kita nicht mehr die Außenflächen betreten, einzige Ausnahme bilden die Buddelkästen. Der Grund: Seit Monaten werden massenweise Glasscherben, Keramikreste Müll und Unrat gefunden. Die Verletzungsgefahr für Kinder ist enorm. Der Träger der Einrichtung, die Johanniter Unfallhilfe e. V. rennt seit Monaten erfolglos gegen diesen andauernden Zustand an.

CDU – Chef Joachim Kolberg nahm Mücke im jüngsten Hauptausschuss zu Ursachen und Gründen des Einbaus der Scherben – Erde ins Kreuzverhör. Mücke gestand, dass der Einbau eines derart verunreinigten Bodens nicht bestellt war. Das mit der Leistung beauftragte Lübbener Bauunternehmen hat vertragswidrig die Arbeiten verrichtet, so Mücke.

Joachim Kolberg präsentiert die Kita Funde. "Unsere Ehrenbürgerin Elisabeth Jeske hätte daraus ein schönes Mosaik erschaffen können." (Foto: mwBild)

Joachim Kolberg präsentiert die Kita Funde. „Unsere Ehrenbürgerin Elisabeth Jeske hätte daraus ein schönes Mosaik erschaffen können.“ (Foto: mwBild)

Es wurde zur Nachbesserung aufgefordert, Glasscherben wurden in der Außenfläche laufend abgesammelt. Diese Nachbesserung erwies sich jedoch als erfolglos, denn immer wieder traten neue gefährliche Gegenstände zu Tage.

Kritik an mangelnder Kontrolle wies Mücke zurück. Planungsbüro und Bauamt hätten den Einbau überprüft. Doch offenbar nicht genau genug, die Tatsachen belegen das.

Bürgermeister Mücke verfolgt Kolbergs Präsentation. (Foto: mwBild)

Bürgermeister Mücke verfolgt Kolbergs Präsentation. (Foto: mwBild)

Die Verantwortung dafür, dass Boden abweichend von der Ausschreibung eingebaut werden konnte, liegt beim Bauherren, der Gemeinde Schulzendorf, und ihren Erfüllungsgehilfen, den Brüch Kunath Architekten aus Birkenwerder.

CDU – Mann Kolberg: „Die Sicherheit unserer Kinder sollte höchste Priorität haben. Deshalb fordere ich die Gemeinde auf, den Boden unverzüglich austauschen zu lassen.“

Auch Andreas Körner (Bündnis 90/Die Grünen) war verstimmt über die zögerliche Mängelbeseitigung. „Ich kann nicht verstehen, dass man dem Unternehmen monatelang Zeit einräumt, um in der Kita vorbei zu schlendern und Scherben einzusammeln bis irgendwann Gras darüber gewachsen ist. Die Firma sollte sich in den Boden schämen.“

Gemeinderatschef Dr. Herbert Burmeister (Die Linke) forderte vom Rathaus die Prüfung eines Schadensersatzes für die eingeschränkte Nutzung der Kita. Schließlich haben „die Kinder nicht die Möglichkeit, bei herrlichem Wetter den Außenbereich zu nutzen.“ Burmeister verlangte dem Unternehmen einen verbindlichen Mängelbeseitigungstermin mit einer Ablehnungsandrohung zu setzen.

Sowohl Körner als auch Burmeister schlossen sich Kolbergs Forderung nach einem Bodenaustausch an.

13 Responses to Sicherheitsmängel: Etwas läuft schief im Rathaus

  1. Geborene Schulzendorferin
    19. September 2018 at 21:46

    Ich würde ebenfalls die Erde sofort austauschen und später das Geld einfordern. Es geht um das Wohl unserer Kinder.

  2. Frank
    18. September 2018 at 09:09

    @Petra: Aber Politikverdrossenheit als Antwort auf Probleme, die mich täglich stören/bewegen, ist nichts weiter als „bockig“ sein und sich wie ein Kind aufführen. Klar, werden sich etablierte Herrschaften in gewissen Kreisen nicht durch ein paar murrende Bürger in ihrem Handeln stören lassen. So muss man also auch als Bürger einen langen Atem haben. Jeder wie er/sie Kraft und Zeit hat natürlich.
    Je mehr sich Akteure in der Verwaltung an Verfehlungen leisten, umso mehr hat man als Fakten gegen entsprechende Personen in der Hand. Da muss man ganz taktisch denken. Wenn man mit anderen Leuten genügend Kräfte/Engagement gesammelt hat, wären ernsthafte Konsequenzen endlich realisierbar. Der Rückzug in die Verdrossenheit verspielt aber genau dieses Potential! Da kann man auf die Neubürger schauen wie man will, die Alteingesessenen sind da, mit ihrer Erfahrung mit der Verwaltung, ebenfalls im Zugzwang.

    @Marcus: Sicherlich sollte man seine Kritik immer am Handeln einzelner Personen festmachen, und nicht gedanklich Sippenhaft einführen. Mein Problem ist aber, in meinem kurzen Leben ist eine Partei wiederkehrend, besonders fragwürdig in Erscheinung getreten: die SPD. So ergibt sich für mich eine gewisse Allgemeingültigkeit. Grundsätzlich lasse ich mich auch gerne positiv überraschen, meine Erwartung diesbezüglich tendiert aber gegen null. Voreingenommenheit wird ja auch durch gemachte Erfahrungen geformt.

  3. Marcus D.
    17. September 2018 at 21:57

    Ich denke, wir sollten hier in unserer kleinen Gemeinde die Personen in der Verwaltung nicht nach ihrer politischen Gesinnung beurteilen, sondern nach dem, was sie Leisten und nach ihren Ansichten beurteilen. Im Grunde kommt es auf das selbe hinaus. Aber es erscheint mir nicht so politisch voreingenommen.

    Zurück zu diesem Bericht. Ja, es läuft ganz vieles schief in der Verwaltung. Mann kann sagen täglich. Diese Sicherheitsmängel müssen SOFORT behoben werden. Wird aber hier in Schulzendorf nicht passieren. Sei denn, die Eltern, deren Kinder in der Kita sind, sprechen unter zur Hilfenahme einer Schrotflinte in der Gemeinde vor.

    Ich persönlich hoffe sehr, dass die zugezogenen Bürger hier in Schulzendorf etwas bewegen. Ich habe resigniert. Das gebe ich zu. Aber die vielen neuen Schulzendorfer werden sich hoffentlich nicht weiter die Machenschaften und die Unfähigkeit der Verwaltung gefallen lassen.

    P.S. Was ist das eigentlich mit der neuen 30 km/h Zone in der Miersdorfer Strasse? Von der Dorfstrasse kommend, am Friedhof vorbei, bis hinter den Mühlenschlag. Das soll so bis 31.12.21 bleiben. Die Verwaltung begründet es mit dem Bauvorhaben Ritterschlag. Aber spätestens ab Friedhof ist man aus diesem Bereich raus.

  4. Petra
    Petra
    17. September 2018 at 10:05

    @Frank: Und woher kommt die? Weil vom Verwalter so viele Dinge „verbockt“ werden, dass die Leute sagen, ich habe keine Lust mehr, laßt mich in Ruhe. Politikverdrossenheit kann man auch sagen. Selbst die Anhänger des Verwalters können nicht sagen, was er für Schulzendorf Gutes getan hat. Soll doch hier mal jemand sagen, was er Tolles geleistet hat. Nur EIN Ding. Bei der Bürgermeisterwahl hat auf mich sogar der AfD Onkel eine bessere Figur gemacht als der Verwalter. Guckt Euch die Luschen von der SPD an, die Mücke aufgestellt haben. Oder seht in die Nachbarkommunen, eine falsche Anwältin, eine angebliche Amtsleiterin, eine Frau die in der Butze erklärt sie sei für das Nachtflugverbot und im Landtag stimmt sie gegen das Nachtflugverbot. Für mich ist die SPD absolut unglaubwürdig, Altanschließer, Kreisgebietsreform und und und. Nur Käse, ich hoffe dass der Spuk nächstes Jahr ein Ende hat. Mit unseren Verwalter müssen wir noch 7 Jahre leben, dann ist Schulzendorf entgültig am Boden.

  5. TFimNetz
    16. September 2018 at 23:55

    @Petra: Das klingt bei der hohen Zuzugsrate in Schulzendorf plausibel… Ich selbst bin noch unentschieden und hoffe, dass ich mir (u.a.) hier ein transparentes Bild machen kann.

  6. Frank
    16. September 2018 at 19:55

    @Petra: Ich bin mir als Zugezogener sicher, dass eine gewisse SPD-Nähe bei vielen Bürgern auch schon vorher da war. Diese Partei scheint Leute anzuziehen, die entweder gut einlullen können, oder sich der Bequemlichkeit halber einlullen lassen.

    Was sich Herr Mücke in meinen zwei Jahren Bewohner-Dasein schon alles hat erlauben dürfen, deutet für mich eher auf eine, überspitzt formuliert, Apathie vieler Bürger hin.

  7. B.Hartenstein
    16. September 2018 at 09:58

    In diesem ach so deutschen Staat ist alles verwaltungstechnisch geregelt und lässt sich eindeutig nachträglich nachweisen.
    In diesem Fall befinden wir uns im Abfallrecht. Wenn Boden von A nach B transportiert und für eine neue Verwendung verbracht wird, muss das eindeutig dokumentiert werden. Alle Daten zum Zustand des Bodens, wie Analsyen und Einstufung in die entspr. Bodenklasse lassen sich in den Nachweispapieren (Begleitscheinen, Entsorgungsnachweisen, Ablagerungsgenehmigungen usw.) wiederfinden. Und wenn sich in diesem Boden sogar Patronenhülsen wiederfinden, riecht das nach gefährlichem Abfall ( ähnlich dem Zustand auf dem Areal W-Rath.-Str./Illgenstr.) und dann ist die Ablagerung des Bodens in einer KITA strafbar.
    Also liebe Eltern, nicht zaudern. Nutzt euer brandenburgisches Recht zur Akteneinsicht und lasst euch vom Bauamt die Nachweispapiere zeigen. Daraus ist Rechtmäßigkeit oder nicht erkennbar. Ebenso kann man sich jederzeit an das Umweltamt/Abfallentsorgung des Landkreise in Lübben zwecks Nachfrage wenden.
    Da ich weiß, dass es für Außenstehende schwer ist, die Daten auf den Entsorgungspapieren zu deuten, stehe ich gern mir Rat und 18-jähriger Erfahrung hierin zur Verfügung.

    Also traut euch zum Wohle eurer Kinder !

  8. Arno Nühm
    15. September 2018 at 06:23

    @TF: oh nein, ein TiefFlieger bei uns im Ort :) :) Spaß!!! Willkommen!
    Nimm dir die Worte von Petra zu Herzen und verbreite sie an alle!!!!

  9. Petra
    Petra
    14. September 2018 at 22:15

    @TF: So habe ich das nicht gemeint. Für diesen Zirkus in der Kita trägt Verwalter Mücke die Verantwortung. Ich glaube, dass viele Zugezogene ihn zum Bürgermeister gewählt haben, nicht weil sie ihn kennen,weil er so kompetent, umgangsfreundlich, bürgernah, transparent ist, sondern weil sie SPD gut finden oder weil er es schon 8 Jahre gemacht hat oder oder oder. Und mit deren Stimmen wurschelt er jetzt weiter. Die Ergebnisse erleben wir täglich. Kita, Hort,Gully nur Mist, Streit und Chaos.Seine Frau lässt sich in der Öffentlichkeit schon nicht mit ihm blicken. Was er gut kann, Rentner einlullen und die fallen darauf auch noch rein.

  10. TFimNetz
    14. September 2018 at 20:59

    Petra, ich bin ein zugezogener Bürger.
    Aber ich verspreche, ich habe nix in den Sand getan.
    Warum sollte ich auch?

  11. Anwohnerin
    14. September 2018 at 19:29

    Erde austauschen und zwar sofort
    Warum wartet das Amt hier solange
    Alles andere kann man hinterher klären
    Namen der Firma veröffentlichen und Anzeige erstatten wegen grober fahrlässigkeit

  12. Petra
    Petra
    14. September 2018 at 17:29

    Diesen Zirkus gibts nicht mal in Russland.@Arno: Es ist und bleibt ein A–e. Und die zugezogenen Bürger haben das bewirkt.

  13. Arno Nühm
    14. September 2018 at 15:19

    Wenn ich diesen arroganten Fatzke von Verwalter schon sehe; Hass Hass Hass

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