Schulinspektion: Warum werden Ergebnisse verschwiegen?

8. Mai 2019
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Sie heißen in jedem Bundesland anders: In Brandenburg nennen sie sich Schulvisitationen. Sie sollen die Bildungseinrichtungen besser und moderner machen.

Speziell für die Inspektion ausgebildete Lehrkräfte schauen sich die Daten und Dokumente der Schule an, besuchen sie mehrere Tage, nehmen am Unterricht teil, führen Interviews mit Schülern, Eltern und Lehrern. Am Ende erfolgt eine Bewertung der Schulqualität. Das Potsdamer Bildungsministerium hat dazu Wertungskategorien von 1 bis 4 festgelegt. Der Abschlussbericht mit Verbesserungsvorschlägen geht nach der Inspektion an den Schulträger, den Schulleiter und die Schulaufsicht.

Was läuft an der Grundschule wirklich? (Foto: mwBild)

Was läuft an der Grundschule wirklich? (Foto: mwBild)

In Schulzendorf fand die Schulvisitation vom 20. bis 22. Februar 2019 statt. Anders als üblich hat Schuldirektor Frank Freese über die Inspektion bislang öffentlich kein Ton verloren. Auch 10 Wochen nach ihr fehlt vom Endbericht mit der abschließenden Bewertung jede Spur. Bürgermeister Mücke (SPD – nominiert) erklärte, derzeit liege lediglich ein Berichtsentwurf vor. Der wird geheim gehalten. Die Schulvisitation sei „durchschnittlich“ ausgefallen, so Mücke in einer knappen Erklärung.

Kein Wunder, dass Spekulationen wild ins Kraut schießen. Denn an Freeses Schule läuft längst nicht alles glatt, hinter der glänzenden Fassade bröckelt es gewaltig. Dem Schulzendorfer liegen Informationen vor, dass es an ihr unter Kindern zu Schlägereien kam, Schüler spontan den Unterricht verlassen, sogar Gerüchte von Mobbingfällen kursieren.

Sind all das die wahren Gründe, weshalb es um die Schulvisitation so still ist?

CDU – Chef Kolberg fordert eine öffentliche Behandlung der Ergebnisse im Gemeinderat. Bürgermeister Mücke zu seinem Verlangen: „Wenn mir das Ergebnis vorliegt, werde ich prüfen, inwieweit es der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.“ Transparenz hört sich anders an!

14 Responses to Schulinspektion: Warum werden Ergebnisse verschwiegen?

  1. Religionslehrerin
    14. Mai 2019 at 20:54

    Wie geht es eigentlich Frau Falk-G.?

    Bestünde eigentlich die Chance,
    dass Sie zurückkommt nach Schulzendorf
    und das Projekt wiederauflebt?

    Hat sich schon wer bei der Ministerin (SPD)
    beschwert?

  2. Horst
    8. Mai 2019 at 21:12

    Ich habe da auch ein paar unschöne Dinge im Zusammenhang mit Hr. Witteck und Fr. Falk-G. gehört.

    Da waren wohl auch hinterher ein paar Entschuldigungen fällig.

    Manchmal sollte man nicht einfach jedes Gerücht weitertragen.

    Wird schon Gründe haben warum Hr. Witteck sein Beitrag hier zensiert ist.

    Schlimm wenn man Angst haben muss, dass das eigene Kind auf dünnem Eis einbrechen kann, wenn man sich erlaubt den Mund aufzumachen.

    Bin gespannt ob Hr. Witteck GV wird und was er dann vorhat……..

  3. ROTE Zorna
    8. Mai 2019 at 19:43

    @Besorgte Mutti

    Ich kann Ihr Anliegen nur unterstützen.
    Allerdings geht Herr Boese, Leiter des Schulamtes
    dieser Tage in den Ruhestand.
    😉

    So kann ich nur empfehlen, dass sich #BesorgteEltern
    an leidenschaftliche Bildungspolitker*innen wenden,
    z.B. Frau Fischer oder Frau Mieritz.

    Besser aber noch an Gordon Hoffmann via Frau Schimke.
    Vielleicht kann da Karl – Uwe Fuchs was vermitteln?
    Ich hoffe, er liest hier mit und setzt sich ein?
    😉

  4. Besorgte Oma
    8. Mai 2019 at 19:12

    Bine,stimmt !
    Witteck ist Freeses Steigbügelhalter.

  5. Besorgte Mutti
    8. Mai 2019 at 18:41

    Liebe Eltern, haltet nicht mehr den Mund, es muss endlich etwas an dieser
    Schule passieren .
    Mir ist bekannt, dass es Eltern gibt, die sich schon an das Schulamt
    gewand haben.Hier geht es um unsere Kinder!!!!!!

  6. Bine
    Bine
    8. Mai 2019 at 17:35

    Herr Witteck von der CDU ist ja nun nicht gerade ein Mann, der Elterninteressen, sondern die von Schuldirektor Freese vertritt.

  7. Ungenannte
    8. Mai 2019 at 16:15

    Kolberg kann sich hier seine Reden sparen.

  8. Markus Witteck
    8. Mai 2019 at 15:51

    Lieber User Markus Wittek, Ihr Beitrag wird nicht veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen.

    Sabrina Rühle
    Der Schulzendorfer

  9. Besorgte Oma
    8. Mai 2019 at 09:37

    In der Elternkonferenz sitzen nicht nur loyale Eltern !
    Diese halten zu den “ Blockwarten“, „Kapos“ und “ Selbstversorger*innen“.
    An dieser Schule hat sich seit 10 Jahren nichts auch gar nichts geändert. Hier werden Lehrer rausgemobbt, es verschwinden Protokolle und Unterlagen.Schüler*innen mit zweierlei Maß gemessen und behandelt.
    Was dem Schulleiter nicht passt, wird passend gemacht !

  10. Petra
    Petra
    8. Mai 2019 at 08:31

    Kein Elternteil wird sich trauen, etwas zu sagen. Völlig zu recht fürchten sie um ihre Kinder. Denn was passiert, wenn jemand den Mund aufmacht, hat der Fall von Frau Grünes gezeigt. Mit Hilfe des Verwalters wurde diese Frau (die Schulzendorf mit ihrem Musikprojekt in Brandenburg einen Namen verschaft hat !!!) aus der Schule „geekelt“. Und niemand hat etwas dagegen gemacht, das ist noch viel schlimmer.

  11. ROTE Zorna
    8. Mai 2019 at 08:09

    @Frau Fischer (SPD – Freundin des Bildung – Staatssekretärs)
    @Frau Mieritz (SPD – Vorsitzende des Bildungsausschusses – KSB)

    @Herr Kolberg (CDU)

    Da Sie sich als anerkannte politische Urgesteine wieder
    als Gemeindevertreter*innen und auch als Volksvertreter*innen
    für den Kreistag bewerben, erbitte und erwarte
    ich HIER Ihr soziales und demokratisches Engagement.

    Vielleicht könnten ja auch mal die vielen „stillen LeserInnen“
    der vielen Parteien HIER Stellung beziehen?

    … das schafft Nachdruck und Öffentlichkeit für die Drangsalierten.

  12. Religionslehrerin
    8. Mai 2019 at 08:01

    So können wir nur auf kluge und beherzte
    Whistleblower’innen hoffen.

  13. Nelly
    8. Mai 2019 at 07:16

    Gute Idee. Aber so lange an der Spitze der Schulkonferenz Leute stehen, die nicht auf der Seite der Eltern, sondern auf der Seite der „Kapos“, „Blockwarte“ und „Selbstversor´ger“ stehen, wird daraus nichts.

  14. Religionslehrerin
    8. Mai 2019 at 05:46

    Die Schulkonferenz kann und sollte per Votum
    eine Veröffentlichung beschließen.

    Alle Gemeindevertreter sowie alle Mitglieder
    der Schulkonferenz (also gewählte Schüler*innen, Mütter und Väter
    und Lehrer*innen) haben ein Einsichtrecht in den Bericht.

    Auf diesem Wege wäre schnell Transparenz erlangbar.

    Das zeigt auch, wie wichtig es ist, in
    WAHLEN
    die engagierten Leute in die Bürger*innenvertretungen zu bekommen
    und nicht die „Kapos“, „Blockwarte“ und Selbstversorger*innen

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