Bürgermeister Mücke (SPD – nominiert) greift in den Wahlkampf ein

6. Mai 2019
Von

Schon vor längerer Zeit musste sich Bürgermeister Mücke von Landrat Stephan Loge (SPD) einen Rüffel abholen. Grund: Er hatte unzulässige Wahlkampfhilfe für seine Freundin Tina Fischer (SPD) geleistet.

Jetzt rückt er schon wieder in den Focus: Mücke platzierte sich letzten Samstag gegen 11 Uhr am Wahlkampf Stand von Bündnis 90/Grüne im Schulzendorfer Ortszentrum. Nicht am Rand, nicht separat, sondern mittendrin! Bürger mussten zu dem Eindruck gelangen, dass sich der Bürgermeister mit den Losungen der Grünen Wahlkämpfer identifiziert.

Am Wahlkampf Stand der Linkspartei machte Bürgermeister Mücke keinen Halt. Dafür bei den Grünen. (Bildmontage/Karikatur: mwBild)

Am Wahlkampf Stand der Linkspartei machte Bürgermeister Mücke keinen Halt. Dafür bei den Grünen. (Bildmontage/Karikatur: mwBild)

Dabei sind Amtsträger in Wahlkampfzeiten zur strikten politischen NEUTRALITÄT verpflichtet.

Auf Anfrage wollte sich der Bürgermeister bislang nicht zu seinen politischen Aktivitäten äußern. Auch nicht, ob er künftig an Wahlständen der AfD, dem Bürgerbündnis, der CDU oder anderen Parteien mitwirkt.

Den Linken, die vor einer Woche im Ortszentrum einen Wahlkampf Stand aufmachten, gab Mücke keinen politischem Beistand.

 

8 Responses to Bürgermeister Mücke (SPD – nominiert) greift in den Wahlkampf ein

  1. S. Hübner
    8. Mai 2019 at 12:48

    Seit fast zwei Jahrzehnten verfolge ich den Wahlkampf im Landkreis. Noch nie habe ich im sogenannten heißen Wahlkampf in irgend einer Kommune einen Bürgermeister am Stand einer Partei gesehen. Auch nicht, um nur einen „KURZEN Plausch“ zu führen. Herr Mücke braucht in der künftigen Gemeindevertretung politische Verbündete. Mit seinen „KURZEN Plausch“ hat er nicht nur seinen Amtsbonus genutzt, um Bürger allein durch seine Anwesenheit am Stand in ihrer Wahlentscheidung zu beeinflußen. Die Grünen haben den „KURZEN Plausch“ auch entgegengenommen. Ich habe lange überlegt, Herrn Körner eine meiner drei Stimmen zu geben. Viele seiner Ideen finde ich gut. Unsicher machte mich immer seine Kungelei mit Mücke. Ich finde mit diesem Vorfall meine Bedenken endgültig bestätigt.

  2. Frank
    8. Mai 2019 at 11:39

    kann auch gleich wieder gelöscht werden. Aber so ist nun mal die Berichterstattung. SPD nominiert, spielt keine Rolle für sein Amt. Es muss aber immer erwähnt werden. man man..

  3. Ein -Altdörfler-
    8. Mai 2019 at 09:13

    Hallo Herr Wolff,
    ich stand am Samstag gegen 11:00 Uhr am Stand der Bündnis 90/Grünen und unterhielt mich ein ganze Weile den Wahlkampftreibenden. In der ganzen Zeit traten ein/zwei interessierte an den Stand heran und unterzeichneten die Volksinitiative „Artenvielfalt retten“ (vielleicht sollten Sie einen Artikel zum Thema Artenschwund verfassen – es geht uns alle an und zwar hier und jetzt-). Auch unser Herr Bürgermeister kam auf einen KURZEN Plausch vorbei. Er schüttelte allen Anwesenden die Hand und wurde dabei von einem Bürger Schulzendorfs abgefangen der eine Frage hatte. Beide stellten sich dann ein wenig abseits hin und führten ihre Unterhaltung weiter. Meine subjektiven Einschätzung nach, dauerte das Gespräch 5 bis 10 Minuten, und man konnte schwerlich den Eindruck gewinnen, dass unser Bürgermeister Wahlkampf für die Bündnis 90/Grünen betriebt. Übrigens traf ich Herrn Mücke ein paar Minuten vorher beim Supermarkt nebenan (der mit den vier Buschstaben und dem „i“ am Ende) und ich glaube nicht, dass er dort für den Supermarkt warb, sondern einfach nur angesprochen wurde.

    Mit freundlichen Grüßen

  4. Karo
    8. Mai 2019 at 07:58

    So ein „Wendehals“ hat schon ein Geschmäckle für die Kandidaten die ihre Parteiarbeit ernst nehmen und für die Gemeinschaft kandidieren wollen. Aus einer Mücke wird trotzdem keine Honigbiene.

  5. Peter Siegert
    Peter Siegert
    7. Mai 2019 at 16:58

    Natürlich kann man über die Aufmachung des Beitrages streiten. Ich verstehe ihn eher als Wahlkampfhilfe für die Grünen anstatt als Kritik an sie.

  6. Stiller Leser
    7. Mai 2019 at 13:54

    Endlich mal wieder ein echter Wolff: Polemisch, mit Fotomontage, Versalien und fetter Schrift. Super, weiter so!

  7. Petra
    Petra
    7. Mai 2019 at 07:56

    Ich muss Herrn Reif zustimmen, die Anwesenheit des Verwalters ist eher ein Nachteil für die Parteien. Dennoch hätte ich ihn höflich zum Verlassen des Standes aufgefordert.Er hat wieder mal bewiesen,dass er null Gespür für politisch korrektes Auftreten hat und sich wie ein Elefant im Pozellanladen benimmt.

  8. Jonas Reif
    6. Mai 2019 at 19:50

    Vielen Dank, Herr Wolff, für dieses entlastende Foto. Wie nun jeder klar erkennen kann, handelte es sich nicht um WahlkampfHILFE, sondern um WahlkampfBENACHTEILIGUNG. Dabei nützte Mücke auf perfide Art und Weise eine Schwäche der Grünen aus: Ihm war bekannt, dass die Gutmenschen nicht in der Lage sind, ungewollt zu ihnen gekommene Menschen zurükzuweisen. Vertreter anderer Parteien wären hier sicherlich kosequent gewesen, vor allem Vertreter der AfD. Natürlich haben die Grünen im Nachhinein versucht den Vorfall beim Wahlleiter zu melden – ohne Erfolg: Herr Reech befindet sich seit mehreren Wochen im Außendienst: Er muss klären, ob ein Kandidat der Linken wirklich in Schulzendorf wohnhaft ist.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

ANZEIGE

Werbung