Bürger protestieren: Straßensperre sorgt für Riesen Umwege

17. Juni 2018
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Für viele Hundebesitzer, die sich seit Jahren auf einer Wiese abseits des künftigen Baufeldes mit ihren Vierbeinern trafen und für Bürger, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad von der Walther – Rathenaus – Straße aus zum Friedhof gelangen wollen, ist seit einigen Tagen an der Ecke Freiligrathstraße Schluss. Die Straße ist gesperrt, ein Bauzaun verhindert das Durchqueren.

Fußgänger und Radfahrer sind stink sauer! (Foto: mwBild))

Fußgänger und Radfahrer sind stink sauer! (Foto: mwBild))

Um zu ihren Zielen zu kommen müssen sie jetzt große Umwege in Kauf nehmen.

Eine Rentnerin machte kein Hehl aus ihrem Ärger: „Ich habe Verständnis für Baumaßnahmen. Dass ich als 71 – Jährige Umwege in Kauf nehmen muss, um zum Friedhof zu gelangen, dafür habe ich kein Verständnis. Warum kann für Fußgänger und Radfahrer kein kleiner Weg freigehalten werden? Die Nachbarschaft fängt ja gut an.“

Bürger haben ihrem Ärger sogar bei Abgeordneten Luft gemacht.

Auch die Art der Absperrung steht im Kreuzfeuer der Kritik. Der Fachmann eines Berliner Verkehrssicherungsunternehmens gegenüber dem Schulzendorfer: „Für die Sperrung einer Straße gibt es einen Regelplan. Es sind Absperrungen mit Warnleuchten oder Rundumlicht sowie Verkehrszeichen zur Fahrtrichtung anzubringen.“

Doch von beidem fehlt jede Spur. Und das Ordnungsamt ist offenbar auf einem Auge blind!

Bei Investor BONAVA und im Rathaus war wegen dem Wochenende keiner für eine Stellungnahme zu erreichen. Ortsentwicklungschef Kolberg (CDU): „Bürger haben mich über diesen Zustand informiert. Ich werde mich für eine Lösung stark machen.“

19 Responses to Bürger protestieren: Straßensperre sorgt für Riesen Umwege

  1. Zeuthener
    21. Juni 2018 at 11:33

    Bei uns am Bahnhof wurde für die Fußgänger eine Brücke gebaut. Was sind das für „Planer“ und „Baufirmen“, die bei Euch kein Weg hinbekommen?

  2. Alteingesessene
    19. Juni 2018 at 21:15

    Ich empfinde es als Frechheit! Da wurde der bequeme Weg gegangen: Quasi über Nacht einfach alles dicht gemacht, Bauzaun gestellt ohne die kleinste Lücke. In der Hoffnung man kommt damit durch.
    Ohne jegliche Mehrausgaben Fakten geschaffen.
    Der Bürger wird’s schon schlucken…
    Ich verstehe die Verantwortlichen im Rathaus nicht, gerade für die älteren Schulzendorfer scheint kein Verständnis da zu sein.

  3. Robin Hood
    19. Juni 2018 at 17:58

    @Köhn: Wie mies ist das denn, Bonava????? Ihr leistet schon keine Ausgleichszahlungen für die Entwicklung der Gemeinschaft und und nun sorgt mit der Absperrung für eine Provokation.SCHÄMT EUCH, SCHÄMT EUCH

  4. Schulzi
    19. Juni 2018 at 16:19

    Ob wir uns nun darüber aufregen,da wird der gute Herr Köhn nur müde darüber lächeln.Er macht nur seinen Job,das geht ihm doch am Allerwertesten vorbei.Wer etwas will findet Wege, wer es nicht will findet Ausreden.

  5. Peter Siegert
    Peter Siegert
    19. Juni 2018 at 13:59

    Herr Köhn, ich widerspreche Ihnen. Wie in einem weiteren Beitrag hier im Schulzendorfer bereits geschrieben. Ich halte Ihre Argumente für Ausreden. Auf der Waldseite kann sehr wohl eine Schneise geschlagen werden und ein Weg eben errichtet werden, weit entfernt vom großen Loch. Ich bitte Sie Bürger nicht für dumm zu verkaufen. Ihren Scheinargumenten folge ich jedenfalls nicht.

    Eine weitere Kritik kann ich mir nicht verkneifen. Wie konnte die Gemeinde einer Absperrung zustimmen, die für ältere Menschen einen Umweg vom 2 Kilometer zur Folge hat.

  6. Christian Köhn
    19. Juni 2018 at 12:34

    Ich kann nur noch einmal wiederholen, dass wir die Einschränkungen absolut bedauern und auch verstehen, dass die Situation für einige Nachbarn wirklich Umstände bereitet. Doch wenn Sie sich selbst vor Ort ein Bild der Lage machen, werden Sie schnell verstehen, warum die Sperrung unerlässlich ist. Direkt hinter Absperrung beginnt inzwischen ein metertiefer Graben und wird täglich gearbeitet. Sobald die neue Straße fertig ist, werden wir prüfen, wie wir trotz Baustelle einen gefahrlosen Durchgang ermöglichen können. Doch vorerst geht es leider nicht anders. Und um auch das noch einmal klar zu sagen: Der Friedhof und die Hundeschule sind natürlich weiterhin erreichbar, nur vorerst eben nicht direkt über die Walther-Rathenau-Straße, sondern über die Miersdorfer Straße. VG im Namen des Bonava-Teams

  7. Herr Lehmann
    19. Juni 2018 at 08:20

    Wenn du auch mal 75 Jahre alt bist und 2 km Umweg zum Friedhof laufen sollst, wirst du verstehen warum das nicht für alle so einfach hinnehmbar ist.

  8. P. S.
    19. Juni 2018 at 06:57

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Dank Herr Kolberg gibt es doch einen super Fußweg, der bis in das Alte-Dorf geht. Warum muss man aus allem ein Problem machen?

  9. Ulf
    Ulf
    18. Juni 2018 at 19:44

    Bonava beteiligt sich schon nicht an der Entwicklung der gemeinschaftlichen Infrastruktur der Gemeinde Schulzendorf durch eine angemessene Ausgleichszahlung. Nun ist die Firma auch nicht nicht mal in der Lage, Bürgern einen Fußweg sicherzustellen. Wenn der richtig gebaut ist, dann passiert auch nichts.Gute Nachbarschaft sieht anders aus.

  10. Eichberger
    18. Juni 2018 at 18:55

    Herr Köhn, unterbreiten Sie doch den Bürgern Vorschläge, wie sie den Hundeplatz, den Friedhof erreichen können. Und nicht, warum es nicht funktioniert! Ihre Argumentation finde ich unmöglich.

  11. Petra
    Petra
    18. Juni 2018 at 18:12

    @Köhn: Was bist Du denn für einer? Willst Du uns diesen Mist schön reden??? Dass Leute nicht mehr zu Fuß zum Friedhof gehen können??? Ich fasse es nicht! Warum der Verwalter das überhaupt zulässt? Er soll sich um die Interessen der Bürger kümmern.

  12. Schulzendorfer
    18. Juni 2018 at 16:19

    Solche Nachrichten sind nichts für Frau Müller von der MAZ. Sie konzentriert sich mit ihrer ganzen Fachkompetenz auf (vermeintliche) Glanzstücke des Möchtegern Bürgermeisters…

  13. Christian Köhn
    18. Juni 2018 at 14:01

    Hallo zusammen, auf dem gesamten Gelände laufen jetzt nach und nach die Erschließungsarbeiten an. Dann wird der Sperrungsgrund auch von außen unübersehbar. Für die Erschließung werden tiefe Gräben ausgeschachtet, in die dann Wasser- und Abwasserleitungen u.ä. verlegt werden. Diese Gräben sind teilweise mehrere Meter tief und werden das gesamte Gelände durchziehen. Auch dort, wo der Weg verläuft. Dann folgen der eigentliche Straßenbau, denn bisher handelt es sich an dieser Stelle ja eher um eine unbefestigte Staubpiste, und später auch die Hochbauarbeiten für die ersten Häuser entlang der Walther-Rathenau-Straße. Wir bedauern die Einschränkungen, sehen aber momentan keine andere Möglichkeit als eine Sperrung. Wir bitten um Verständnis, dass Sicherheit in diesem Fall absolut Vorrang hat. Niemand soll auf unserer Baustelle zu Schaden kommen. Viele Grüße im Namen des Bonava-Teams

  14. Olli
    18. Juni 2018 at 08:15

    Es kann ja nicht sein, dass jetzt monatelang eine Straße gesperrt wird, damit die Baufahrzeuge freie Fahrt haben. So nicht!!! Gegenseitige Rücksichtnahme sollte der Grundsatz sein.Es wird ja wohl möglich sein ein 1,50 breiten Streifen für Fußgänger + Radfahrer freizuhalten

  15. karo
    18. Juni 2018 at 05:21

    Warum veröffentlicht die Gemeinde die Sperrung nicht? Schließlich gibt es dort einen offiziellen Ein-Ausgang. Jeder „Mist“ steht in Wochenblatt und MAZ. Aber damit kann der BM wohl nicht glänzen!

  16. Arno Nühm
    17. Juni 2018 at 21:02

    Nur auf einem Auge? Nee, auf beiden Augen ist das OrdAmt blind :(
    Wat machen die eigentlich den ganzen Tag??
    Die müssen ja rotwunde Hintern haben vom rumsitzen… aber bei diesen Verwalter u. Bauchef wundert mich nix :( :(

  17. BingeLaden
    BingeLaden
    17. Juni 2018 at 14:55

    Überhaupt nicht nachvollziehbar, was dort geschieht. Außer abgestellter Technik von RAKW geschehen dort keine Bauarbeiten.

  18. Anwohnerin
    17. Juni 2018 at 14:18

    Das Bauamt ist nicht nur auf einem Auge blind
    So eine Straßensperre muss doch genehmigt werden
    Wer macht so etwas?

  19. Anwohnerin
    17. Juni 2018 at 14:16

    Das Bauamt ist nicht nur auf einem Auge blind

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