Offene Ateliers luden ein zum Blick über die Schulter

6. Mai 2018
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Rund 750 Künstler öffneten gestern und heute in Brandenburg die Pforten ihrer Werkstätten. Interessierte konnten Kunstschaffende kennenlernen, sich inspirieren lassen und Kunst erwerben. Der Schulzendorfer hat sich in zwei Ateliers umgesehen:

Großer Andrang herrschte in Schulzendorf bei Künstlerin Susanne Thäsler-Wollenberg. Ihre Zeichnungen, Gemälde, Karikaturen und Installationen begeisterten an beiden Tagen rund 400 Kunstinteressierte.

Susanne Thäsler-Wollenberg (links) und Claudia Eichler öffneten zwei Tage lang ihre Werkstatt Türen für Interessierte. (Foto:mwBild)
Susanne Thäsler-Wollenberg (links) und Claudia Eichler öffneten zwei Tage lang ihre Werkstatt Türen für Interessierte. (Foto:mwBild)

Thäsler-Wollenbergs Objekt Kompositionen, Ehegespräch, Reiselied, Wieder Spiegel, ließen großen Spielraum für Interpretationen zu und sorgten daher für viel Gesprächsstoff unter den Besuchern.

Höhepunkt war der Auftritt der charmanten türkischstämmigen Sängerin Josefin. Sie begeisterte die Besucher mit einem Swing – Programm. Begleitet wurde sie vom bekannten Keyboarder der Berliner Musikszene Ernie Schmiedel.

Auch Lyrik Anhänger kamen im Schulzendorfer Atelier auf ihre Kosten. Andächtig verfolgten Besucher Gedichte von Rainer Maria Rilke, die vom bekannten Schauspielregisseur Mathias Müller-Wurbs gelesen wurden.

Nicht weniger Interessantes gab es in Eichwalde in der Keramik – Werkstatt von „Rabenmütterchen“ Claudia Eichler zu entdecken. Dutzende schräge und bunt gebrannte Vögel, Hühner, Katzen, Fische, Hasen, Eulen und jede Menge kesse Raben in unterschiedlichen Größen aber auch Gartenkeramik, Blumen, Schalen, Vasen, Anhänger für Ketten, nahezu alles, was man aus Ton herstellen kann, konnte man bei der Künstlerin bestaunen. Raben haben es Claudia Eichler besonders angetan, daher rührt auch ihr Beiname „Rabenmütterchen“. Mit ihnen startete die gebürtige Zeesenerin 2006 in die Selbstständigkeit.

Besonders faszinierend: Ein Blick hinter die Kulissen, in die Keramikwerkstatt. Dort herrschte eine Atmosphäre, die inspiriert und Kreativität hervorbringt. Viel Glas, das für einen lichtdurchfluteten Arbeitsraum sorgt, ein langer Werkstatttisch mit gut einem Dutzend Stühle, Regale, in den wohl sortiert Pinseln und Arbeitsgeräten untergebracht sind. Und schließlich das Herz des Ateliers: Zwei moderne Brennöfen.

Claudia Eichler bietet Keramik Kurse an. Mit ihrem Rat, praktischen Tipps und in gemütlicher Runde gelingen Einsteigern kleine Kunstwerke, von denen sie bei Fertigstellung selber überrascht sind. Auch den Kleinsten bringt das „Rabenmütterchen“ den Umgang mit Ton bei. So manchen Geburtstag haben Kinder und ihre Freunde in der Werkstatt von Claudia Eichler gefeiert und dabei witzige Figuren modelliert.

3 Responses to Offene Ateliers luden ein zum Blick über die Schulter

  1. Karo
    10. Mai 2018 at 06:55

    Ja eine sehr schöne Aktion, die Freude bereitete. Doch wie immer Privatinitiative.
    Dank an die Initiatoren.

  2. Johanna
    7. Mai 2018 at 06:47

    Die Holzwerkstatt in Eichwalde hatte sich auch was Tolles einfallen lassen. Da war ein Kettensägen-Künstler zu Besuch. Mein Mann und meine Kinder erzählten dann abends begeistert davon.

  3. Anwohnerin
    6. Mai 2018 at 16:53

    Endlich mal positive Informationen aus unserer Gegend
    Es war ein erlebnisreiches Wochenende

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