Markus Mücke ist der schwächste Bürgermeister der Region

29. Januar 2019
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Bürgermeister Markus Mücke (SPD – nominiert) fürchtet offenbar eine Revolte. Vor nicht allzu langer Zeit räumte er im Regionalausschuss ein: “Vielleicht bin ich in zwei Jahren kein Bürgermeister mehr, weil es Bestrebungen gibt, einen Bürgermeister Wechsel herbeizuführen.“

Eine Überraschung wäre das nicht. Denn in den Jahren als Gemeindeoberhaupt gelang Mücke wenig, viele Chancen vergab er. Es ist Führungsschwäche und die Unfähigkeit, Wesentliches zu erfassen, was ihn zum Versager macht. Das ist auch der Grund, weshalb Schulzendorfer neue Bürgermeisterwahlen fordern.

Fangen wir mit seinem jüngsten Fehler an: Schulzendorf hat keinen Haushalt 2019. Noch nicht einmal der Entwurf liegt Gemeinderäten und der Öffentlichkeit vor. Die Folge: Keine Investitionen, keine Finanzierung freiwilliger Aufgaben, Steuergelder, die darauf warten ausgegeben zu werden, liegen brach – die Bürger sind die Dummen.

Bürgermeister Mücke: Verfolgt von Pannen und Pleiten. (Foto: mwBild)
Bürgermeister Mücke: Verfolgt von Pannen und Pleiten. (Foto: mwBild)

Mückes Personalpolitik macht Angst. Das Personalkarussell im gesamten Rathaus dreht sich ununterbrochen. Erst machte er Kämmerin Meskat zur Sozialamtsleiterin. Dann Mückes 180 Grad Wende: Für die gelernte Finanzerin ging es zurück in die Kämmerei, diesmal allerdings nur als Mitarbeiterin. Offizielle Begründung: Man brauche dort Unterstützung. Tatsächlich dürfte Mücke klar geworden sein, dass Meskat im Sozialamt eine Fehlbesetzung war. Dafür wurde Verwaltungsrechtsexperte Reech zum Kämmerer ernannt, obwohl der kein abgeschlossenes Studium für Betriebswirtschaft hat. Das sollte ein Kämmerer nach Ansicht von Angelika Kerstenski, Vorsitzende des Fachverbandes der Kämmerer im Land Brandenburg e.V., jedoch haben.

Bürgermeister Mücke hielt sich nicht immer an Gesetze und Regeln: Rechtsbruch beim Datenschutz, weil ihn die Daten Sammelwut bei der Ausgabe von Gelben Säcken packte oder der Verstoß gegen das Neutralitätsgebot, als er seiner guten Bekannten, Tina Fischer (SPD), in ihrem Wahlkampf unter die Arme griff, sind zwei Beispiele.

Mücke agiert nicht, er reagiert nur und in vielen Fällen auch noch schlecht. Beispiel Vorflächen: Seit 2015 erhitzt dieses Thema viele Schulzendorfer und eine Bürgerinitiative, der Rechtsfrieden in der Gemeinde steht auf dem Spiel. Statt Lösungsansätze auf den Tisch zu packen, wartet Mücke die Vorschläge der Freizeitpolitiker ab. Doch die gibt es bislang nicht.

Reden und Diplomatie zählen nicht zu den starken Seiten von Markus Mücke. Peinlicher Ausrutscher am 8. Mai 2018, als er an das Kriegsende und die vielen Millionen Opfer in Zeuthen erinnern sollte: Mücke prangerte in seiner Botschaft aggressives und ungeduldiges Verhalten von Menschen an ALDI – Kassen und auf Deutschlands Autobahnen an. Mücke an anderer Stelle in Sachen gemeinsame Vergabestelle zur Stimmung seiner Amtskollegen in Eichwalde und Zeuthen: „Die eiern herum.“

Mücke reagierte denkbar schlecht auf eine BER – Petition, die Tegel und Schönefeld für Anwohner als nicht zumutbar hält und welche die Umsetzung der BER – Volksentscheide forderte. Mücke stimmte gegen die Petition: „Ich erkenne die Zuständigkeit der Gemeinde Schulzendorf für diese Petition nicht.“

Unter den Bürgermeistern der Region, Jörg Jenoch (Eichwalde), Maja Buße (Mittenwalde), Sven Herzberger (Zeuthen), Swen Ennullat (Königs Wusterhausen) und Marc Anders (Wildau), ist Markus Mücke der Schwächste.

Gute Freunde: Markus Mücke und die SPD Chefin von Dahme - Spreewald, Tina Fischer. (Foto: Archiv/mwBild)
Gute Freunde: Markus Mücke und die SPD Chefin von Dahme – Spreewald, Tina Fischer. (Foto: Archiv/mwBild)

5 Responses to Markus Mücke ist der schwächste Bürgermeister der Region

  1. John Doe
    4. Februar 2019 at 10:05

    Wildau hat bis dato auch noch keinen Haushalt.
    Mal sehen wer hier schneller ist.

  2. Donkikong
    31. Januar 2019 at 16:16

    Also der Kumpel ist nicht nur Führungsschwach und unfähig, vor allem ist er so was von Arrogant. Er ist wie eine Lotuspflanze. Bei der perlt auch alles ab.
    Wir brauchen einen BM der sich auch für seine Bürger einsetzt. Aber das ist überhaupt nicht der Fall. Siehe Vorflächen, Altanschliesser, BER oder Kitagebühren.
    Wenn es Bürger gibt die den Kollegen austauschen wollen, ich bin dabei.
    Wo soll ich unterschreiben?

  3. Matze
    30. Januar 2019 at 13:46

    @KaRo: geb dir da Recht; aber bei den Nachbargemeinden scheint es ja besser zu klappen!!! Wir brauchen eine(n) BÜRGERmeister(in) der anpackt!!! Am besten etwas junges (nix gegen Frau Tauche) aber jemanden der vielleicht Kinder hat und nen besseren Überblick!!! Jemanden der bei großen Bauprojekten vor Ort ist und sofort auf die Finger klopft, wenn es nicht läuft!!!!!
    Es ist leider nicht zu verhindern, das unser Dorf voller wird :(
    In S’dorf steckt noch soviel Potenzial; packen wir’s an!!!

    Und jeder GV der ständig blockiert und mosert ohne gute Gegenvorschläge zu haben, muß genannt und abgewählt werden!!!!!!!

  4. KaRo
    30. Januar 2019 at 09:31

    Bürgermeister ein unliebsamer Job. Doch wo wäre ein akzeptabler Nachfolger? Das Problem ist doch nicht nur die „schöne“ Außenwirkung, sondern die Unfähigkeit die Personalpolitik in der Gemeinde in den Griff zu bekommen. Es heißt Gemeindeverwaltung, es wird nur verwaltet oder ignoriert. Die Mitarbeiter sind fleißig. Ohne straffe Organisation und fachlich kompetente Anleitung und gute Zutaten bekommt auch kein Starkochteam ein gutes Menü zu Stande.

  5. Matze
    29. Januar 2019 at 18:43

    In zwei Jahren?? Hoffe doch eher in 2 Tagen….
    Bitte Bitte gehen Sie so schnell wie möglich und machen Platz für fähigere Leute!!!! Wie heißt es doch so schön: Lieber ein Ende ohne Schrecken als….

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