Der Schulzendorfer zu Besuch im Flüchtlingsheim PÄTZ

18. Juli 2015
Von

Ein Blick hinter die Kulissen des Flüchtlingsheims in Pätz – das war bislang nur ganz wenigen Auserwählten vorbehalten. Am Freitag war Der Schulzendorfer zu Besuch in der Unterkunft. Die Chefin der Einrichtung, Claudia Wußow, begrüßt mich am Eingang. Mit ihr ging es kreuz und quer durch das ehemalige Objekt der Grenztruppen der früheren DDR.

Bürger aus der Umgebung des Flüchtlingsheimes kümmern sich um Asylbewerber und Flüchtlinge. Einrichtungsleiterin Claudia Wußow (rechts) ist unter den über 100 Heimbewohnern beliebt. Sie unterhält sich mit ihnen auf Deutsch, Englisch und Russisch. (Foto: mwBild)

Bürger aus der Umgebung des Flüchtlingsheimes kümmern sich um Asylbewerber und Flüchtlinge. Einrichtungsleiterin Claudia Wußow (rechts) ist unter den über 100 Heimbewohnern beliebt. Sie unterhält sich mit ihnen auf Deutsch, Englisch und Russisch. (Foto: mwBild)

Claudia Wußow stammt aus der Jugendhilfe. „Ich bin zu diesem Job, wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Das hat sich so ergeben.“, sagt sie selbst. Seit einem Jahr leitet sie das Heim.

Für insgesamt 154 Menschen ist im Gebäude Platz, sie werden von einem Sozialarbeiter betreut. „Es könnten mehr sein.“, wünscht sich die Heimleiterin. In den Zwei Bett Zimmern sind auf jeder Etage rund 50 Leute untergebracht, WC Anlagen und Duschen werden gemeinsam genutzt.

Pro Etage gibt es eine Gemeinschaftsküche, die mit modernen Elektroherden, Kühlschränken und Edelstahlabwaschbecken ausgestattet ist. In Sachen Sauberkeit unterscheiden sich die Küchenräume nicht von denen in Arbeiter- und Studentenwohnheimen.

In den Seitenflügeln sind Familienzimmer eingerichtet. Familien, zwei Frauen oder eine Mutter mit Kind werden hier einquartiert. Einziger Luxus: Toilette und Dusche befinden sich in der abgeteilten Wohnung. In der obersten Etage gibt ein Kinderspielzimmer. Wer es nutzen möchte, holt sich den Schlüssel von der Heimleitung.

Im Keller gibt es einen Raum, in dem zu festgelegten Zeiten Wäsche gewaschen werden kann. Zwei Heimbewohner kümmern sich um den ordnungsgemäßen Ablauf.

Das Heim in Pätz, das Flüchtlinge vor allem aus Eritrea und Syrien beherbergt, ist ein Übergangsheim. Wird der Flüchtlingsstatus eines Bewohners anerkannt, muss er das Heim eigentlich verlassen. Denn ab jetzt ist das Jobcenter für ihn zuständig.

Doch das mit dem Verlassen ist einfacher gesagt als getan, konstatiert Gesine Liersch, Chefin des Mehrgenerationenhauses „Kleeblatt“ Bestensee. Denn oft gestaltet sich die Wohnungssuche langwierig. Wohnungsbaugesellschaften wollen Flüchtlinge vielfach nicht als Mieter, da klappt es bei privaten Vermietern meist besser, berichtet Liersch.

Patenschaften werden von Bewohnern aus Pätz übernommen. Sie greifen den Flüchtlingen nicht nur bei der Wohnungssuche auch bei der Integration überhaupt unter die Arme, erzählt Anne Müller vom Netzwerk Migration Bestensee.

Fazit des Besuches: So manche Mythen, die sich um Asylbewerber und Flüchtlinge ranken, treffen nicht zu. So fehlt beispielsweise im Pätzer Heim von verdreckten WC – Anlagen, demontierten Sanitär Armaturen oder mistigen Küchen jede Spur. Wie so oft, liegt die Wahrheit eben doch in der Mitte.

Und hier sind Bilder vom Heim:

23 Responses to Der Schulzendorfer zu Besuch im Flüchtlingsheim PÄTZ

  1. Boel
    8. November 2018 at 02:41

    Sehr interessant, hier die Kommentare zu lesen…besonders die „Petra“ ist ja eine kulturelle Bereicherung des deutschen Gemeinwesens. Entweder die eigenen Leute beleidigen oder „TAZ“-Gelaber von sich geben, wie der Berliner sagen würde. Ich weiß gar nicht, warum diejenigen, die die ganzen Flüchtlinge hier haben wollen, sie nicht bei sich aufnehmen und versorgen, anstatt daß alle, auch die Gegner des derzeitigen Asylrechtes, dies bezahlen sollen…schließlich habe ja genug Gutmenschen an den Bahnhöfen rumgestanden…

  2. Horst Wenzlaff
    25. August 2017 at 03:17

    Menschen sind unterschiedlich. Ich bin 80 und habe den Krieg in Berlin miterlebt. Wer aus Todesangst flüchtet, bereit ist fleißig zu arbeiten, sich deutschen Gewohnheiten anzupassen, sollte angemessen unterstützt werden im Geben und Nehmen. Ich werde in nächster Zeit die Unterkunft in Pätz besuchen. Ich möchte einen netten Menschen, dem ich vielleicht Vaterersatz sein könnte, finden und ihn unterstützen. Ihre Heimleiterin wir mir eine Empfehlung geben können.Für Ihre Hilfsbereitschaft meinen besten Dank im voraus. Hochachtungsvoll Horst Wenzlaff.

  3. Parteisoldat
    21. Juli 2015 at 07:56

    @ Maksimilian Stefani Wer sagt denn, dass die Politik richtige Entscheidungen trift. Ein Grenzübertritt ist ilegal, ein Schleucher hält sich nicht an Gesetze- Und Fußvolk erklärt kritische Meinungen als ilegal bzw. grenzwertig. Du hast wohl auch nur Geld von anderen ausgeben !

  4. Maksimilian Stefani
    20. Juli 2015 at 22:31

    Freut mich, dass der „Schulzendorfer“ nicht allein die grenzwertigen Beiträge von Fremdenfeindlichen veröffentlisicht, sondern sich tatsächlich an den Aufenthaltsort von Asylbewerbern begeben hat. Respekt!

  5. Fake BER
    20. Juli 2015 at 08:29

    @Frank Damköhler Dann spende doch einen ! In meiner Ausbildung hatten 16 Leute einen und das ging ohne meckern.

  6. JA- Sager ?
    19. Juli 2015 at 19:31

    @Niko @Petra Muß man Euch verstehen, ich glaube nicht. In der Morgenpost steht heute, dass die Arbeitsagentur eine Blue Card für qualifizierte Flüchtlinge schaffen will. Ärzte und Ingenieure sollen + werden damit angelockt werden, “ gut ausgebildeten Flüchtlinge eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu ermöglichen“

    Also geht es um Selektion und nicht um Hilfe. Und wenn man die Vorsitzende des Städtetages richtig verstanden hat- “ Es gibt nur noch junge alleinstehende Flüchtlinge “ – müssen die auch alle die Hilfe auch falsch verstehen.

  7. Frank Damköhler
    19. Juli 2015 at 17:14

    Aua – 4 Kühlschränke für 50 Leute?

    Wenn sich 5 Leute einen teilen, fände ich das schon etwas knapp. Aber einer für 12 bis 13?

  8. Frank Knuffke
    19. Juli 2015 at 16:31

    Doch so ist es….Die Brandenburger Landesregierung hat dies im Februar 2015 auf eine parlamentarische Anfrage hin,genau so beantwortet.Und konkret für unseren Landkreis hat gerade am Mittwoch Landrat Loge eingeräumt,daß unser Landkreis 360!! abgelehnte „Asylbewerber“ betreut.

  9. Petra
    Petra
    19. Juli 2015 at 15:03

    @Knuffi: Dass Du Dich traust hier einen auf schlau zu mimen, schämst Du Dich nicht? Bekommst Dein Bauchladen nicht auf die Reihe, bist nicht in der Lage für den Spielplatz zu spenden, willst hier aber den Lehrer spielen. Du bist eben nicht schlau und ich sag Dir auch warum. Im Gegensatz zu Dir habe ich nämlich in der Schule aufgepasst. Wenn 3.050 Leuten der Flüchtlingsstatus nicht zuerkannt wurde, heißt das noch lange nicht, dass die 20 Heime blockieren. … verstanden Knuffi? Der Kopf ist nicht nur zum Essen da. Kannst Dich mit dem Pätzer zusammen tun, der kann noch nicht mal richtig schreiben. Irres Team! Euch Beiden würden mal drei Wochen Arbeit im Tagebau gut tun, damit Eure vernebelten Hirne mal frei gepustet werden.

  10. Niko
    19. Juli 2015 at 14:24

    @Frank Knuffke.
    Schon mal dran gedacht wie schlecht es einem Menschen gehen muss, damit er 1) seine Heimat verlässt und 2) sich selbst und die gesamte Familie stark verschuldet?
    Die haben alle diese Summe die sie brauchen um aus den Krisengebieten weg zu kommen nicht unter der Matratze gebunkert.
    Außerdem ist den Geflüchteten hier auch klar, dass sobald sie strafrechtlich auffällig werden sofort abgeschoben werden. Von daher können Sie sich Ihre polemische Hetze mal ganz getrost sparen.

  11. Pätzer
    19. Juli 2015 at 11:55

    @ Susanne Lehmann Ich kenne kein Ureinwohner Susanne Lehmann in Pätz- obwohl in Pätz der Name Lehmann, Neumann und Borchart weit verbreitet ist – und sie kennen wohl nur den Eingang zum TBZ von der Gräbendorfer Straße aus und der Augenarzt läßt grüßen – oder was ?

  12. Susanne Lehmann
    19. Juli 2015 at 10:44

    Pätzer, Sie sind niemals aus Pätz und haben wahrscheinlich noch kein Fuß auf das Heimgelände gesetzt. Es ist völliger Blödsinn, dass dort viele Frauen schwanger sind.

  13. Nobody
    19. Juli 2015 at 10:03

    Ein grosses Lob an die Agit-Prop Abteilung des Landkreises, sowie an die Heimleitung und an die Reinigungsfirma.

    Beim Vorbeifahren konnte man letzte Woche natürlich die Veranstaltung auf dem Gelände bemerken. Der Sinn und Zweck dieser Übung dokumentiert sich ja auch mit diesem Beitrag.

  14. Frank Knuffke
    19. Juli 2015 at 09:41

    Fakt,ist doch mal eines,und das kann ich mit amtlichen Unterlagen belegen….ca 80% der dort Untergebrachten,sind keine Flüchtlinge!Und das sage nicht ich…sondern ordentliche Gerichte,welche über den Asylantrag befinden.Sie alle haben einen Haufen Geld,ca.10.000 Dollar für die Schleuser und Schlepper bezahlt,um hier her zu kommen.Das sind auch nicht die Ärmsten der Armen,denn die haben das Geld überhaupt nicht für die Schleuser,und schon gar nicht „flieht“ man um die halbe Welt,sondern in eine friedliche Nachbarregion.Zu den Zahlen der Kriminalität,muss man wissen,daß der Migrationshintergrund bei Straftätern nicht statistisch erfasst wird…und erst Recht nicht,ob der Täter Asylant ist….so können dann die Verantwortlichen behaupten,es gibt diese Kriminalität nicht….was natürlich nicht stimmt.Und was machen die lieben Asylanten,wenn ihr Antrag abgelehnt wurde?Sie vernichten ihre Papiere,damit sie nicht abgeschoben werden können,und wir sitzen nun auf diesen Pseudoflüchtlingen herum,und müssen sie alimentieren.Zum Stichtag 31.12.2014 hatte Brandenburg 3050! abgelehnte Asylbewerber in Betreuung,das sind dann wohl 20 Heime,wie das in Pätz,voll mit Leuten,welche weder aus Kriegsgebieten kommen,noch verfolgt werden….

  15. A Welt
    19. Juli 2015 at 08:39

    Kollektivistischer Korruptionismus, ist die ganze Flüchtingsdebatte. Die Solidebatte von oben verordnet, hat ausufernde Züge angenommen. Wer dieses nicht sehen will, wird die anstehenden Sorgen erst schlagartig begreifen- wenn die Probleme im eigenem Haushalt angekommen sind.

  16. Pätzer
    19. Juli 2015 at 08:11

    @ Petra – Hast Du keine anderen Sprüche drauf – ist langweilig- oder hast Du keinen abgekommen ?

    Zu den lieben Zahlen- stimmen die alle ? Fakt ist, dass hier jedenfalls sehr viel stinkt- nein nicht im Heim, die haben ja eine Putzfrau, die u.a. die Klos für die Presse reinigen darf. Mit Kinder kriegen im Heim bekommt man auch noch Geld, Beestensee zahlt wie zu die DDR – Zeiten das Begrüßungsgeld.

    In Pätz gibt es ordentliche Heimbewohner die über viel Freizeit verfügen. Radfahren ist jetzt angesagt, Motorrad wird bald folgen. Viele Internatbewohner durch die Berufsausbildung im TBZ haben ganz andere Dinge drauf gehabt.

    Die Diskussion um die Flüchtlinge ist jedenfalls vatal- eine Völkerwanderung ist das, auch geprägt mit wirtschaftlichen Verwerfungen. Wer hier versucht alle gleich zu machen, Brandenburger oder Flüchlinge, hat nicht verstanden, dass es wieder einmal nur um Kohle von anderen geht.

    Petra Mond wäre schön, dann brächte ich Ihnen Unfuf nicht lesen.

  17. Niko
    19. Juli 2015 at 06:59

    @Lisa. Jetzt mal raus mit den Fakten. Rumlabern kann jeder. Und bis her hast du verbal nur eine Kulisse aufgebaut hinter der nichts zu stecken scheint.
    Also, wie stark ist die Kriminalität aufgrund der Flüchtling gestiegen? Und bedenke bitte beim Antworten, dass hier nur die Zahlen relevant sind, die von den Flüchtlingen direkt ausgehen und nicht die Fälle, bei denen sie angegriffen wurden.

    P.S.: ich kenne die Zahlen…

  18. Lisa
    19. Juli 2015 at 00:52

    Petra komm du befasse dich lieber mit Knuffke und dem Spielplatzdrama
    Das die hier kinder wie Sand am Meer bekommen ist sehr wohl ein Problem
    Noch nie einen Cent eingezahlt und bekommen alles…wenn dir als deutscher was zustößt musst du selber zu sehen da hilft dir kein Mensch guck dir unsere Obdachlosen an
    Öffne endlich die Augen

  19. Lisa
    18. Juli 2015 at 23:09

    Ich weiß von was ich rede…
    Da ich weiß für was ich hier arbeite und ihr habt keine Ahnung davon was wir auf dem Revier alles erleben

  20. Petra
    Petra
    18. Juli 2015 at 22:19

    Pätzer: was bist du denn für ein mondmensch, hast du zu viel Gras geraucht? ach du lieber gott, jetzt ist eine frau schwanger. Na das ist ja was ganz schlimmes.

  21. Hilmar Stolpe
    18. Juli 2015 at 15:23

    „Lisa“ – auch das Verbreiten von Lügen kann eine Straftat sein. Auf jeden Fall ist Ihr Kommentar jedoch weder intelligent noch hat er etwas mit den Fakten in Bestensee zu tun. Der Bericht des „Schulzendorfer“ zum Heim ist dagegen sachlich.

  22. Pätzer
    18. Juli 2015 at 14:53

    Der Beitrag zeigt Teile des Problems , aber nicht alles. Den Bewohnern geht es da gut, ohne Frage. Alle Frauen, die ich da sehe sind schwanger. Es sind nur junge Leute . Menschen, die der Hautfarbe nach Syrien passen würden- habe ich noch nie gesehen.

    Das Heim liegt am Rande von Pätz und das TBZ hat diese ehemaligen Räume nicht ohne Selbstnutz zur Verfügung gestellt. In Pätz werden diese Leute nie eine Wohnung finden, da die Wohnstruktur ähnlich wie in Schulzendorf ist.

    Die Pätzer hatten nie Ängste mir Fremden, Schnitter, Lohnarbeiter, selbst die Generäle des Hauptquatier der Grenztruppen fanden Zuflucht im Ort. Aber beim Dorffest letztes Jahr wurde sehr deutlich, dass die Fremden sich nicht ins gemachte Nest setzen können.

  23. Lisa
    18. Juli 2015 at 14:22

    Schön das dieses so toll gesprochen wird!!!von der Kriminalität wird alles tot geschwiegen…ich könnte als wissende noch ganz andere Sachen erzählen…
    Doch soetwas dûrfen die Medien nicht berichten…
    Fakt ist das die Schulzendorfer Mehrheit das nicht wünscht im Ort!!!

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