Kleistabend: „Nun, Unsterblichkeit, bist du ganz mein.“

26. Februar 2016
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Heinrich von Kleist (Foto: J.Wollenberg)

Heinrich von Kleist (Foto: J.Wollenberg)

Nach dem großen Erfolg in Schmöckwitz Mitte November 2015 versuchen sich an diesem Abend folgende Akteure Heinrich von Kleist durch Briefe, szenische Folgen und Lieder zu nähern:

Ann-Kathrin Koch(Schauspielerin), Dorothea Schwerk (Sängerin), Bernd Kummer (Schauspieler), Matthias Müller-Wurbs (Schauspieler), Jens Wollenberg (Moderation) und Susanne Thäsler-Wollenberg (Technik), musikalisch begleitet von Tobias Bartholmeß. Die Konzeption hat Jens Wollenberg erarbeitet.

Am 21.11.1811, also vor knapp über 200 Jahren, bringen sich Heinrich von Kleist und seine Vertraute Henriette Vogel am Kleinen Wannsee bei Berlin um. Welche Einsamkeit, welche Verzweiflung haben Kleist, nur 34 Jahre alt, in den Selbstmord getrieben? Warum „war ihm auf Erden nicht zu helfen“, wie er selbst in einem Brief kurz vor seinem Tode schrieb? Warum war er, der heute zu den am häufigsten aufgeführten Dramenschreibern zählt, zu seinen Lebzeiten so erfolglos? Was hat er gesucht und was hat er gefunden, wie Rainer Maria Rilke in einem Gedicht andeutet“

„Wir sind keiner klarer oder blinder,
wir sind Alle Suchende, du weißt, –
und so wurdest du vielleicht der Finder,
ungeduldiger und dunkler Kleist.“

Viele Fragen stellen sich zu seinem Leben. War er ein Genie, von dunklen Kräften angetrieben, ein Zerrissener, der sich selbst nicht zu zähmen wusste? War er ein Psychopath, ein Fall für die Psychiatrie? War er ein heimlicher Spion? War er homosexuell oder gar impotent? Oder war er ein verkannter Vorreiter der Moderne, dessen Zeit einfach noch nicht gekommen war? Eine konkrete Antwort gibt es nicht. Heinrich von Kleist bleibt ein Rätsel.

Eintritt 15.- Euro, ermäßigt 12.- Euro

Haus des Gastes, Motzen Karl-Marx-Straße 1, 15749 Mittenwalde;   Anmeldungen über Tel: 033762 / 91786 oder 033769/20621.

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