Dialogforum: Vize – Chef Igel (SPD) giftet gegen Transparenz

30. November 2018
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Der stellvertretende Vorsitzende des Dialogforums und Bürgermeister von Ludwigsfelde, Andreas Igel (SPD), ist stink sauer.

Der Grund: Sein Vorschlag, Parteifreund Jann Jakobs (SPD) zum Chef des Dialogforums zu schlagen, wurde öffentlich, obwohl Sitzungen des Dialogforums unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten werden. Gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung zeigte sich Igel darüber verärgert.

Andreas Igel (Foto: Bernd Settnik/dpa)

Andreas Igel (Foto: Bernd Settnik/dpa)

Öffentlich wurde Igels „Geheimpersonalie“ durch einen Antrag der Zeuthener Fraktionsgemeinschaft Grüne/FDP. Der soll Bürgermeister Sven Herzberger verpflichten, gegen den Vorsitz von Potsdams Ex – Bürgermeister Jakobs zu stimmen. Gemäß der geltenden Geschäftsordnung muss die Wahl des Vorsitzenden einstimmig erfolgen. Jacobs wird nicht nur in Zeuthen, auch von Volksvertretern in Königs Wusterhausen, Eichwalde, Schulzendorf und Mittenalde, als ungeeignet angesehen. Sogar von „Versorgungsmentalität“ der SPD ist die Rede.

 „Es ist von öffentlichem Interesse, wer ein derartiges Gremium nach außen hin vertritt.“ erklärt Grüne/FDP Fraktionschef Jonas Reif aus Zeuthen. „Das Dialogforum schreibt sich in seine eigenen Statuten vor, offen und transparent zur arbeiten Da reicht es nicht, am Ende nur eine Entscheidung zu veröffentlichen.“, so der Politiker.

Reif weiter: „Wenn man im Geheimen einen SPD-Funktionär auf einen „ehrenamtlichen Posten“ hievt und er dort eine „Aufwandsentschädigung“ bekommt, die mehr ist, als viele Brandenburger mit einer 40 Stunden Woche erarbeiten, dann hat das schon was von Wasser predigen und Wein trinken.“ resümiert Jonas Reif.

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