S – Bahnhof Eichwalde: Parken wird für Pendler bald ein Riesen Problem

8. Oktober 2017
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Wenn morgens die Sonne aufgeht, konkurrieren Autofahrer, die in Schulzendorf oder Eichwalde wohnen und in Berlin arbeiten, um einen Parkplatz rund um den S – Bahnhof Eichwalde. Besonders gefragt sind Plätze in vorderster Reihe, so beispielsweise auf der früheren Laderampe der Bahn auf Eichwalder oder der Schulzendorfer Seite, entlang der Bahnschienen.

Lange hat die Deutsche Bahn darüber hinweggeschaut, dass auf ihrem Gelände unberechtigt Fahrzeuge parkten. Dass soll bald vorbei sein. (Foto: mwBild)

Lange hat die Deutsche Bahn darüber hinweggeschaut, dass auf ihrem Gelände unberechtigt Fahrzeuge parkten. Dass soll bald vorbei sein. (Foto: mwBild)

Dort wird es mit der Parkerei bald zu Ende sein. Der Grund: In Kürze beginnen die Arbeiten am behindertengerechten Zugang zum Bahnhof. Die Stellplätze werden dann auf beiden Seiten ersatzlos entfallen. Das gilt auch für den Zeitraum nach der Baumaßnahme.

„Die Bahn denkt nicht daran, künftig Stellplatzflächen zur Verfügung zu stellen.“, erklärte Eichwaldes scheidender Bürgermeister Bernd Speer. Künftig wird es nach den Worten des Eichwalder Gemeindeoberhauptes zu „ erheblichen Engpässen“ beim Parken und zur Verlagerung der Abstellmöglichkeiten in die an den Bahnhof angrenzenden Straßen kommen.

In den zurückliegenden Jahren hatte die Deutsche Bahn das Parken auf ihrem Grund und Boden stillschweigend geduldet.

Alternativen sieht Bernd Speer nicht, denn zum einen besitzt die Gemeinde keine eigenen Flächen in den infrage kommenden Bereichen, zum anderen sind Verhandlungen mit der Deutschen Bahn in den zurückliegenden Jahren über die Stellplätze gescheitert.

Speer will im Zusammenhang mit den bald anlaufenden Bauarbeiten erneut Anlauf nehmen und mit der Bahn über den Ankauf von Stellplatzflächen  verhandeln. Das könnte jedoch an der klammen Haushaltskasse scheitern. Und ob Schulzendorf sich am Ankauf beteiligen darf, schließlich sind viele Bewohner der Gemeinde auf solche Parkplätze angewiesen, dahinter stehen Fragezeichen. Denn die Parkplatzflächen befinden sich nicht in ihrem Gemeindegebiet.

Bernd Speer fehlt nach eigenen Worten die Phantasie für eine Alternative beim Parkproblem. Vielleicht hat sie aber der designierte Bürgermeister Jörg Jenoch. Würde er es meistern, dann hätte er seine Feuertaufe bestanden.

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