Hallennutzung: Jetzt kommt der Vereinsgipfel

17. März 2018
Von

Wie können Nutzungszeiten in der Mehrzweckhalle, angesichts eines Bedarfes, der objektiv nicht gedeckt werden kann, möglichst gerecht auf Sportvereine aufgeteilt werden? Soll Schulzendorfer Vereinen ein Vorrang bei der Vergabe von Hallenterminen eingeräumt werden? Diese und weitere Fragen sollen demnächst im Mittelpunkt eines Gipfeltreffens zwischen Vertreter von Sportvereinen und Gemeinderäten stehen.

Mehrzweckhalle Schulzendorf (Foto: Wolff)

Mehrzweckhalle Schulzendorf (Foto: Wolff)

Die Linke hat eine Satzungsänderung der Nutzungs- und Gebührenordnung vorgeschlagen, die ortsansäßige Vereine bei Hallenzeiten und Gebühren präferiert. Unterstützt werden die Linken dem Grunde nach von der Körner – Fraktion. Sportler aus Schulzendorfer Vereinen klagen seit langem über Benachteiligungen bei der Vergabe der Hallenzeiten.

Mit Skepsis betrachtet Danilo Degner, Trainer eines ortsfremden Vereins, der seit Jahren mit seinen Jugendlichen die Halle nutzt, den Vorstoß der Linken. Es dränge sich der Eindruck auf, dass “fremde“ Sportvereine verdrängt werden sollen. Kritik übte Degner an der geplanten Neuregelung des Vergabezeitraumes der Hallennutzung von einem Jahr. Der sei entschieden zu kurz gesetzt, eine kontinuierliche Trainingsarbeit sei so nur schwer realisierbar. “Was wollen Sie mit den Neuregelungen fördern?“, fragte Degner die Abgeordneten im jüngsten Hauptausschuss.

Guido Thieke (CDU) warnte vor der Vornahme von Klassifizierungen: “Wenn künftig alle Kommunen so handeln, wie es mit dem Satzungsentwurf geplant ist, werden viele Kinder auf der Strecke bleIben.“ Thieke, Chef des HSV Wildau, erinnerte daran, dass rund 40 Kinder aus Schulzendorf beim Wildauer Handballverein spielen und in der Mehrzweckhalle trainieren.

Nach den Worten des Chef des Gemeinderates, Dr.Herbert Burmeister (Die Linke), soll keiner aus der Halle gedrängt werden. Burmeister verteidigte die angedachte Neuregelung des Vergabezeitraumes. Schließlich sei es nicht gerecht, wenn eine einmal erteilte Hallenzeit auf Ewigkeit gilt.

Andreas Körner (Bündnis 90/Die Grünen): “Angesichts des enormen Bedarfes stehen wir vor einem Dilemma. Die Vereine müssen im Geist des Sportes miteinander reden und Lösungen finden.“

Genau das plant die Linke Fraktionschefin Tauche. Sie will beim Vereinsgipfel mit den Sportlern ins Gespräch kommen und mit ihnen die geplante Satzungsänderung erörtern. Kompromissbereitschaft zeigte sie in der Frage des Vergabezeitraumes, zwei Jahre seien möglich. Den Beschlussvorschlag zur Satzungsänderung legte sie vorerst auf Eis.

 

 

10 Responses to Hallennutzung: Jetzt kommt der Vereinsgipfel

  1. Arno Nühm
    20. März 2018 at 16:32

    Genau deiner Meinung Frank!!!
    Sollte S’dorf mit der Sporthalle und der Abhängigkeit anderer mal was richtig gemacht haben?? Klar spielen S’dorfer Kinder Handball für Wildau; und die müssen ja wohl ne eigene Halle haben!!! Warum trainieren die nicht in der Witthöft Sporthalle??
    Die Vereine sollten mehr reden; warum sollen die Fußballer diese für 3h blocken, wenn nur 3-6 Spieler da sind???

  2. Wolfgang Schröder
    20. März 2018 at 15:17

    Viele können sich noch erinnern, dass wir in Schulzendorf keine Sporthalle hatten und trotzdem trainiert wurde! Die Volleyballer spielten in Zeuthen und die Fußballer trainierten auf dem Platz. Die Butze wurde als Minihalle genutzt, aber war in keinster Weise für Ballsportarten geeignet.
    Nun haben wir eine tolle Sporthalle und es reicht aber nicht, um allen Vereine ausreichend Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen. Es sollten sich die Hauptnutzer der Halle an einen Tisch setzen und nach Möglichkeiten zu suchen, wie man einen Kompromiss finden kann. Für die Hallensportarten ist es schwer zu verstehen, dass in den Wintermonaten Ihre Trainingszeiten wegfallen sollen! Deshalb sollte man überlegen, ob verkürzte Trainingszeiten oder Reduzierung von 3/3 auf 2/3 oder sogar 1/3 möglich sind. Natürlich kann man es verstehen, das ortsansässige Vereine vorrangig berücksichtigt werden sollten! So schön auch ein vielseitiges Sportangebot ist, aber in der jetzigen Situation muss man auch Entscheidungen treffen, die nicht für jeden Nutzer optimal sind! Deshalb muss man miteinander reden! Der SVS e.V. hat in der Abteilung Kindersport 53 Kinder zwischen 2 – 6 Jahre, die Abteilung Einrad/ Kunstrad / Akrobatik 38 Kinder zwischen 6-14 Jahre und die Abteilung Volleyball hat 139 Spieler und davon 67 Kinder zwischen 6 – 14 Jahre und die Zahlen sind steigend!
    Eine neue Halle wird es in den nächsten 5 Jahren nicht geben und deshalb müssen kurzfristige Lösungen gefunden werden! Die Kosten für Brandenburgligaspiele, Landespokale Volleyball und Kunstrad belasten den Verein und sollten deshalb für ortsansässige Vereine entfallen, so wie es Frank Hartmann vorgeschlagen hat!

  3. Schlachta,Hermann
    20. März 2018 at 13:43

    Ich finde die Argumentation, dass einmal vergebene Hallenzeiten nicht auf ewig gelten sollten für nicht nachvollziehbar.
    Mit den vergebenen Hallenzeiten haben sich die Sportler mit allen Problemen,die damit im Zusammenhang stehen auseinandergesetzt und zu doch stabilen Vereinen entwickelt.
    Eine andere Vergabe kann unter Umständen bis zur Auflösung des Vereines führen, wenn eine andere Zeit nicht mehr mit Beruf, Schule, Studium und persönichen Belangen, wie z.B. Erreichbarkeit der Halle in Einklang zu bringen ist.
    Ich möchte schon sagen, dass die Vergabe der Zeiten in erster Linie mit ortsansässgen Vereinen erfolgen sollte, denn die Zugehörigkeit zur Gemein kann,wie konkret hier, immer mit Vorteilen, aber möglicherweise auch mit Nachteilen verbunden sein kann.Ortsansässige Vereine stehen auch für Unterstützungsleistungen bei Veranstaltungen der Gemeinde mehr zur Verfügung als fremde.

  4. Anwohner Otto-Krien-Str.
    20. März 2018 at 10:17

    Ihr Kommentar enthielt lediglich Ihre Wohnanschrift,deshalb wurde er nicht veröffentlicht. Löschen Sie Formulardaten und den Cache in Ihrem Browser.

    Die Redaktion

  5. AndiM
    19. März 2018 at 21:15

    So,so…weil die Halle auch mit den Steuern der Schulzendorfer BÜRGER gebaut wurde, sollen jetzt VEREINE, nur weil sie in S-dorf gelistet sind, ein Vorrecht eingeräumt bekommen. Eigenartige Logik. Und ich dachte es geht um die Schulzendorfer Sportfreunde…Wer stellt hier irgend wen schlechter als z.B. den HSV? Und was glaubt ihr wer trainiert in HSV, Budokan Großbeeren etc? Das sind auch Schulzendorfer! Soll jetzt nur noch der Sport treiben können, der sich für eine Sportart aus dem begrenzten Angebot von SVS und SG entscheidet? Was ist am Volleyballer besser als am Handballer? Wenn diese beiden Vereine die „guten“ Zeiten unter sich aufteilen können, wird das notwendigerweise zu einer Verdrängung der sogenannten „ortsfremden“ Vereine führen. Ein schrumpfendes Angebot wäre die Folge. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind was Trainingszeiten betrifft eben nicht flexibel. Das scheinen die Befürworter solcher egoistischen Pläne nicht zu bedenken.
    @Frank Hartmann eventuelle Kosten für ortsfremde Vereine waren hier nicht das Thema.

  6. Struppi
    19. März 2018 at 17:13

    Danke SG Kicker.
    Tieke samt CDU ab nach Wildau, dort bekommt der HSV Wildau von Malich alles in den Allerwertesten geschoben.
    Ein Handballzentrum wenn es nach Malich gegangen wäre,sollte am Wildorado entstehen.

  7. SG -Kicker
    19. März 2018 at 11:12

    Den Ausführungen von Herrn Hartmann ist nichts hinzuzufügen.@AndiM:Mach Dich erst schlau,bevor Du hier Unsinn verbreitest. Die Halle wurde auch mit unseren Steuergeldern errichtet, da ist die Forderung,dass Schulzendorfer Vereine nicht schlechter als der HSV Wildau gestellt sein dürfen, legitim. Wildau trainiert bis zu 25 Stunden pro Woche und wir? Die CDU sollte sich in erster Linie für die Interessen der Schulzendorfer und dann für den HSV einsetzen.

  8. Frank Hartmann 1. Vorsitzender SVS
    19. März 2018 at 09:30

    Ich finde es schade das man wieder diskutiert und argumentiert ohne sich die Mühe zu machen die Sachlage zu prüfen. Die Nutzungs- und Gebührensatzungen aller umliegenen Gemeinden kann man auf dem jeweilugen Gemeindeseiten finden. Wer sich der Mühe unterzieht diese zu lesen wird feststellen das Schulzendorf die einzige Gemeinde ist die ihre Halle ortsfremden Vereinen kostenlos zur Verfügung stellt! Ja ich habe mir die Mühe gemacht und nach wiederholter Empfehlung und drängen aus dem Rathaus Änderungsvorschläge vorgelegt. Im Prinzip finde ich die alte Regelung Gut. Aber die Interpretation des Inhaltes erfolgt recht eigenwillig. Und ja ich sollte dies korrigieren in Form einer Neufassung über die man dann diskutiert und abstimmt. Seit zwei Jahren haben wir schon Kapazitätsprobleme mit der Halle. Im Kindersport, Tischtennis und Volleyball sind wir nicht mehr in der Lage die Nachfrage Schulzendorfer Bürger zu decken. Wir führen deshalb schon Wartelisten! Und mir fällt es schwer diesen Zustand zu aktzepieren zumal Schulzendorf beim Kreisportrag und auch auf Landesebenen in der dortigen Statistik das Schlußlicht bildet was das Verhältniss Einwohnerzahl zu Vereinsmitgliedern betrifft. (wir wurden dort als Ort namentlich kritisiert wg. mangelder Vereinsarbeit)
    Das wir trotz der Benachteiligung uns als Verein deutlich mehr als andere für Schulzendorf engagieren wird nicht anerkannt. Wir unterstützen seit Jahren das Kinderfest, bieten jeden Tag der Woche eine Hort AG in der Grundschule an und fahren sogar mit den Kinder zu den Terminen von Jugend trainiert für Olympia. Das sind eigenlich alles Aufgaben des Bildungsträgers die unsere Mitglieder dort ehrenamtlich in ihrer Freizeit übernehmen!
    Deshalb noch mal zur Klarstellung das ist kein Gefallen an mich den Vorsitzenden des SV-Schulzendorf, sondern eine Notwendigkeit um unseren Mitgliedern, die auch Schulzendorfer Bürger sind nicht in ihren Entfaltungsmöglichkeiten zu behindern.
    Unsere sportlichen Erfolge der letzen Jahre sprechen trotz der eingeschränkten Möglichkeiten für sich.
    Im Kunstrad belegten wir im letzen Jahr bei den Nordostdeutschen Meisterschaften einen beachtlichen 2. Platz. Im Volleyball spielen wir bei den Landesmeisterschaften und auch beim Landespokal eine wesentliche Rolle mit, bei der Medaillenvergabe in fast jeder Alterstufe. Hier haben wir in der U16m sogar die Qualifikation zu den Nordostdeuschen Meisterschaften erreicht! Bei Jugend trainiert für Olympia haben wir mit unserem Engagement den Grunschülern aus Schulzendorf zu manchem Sieg verholfen. Die Grunschule darf sich sicherlich auch aus diesem Grunde „Sportlichste Grundschule in LDS“ nennen.

  9. AndiM
    18. März 2018 at 22:03

    „Genau das plant die Linke Fraktionschefin Tauche“…. wer das aus dem hilflosen Gestammel von Frau Tauche entnehmen konnte war entweder nicht anwesend oder hat nicht zugehört. Frau Tauche hat ziemlich direkt zugegeben, hier die Interessen des SV Schulzendorf vordergründig zu bedienen,indem sie versucht hat, dem persönlichen Wunsch des Vorsitzenden der SV nach mehr Nutzungszeit für seine Mitglieder und sein begrenztes Angbot zu entsprechen. Als gewählter Gemeindevertreter vollkommen inakzeptabel! Wenn ich eine Diskussion anstoßen will, wie Frau Tauche sich rauszureden versuchte, dann brauche ich dazu nicht eine fertige Satzung auf den Tisch legen. Es wurde auf dieser Hauptausschußsitzung offensichtlich allen Beteiligten klar, dass die Folgen einer so unsinnigen und schädlichen Satzungsänderung im Besonderen für Schulzendorfer und deren Kinder fatale Auswirkungen hätte.

  10. Bürger Zweiter Klasse
    18. März 2018 at 10:44

    Nicht immer Quatschen, debattieren und wie die Glukke auf der Kohle sitzen.
    Schulen und Hallen bauen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

ANZEIGE

Werbung